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Pflegepolitik und Recht
08.03.2026
Sozialgericht: Rentenversicherung muss über Teilrente aufklären
Sozialgericht stärkt die Aufklärungspflicht der Rentenversicherung zur Teilrente für pflegende Rentner - Fehlinformation kann Neubescheidung begründen.
Sozialgericht stärkt die Aufklärungspflicht der Rentenversicherung zur Teilrente für pflegende Rentner - Fehlinformation kann Neubescheidung begründen.
Ein Urteil des Sozialgerichts Hannover unterstreicht die Bedeutung der aktiven Informationspflicht der Rentenversicherung im Hinblick auf die Teilrente bei pflegenden Rentnern. Laut Peter Knöppel von rentenbescheid24.de müssen Rentenempfänger, die nach Rentenbeginn weiter pflegen, von der Rentenversicherung über die Möglichkeit der Teilrente informiert werden. Die Teilrente erlaubt es, weiterhin Beiträge zur Rentenversicherung zu leisten, was die Rentenhöhe später erhöhen kann. Unzureichende Aufklärung kann eine rückwirkende Neubescheidung rechtfertigen.
Viele Pflegebedürftige nutzen Entlastungsbetrag von 1.572 Euro nicht
60 Prozent der Pflegebedürftigen in Deutschland verzichten auf den jährlichen Entlastungsbetrag von 1.572 Euro für ambulante Unterstützung und Haushaltshilfen.
60 Prozent der Pflegebedürftigen in Deutschland verzichten auf den jährlichen Entlastungsbetrag von 1.572 Euro für ambulante Unterstützung und Haushaltshilfen.
In Deutschland nutzen viele Anspruchsberechtigte den Entlastungsbetrag für die Pflege nicht, obwohl er wertvolle Unterstützung bietet, berichtet "chip.de". Trotz der Möglichkeit, für häusliche Pflege jährlich 1.572 Euro zu erhalten, beantragen 60 Prozent diesen Betrag nicht. Der Entlastungsbetrag kann für Dienste wie ambulante Pflegedienste oder Haushaltshilfen genutzt werden, muss jedoch in Vorleistung bezahlt und die Kosten bei der Pflegekasse eingereicht werden. In einigen Bundesländern, wie z.B. Bayern, gibt es zusätzliche regionale Regelungen.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
07.03.2026
Kompromiss zur Krankenhausreform: Planungssicherheit, aber Kritik bleibt
Kompromiss zur Krankenhausreform: Mehr Planungssicherheit für Kliniken, doch Kritik an Bürokratie und wirtschaftlichen Problemen bleibt bestehen.
Kompromiss zur Krankenhausreform: Mehr Planungssicherheit für Kliniken, doch Kritik an Bürokratie und wirtschaftlichen Problemen bleibt bestehen.
Laut EU-Schwerbehinderung fand ein Kompromiss zwischen Bund und Ländern zur Krankenhausreform statt, der den Kliniken mehr Planungssicherheit bietet, jedoch wesentliche Probleme der Praxis unberührt lässt. Kritisiert wird unter anderem die bürokratieintensive Vorhaltefinanzierung. Trotz der Einigung bleibt die wirtschaftliche Schieflage der Krankenhäuser bestehen, und die bürokratische Belastung hindert das Personal an der Patientenversorgung. Experten fordern dringende Anpassungen, um weitere Verzögerungen in der Reformumsetzung zu vermeiden.
Anmeldefrist für NIS-2-Registrierung endet heute - Unsicherheit bleibt
Heute endet die Anmeldefrist für die NIS-2-Registrierung beim BSI, doch viele Unternehmen, darunter zahlreiche MVZs, sind unsicher und überfordert.
Heute endet die Anmeldefrist für die NIS-2-Registrierung beim BSI, doch viele Unternehmen, darunter zahlreiche MVZs, sind unsicher und überfordert.
Am heutigen Freitag endet die Anmeldefrist für Unternehmen, sich als NIS-2-relevant beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu registrieren, berichtet die Ärzte Zeitung. Rund 30.000 deutsche Firmen aus 18 Branchen, darunter etwa 1.000 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und Berufsausübungsgemeinschaften (BAG), müssen sich registrieren. Kriterien sind entweder mehr als 50 Mitarbeiter oder ein Jahresumsatz über zehn Millionen Euro. Bis Ende Februar haben sich erst 4.856 Unternehmen angemeldet. Die BSI erwartet, dass viele Unternehmen ihre Registrierungen im ersten Halbjahr 2026 nachholen. Jedoch sind viele überfordert, da es an branchenspezifischer Unterstützung mangelt und das BSI sein Portal erst im Januar freischaltete. Ob Bußgelder verhängt werden, ist ungewiss, denn die Anmeldefrist soll nicht verlängert werden.
Plegeri-Verbände pochen auf Erhalt des Pflegebudgets zur Versorgungsqualität
Pflegeverbände fordern die Beibehaltung des Pflegebudgets zur Sicherung der Versorgungsqualität in Krankenhäusern und warnen vor Risiken ohne integriertes Konzept.
Pflegeverbände fordern die Beibehaltung des Pflegebudgets zur Sicherung der Versorgungsqualität in Krankenhäusern und warnen vor Risiken ohne integriertes Konzept.
