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Medizin, Gesundheit und Prävention
10.03.2026
Forscher identifizieren Medikamente mit Risiko für nichtallergischen Juckreiz
Italienische und französische Forscher identifizieren sieben Medikamentengruppen, die ein erhöhtes Risiko für nichtallergischen Juckreiz bergen.
Italienische und französische Forscher identifizieren sieben Medikamentengruppen, die ein erhöhtes Risiko für nichtallergischen Juckreiz bergen.
Ein internationales Forscherteam, bestehend aus italienischen und französischen Wissenschaftlern, hat sich intensiv mit den Nebenwirkungen von häufig verwendeten Medikamenten befasst. Bei einer umfassenden Analyse der Vigilanzdatenbank der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden fast 270.000 Einzelfälle überprüft. Die Untersuchung ergab, dass sieben verschiedenen Substanzgruppen ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von generalisiertem Pruritus, also nichtallergischem Juckreiz, zugeschrieben werden kann. Diese Erkenntnisse könnten für die Verschreibungspraxis von Ärzten und Apotheker von Bedeutung sein, da sie dazu beitragen können, unerwünschte Nebenwirkungen bei Patienten zu minimieren und die Behandlungsqualität zu verbessern, schreibt "Ärzte Zeitung".
Dermatozoenwahn als mögliches Frühzeichen von Demenz erkannt
Dermatozoenwahn könnte erstes Anzeichen für Demenz sein, ergab eine Studie des Karolinska-Universitätskrankenhauses, die eine Verbindung zu psychiatrischen Komorbiditäten fand.
Dermatozoenwahn könnte erstes Anzeichen für Demenz sein, ergab eine Studie des Karolinska-Universitätskrankenhauses, die eine Verbindung zu psychiatrischen Komorbiditäten fand.
Eine Analyse von Patientinnen und Patienten aus dem Karolinska-Universitätskrankenhaus in Schweden hat ergeben, dass der sogenannte Dermatozoenwahn, ein wahnhafter Parasitenbefall, möglicherweise ein frühes Anzeichen von Demenz sein könnte. Diese dermatopsychiatrische Störung betrifft seltene Fälle, aber die Studie, deren Ergebnisse von aerztezeitung.de berichtet wurden, zeigt, dass 42 Prozent der untersuchten Betroffenen psychiatrische Komorbiditäten aufwiesen. Interessanterweise entwickelten 10 Prozent der Patienten später eine Demenz. Diese Erkenntnisse könnten bedeutend für die Früherkennung von Demenz sein und erfordern weitere Untersuchungen, um die Zusammenhänge besser zu verstehen.
Pflegedienste in Not: Insolvenzen und Fachkräftemangel belasten Branche
Insolvenzen und Fachkräftemangel belasten Pflegedienste: Michael Greiner fordert wirtschaftlich tragfähige Lösungen beim ALTENPFLEGE Messekongress.
Insolvenzen und Fachkräftemangel belasten Pflegedienste: Michael Greiner fordert wirtschaftlich tragfähige Lösungen beim ALTENPFLEGE Messekongress.
Der ambulante Pflegemarkt sieht sich derzeit erheblichen Herausforderungen gegenüber, berichtet www.haeusliche-pflege.net. Michael Greiner, Mitglied der erweiterten Bundesgeschäftsführung des Bundesverbands Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen e. V., thematisiert im Interview die steigende Zahl der Insolvenzen, den Fachkräftemangel und die Probleme bei der Refinanzierung von Pflegeleistungen. Beim ALTENPFLEGE Messekongress wird er darüber hinaus zu Abwicklungsproblemen bei ärztlich verordneten Leistungen sprechen. Zentral sei die Forderung nach wirtschaftlich tragfähigen Rahmenbedingungen.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
10.03.2026
Neuer Tarifvertrag: Pflegekräfte erhalten Gehaltsplus von 5,8 Prozent
Neuer Tarifvertrag: Pflegekräfte erhalten ab April 2025 ein Gehaltsplus von 5,8%. Höhere Eigenanteile für Pflegebedürftige werden erwartet.
