Der Vorsitzende Richter hat darüber noch nicht entschieden.
Wie mt.de berichtet, sind neben dem Arzt drei ehemalige leitende Mitarbeiter angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft den vier Angeklagten unter anderem Freiheitsberaubung in fast 200 Fällen vor. Im Zentrum steht ein kahler „Time-Out-Raum“. Dort sollen Bewohner fast täglich eingesperrt, teilweise über viele Stunden fixiert und psychisch eingeschüchtert worden sein.
Rechtsanwalt Uwe Freyschmidt wirft der Anklage vor, nicht zu erklären, wie die Arbeit seines Mandanten zu diesen Maßnahmen geführt habe. Es werde keine konkrete Handlung oder Unterlassung benannt, argumentiert der Verteidiger. Die Staatsanwaltschaft weist die Kritik zurück: Genau diese Frage müsse die Hauptverhandlung beantworten. Offen bleibt damit, welche konkreten Handlungen oder Unterlassungen dem Psychiater persönlich zugerechnet werden sollen.