Neuer Tarifvertrag: Pflegekräfte erhalten ab April 2025 ein Gehaltsplus von 5,8%. Höhere Eigenanteile für Pflegebedürftige werden erwartet.
In einem Bericht der Allgäuer Zeitung wird eine Gehaltssteigerung für Pflegekräfte in Deutschland thematisiert. Seit April 2025 greift ein neuer Tarifvertrag, der TVöD Pflege, der in 27 Monaten ein Gehaltsplus von 5,8 Prozent vorsieht. 2025 stiegen die Stundenlöhne um 4,9 Prozent auf durchschnittlich 23,70 Euro. Die Steigerungen variieren regional und erreichen in Bremen aufgrund früherer Tarifverhandlungen knapp 15 Prozent. Diese Löhne führen jedoch zu höheren Eigenanteilen für Pflegebedürftige, die im Schnitt um 100 Euro pro Monat steigen könnten.
Neue Demenz-Leitlinie: Empfehlungen für Amyloid-Antikörper ergänzt
Neue Leitlinie ergänzt: S3-Leitlinie für Demenzen jetzt mit Empfehlungen zur Verwendung von Amyloid-Antikörpern Lecanemab und Donanemab erweitert.
Neue Leitlinie ergänzt: S3-Leitlinie für Demenzen jetzt mit Empfehlungen zur Verwendung von Amyloid-Antikörpern Lecanemab und Donanemab erweitert.
Die S3-Leitlinie für Demenzen wurde zum zweiten Mal aktualisiert und enthält nun Empfehlungen für die Anwendung der Amyloid-Antikörper Lecanemab und Donanemab. Diese Ergänzung der Leitlinie reflektiert die jüngsten Fortschritte in der Therapie von Alzheimer und wird voraussichtlich den Behandlungsansatz bei dieser Form von Demenz beeinflussen. Die Aktualisierung erfolgte angesichts der Diskussionen um die Wirksamkeit dieser Antikörper, da in der Öffentlichkeit mit der Zulassung von Lecanemab gegen Morbus Alzheimer große Hoffnungen auf eine effektive Behandlung verbunden wurden. (Quelle: aerztezeitung.de)
Evidenzbasiertes Deprescribing: Sicherere Medikamentenvergabe im Alter
Evidenzbasiertes Deprescribing reduziert Risiken durch Polypharmazie und verbessert Medikamentensicherheit im Alter, so die Ärzte Zeitung.
Evidenzbasiertes Deprescribing reduziert Risiken durch Polypharmazie und verbessert Medikamentensicherheit im Alter, so die Ärzte Zeitung.
Ältere Menschen leiden häufig an mehreren Krankheiten und erhalten daher eine Vielzahl verschiedener Medikamente. Dies birgt erhebliche Risiken für Neben- und Wechselwirkungen. Um diese zu minimieren, ist ein evidenzbasiertes Deprescribing, also das gezielte Reduzieren oder Absetzen von Medikamenten, entscheidend. Dabei sollte keine Sorge vor der Reduktion bestehen, da ein solcher Ansatz helfen kann, das gesundheitliche Risiko zu senken. Insbesondere in der geriatrischen Versorgung ist es wichtig, regelmäßig die Notwendigkeit und den Nutzen jedes Medikaments zu überprüfen, um die Therapie auf das Wesentliche zu beschränken und damit potenziellen Schaden zu vermeiden. Diese Empfehlungen unterstreichen die Bedeutung eines rationalen und wissenschaftlich fundierten Umgangs mit Polypharmazie, berichtet die Ärzte Zeitung.
Sage und Amazon AWS fördern KI-Einsatz in der Pflegebranche
Sage und Amazon AWS starten KI-Initiativen zur effizienteren Pflege und adressieren den Personalmangel durch prädiktive Analysen und automatisierte Prozesse.
Sage und Amazon AWS starten KI-Initiativen zur effizienteren Pflege und adressieren den Personalmangel durch prädiktive Analysen und automatisierte Prozesse.
Laut Berichten von ad-hoc-news.de haben Sage und Amazon AWS kürzlich bedeutende Initiativen in der Pflegebranche gestartet, um den Einsatz von künstlicher Intelligenz zu fördern. Sage plant mit einer Finanzierungsrunde von 65 Millionen Euro, seine Plattform für prädiktive Pflege zu erweitern. Diese soll durch Verhaltensanalysen Risiken für Patienten frühzeitig erkennen. Zeitgleich lancierte Amazon AWS die KI-Plattform Connect Health zur Automatisierung administrativer Prozesse. Beide Entwicklungen zielen darauf ab, die Pflegeeffizienz zu steigern und Personalmangel zu begegnen.
Pflegegeld verliert real an Wert: Linke fordert Reformen im System
Pflegegeld verliert seit 2017 real 15% an Wert, Linke fordert Reformen: Schötz will solidarische Pflegeversicherung für mehr Gerechtigkeit.
Pflegegeld verliert seit 2017 real 15% an Wert, Linke fordert Reformen: Schötz will solidarische Pflegeversicherung für mehr Gerechtigkeit.
Das Pflegegeld hat trotz zahlreicher Erhöhungen in den letzten Jahren real an Wert verloren, wie eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion zeigt. Laut "Allgäuer Zeitung" ist die Kaufkraft der Leistung seit 2017 um etwa 15 Prozent gesunken. So erhielten Personen mit Pflegegrad 2 im Jahr 2025 zwar nominal 347 Euro, was jedoch kaufkraftbereinigt nur 271 Euro entspricht. Linken-Pflegeexpertin Evelyn Schötz kritisierte diese Entwicklung scharf und fordert grundlegende Reformen im Pflegesystem, unter anderem durch eine solidarische Pflegeversicherung.
Gericht: Keine Zahlung bei unzureichend geprüfter AU-Bescheinigung
LAG Niedersachsen: Arbeitgeber dürfen bei unzureichend geprüfter AU wegen psychischer Beschwerden die Lohnfortzahlung verweigern.
LAG Niedersachsen: Arbeitgeber dürfen bei unzureichend geprüfter AU wegen psychischer Beschwerden die Lohnfortzahlung verweigern.
Das Landesarbeitsgericht (LAG) Niedersachsen hat entschieden, dass Ärztinnen und Ärzte psychische Beschwerden gründlich prüfen müssen, bevor sie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) ausstellen. Andernfalls könne die Bescheinigung ihren Beweiswert verlieren, mit der Konsequenz, dass Arbeitgeber die Fortzahlung des Entgelts verweigern dürfen. Diese Entscheidung betont die Verantwortung von Ärzten, bei der Diagnosestellung sorgfältig vorzugehen, um arbeitsrechtliche Konsequenzen für Patienten zu vermeiden. Die Quelle dieser Information ist aerztezeitung.de.
Sozialgericht: Rentenversicherung muss über Teilrente aufklären
Sozialgericht stärkt die Aufklärungspflicht der Rentenversicherung zur Teilrente für pflegende Rentner - Fehlinformation kann Neubescheidung begründen.
Sozialgericht stärkt die Aufklärungspflicht der Rentenversicherung zur Teilrente für pflegende Rentner - Fehlinformation kann Neubescheidung begründen.
Ein Urteil des Sozialgerichts Hannover unterstreicht die Bedeutung der aktiven Informationspflicht der Rentenversicherung im Hinblick auf die Teilrente bei pflegenden Rentnern. Laut Peter Knöppel von rentenbescheid24.de müssen Rentenempfänger, die nach Rentenbeginn weiter pflegen, von der Rentenversicherung über die Möglichkeit der Teilrente informiert werden. Die Teilrente erlaubt es, weiterhin Beiträge zur Rentenversicherung zu leisten, was die Rentenhöhe später erhöhen kann. Unzureichende Aufklärung kann eine rückwirkende Neubescheidung rechtfertigen.
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