Der Bundesverband Pflegemanagement und der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) setzen sich entschieden für die Beibehaltung des Pflegebudgets in deutschen Krankenhäusern ein, wie "Bibliomed Pflege" berichtet. Laut einer Umfrage unter 76 Führungskräften ist das Pflegebudget unverzichtbar für die Stabilität von Personal und Versorgung. Der DBfK fordert ein integriertes Konzept aus Pflegebudget, Personalbemessung und Leistungsgruppen, um weitere Risiken zu vermeiden. DBfK-Präsidentin Vera Lux betont die Bedeutung des Budgets zur Sicherung der Versorgungsqualität.
Arzt der MHH unter Mordverdacht: Ermittlungen in drei Todesfällen
Ein Arzt der MHH steht unter Mordverdacht: Er soll drei schwer kranke Patienten mit Medikamenten getötet haben. Ermittlungen laufen seit 2022.
Ein Arzt der MHH steht unter Mordverdacht: Er soll drei schwer kranke Patienten mit Medikamenten getötet haben. Ermittlungen laufen seit 2022.
Ein Mediziner der Medizinischen Hochschule Hannover steht im Verdacht, schwer kranke Patienten mit Medikamenten getötet zu haben. Der 49-jährige Arzt befindet sich in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Hannover mitteilte. Ihm wird vorgeworfen, an drei Fällen beteiligt zu sein: im Mai 2019, Juni 2020 und März 2025. Die Ermittlungen laufen seit letztem Jahr. Die MHH suspendierte ihn nach internen Untersuchungen und zeigte ihn bei der Staatsanwaltschaft an. In einem Fall soll der Arzt einer älteren, schwer kranken Frau in einer Demenz-WG hohe Dosen Morphin verabreicht haben. Zwei weitere Todesfälle ereigneten sich auf der Intensivstation der MHH, bei denen der Arzt verdächtigt wird, die Therapie abgebrochen und die Patienten getötet zu haben. Die MHH kooperiert bei den Ermittlungen und betont ihre Priorität der Patientensicherheit. Zuerst berichtete die „Bild“ über den Fall. (Quelle: aerztezeitung.de)
Brandenburg plant „Polikliniken Deluxe“, um trotz Klinikreform die medizinische Versorgung auf dem Land zu sichern. Entscheidung im Bundestag steht noch aus.
Brandenburg plant „Polikliniken Deluxe“, um trotz Klinikreform die medizinische Versorgung auf dem Land zu sichern. Entscheidung im Bundestag steht noch aus.
Die Klinikreform in Brandenburg gefährdet viele bestehende Krankenhäuser, da zahlreiche Einrichtungen nun in Frage gestellt werden. Um die Gesundheitsversorgung in der Region zu sichern, plant Gesundheitsministerin Britta Müller bestimmte Standorte als „Polikliniken Deluxe“ zu erhalten. Die geplante Reform wird dem Bundestag zur Abstimmung vorgelegt. Dies soll sicherstellen, dass trotz der Umstrukturierungen eine adäquate medizinische Versorgung auf dem Land sichergestellt wird. (Quelle: aerztezeitung.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
06.03.2026
G-BA vereinfacht Pneumokokken-Impfung: Besserer Zugang für Risikogruppen
Der G-BA erleichtert die Pneumokokken-Impfung für Risikogruppen mit vereinfachten Richtlinien, um den Zugang zu lebenswichtigen Schutzimpfungen zu verbessern.
Der G-BA erleichtert die Pneumokokken-Impfung für Risikogruppen mit vereinfachten Richtlinien, um den Zugang zu lebenswichtigen Schutzimpfungen zu verbessern.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat eine Anpassung der Richtlinien zur Pneumokokken-Indikationsimpfung beschlossen. Das Impfverfahren wird vereinfacht und bald in der Schutzimpfungs-Richtlinie entsprechend dargestellt. Diese Änderung zielt darauf ab, die Indikationsimpfung gegen Pneumokokken-Infektionen zugänglicher zu gestalten, berichtet die „Ärzte Zeitung“. Anpassungen in der Gesundheitsprävention erfordern stets eine sorgfältige Abwägung von Risiken und Nutzen, wobei der G-BA regelmäßig bestehende Richtlinien evaluiert und modifiziert. Diese Neuerung könnte insbesondere für Risikopersonen einen leichteren Zugang zu wichtigen Impfungen gewährleisten.
Gesundheitsministerin fordert umfassende Präventionsstrategie in Deutschland
Gesundheitsministerin Nina Warken fordert eine umfassende Präventionsstrategie gegen steigende Krankheitskosten und ruft zur Einbeziehung aller Akteure auf.
Gesundheitsministerin Nina Warken fordert eine umfassende Präventionsstrategie gegen steigende Krankheitskosten und ruft zur Einbeziehung aller Akteure auf.
Prävention nimmt in der aktuellen gesundheitspolitischen Debatte in Deutschland eine zentrale Rolle ein, wie der kürzlich abgehaltene Präventionsgipfel des AOK-Bundesverbandes in Berlin zeigt. Gesundheitsministerin Nina Warken betonte die Notwendigkeit, das Potenzial zur Krankheitsvermeidung besser zu nutzen. Laut der Quelle steht Deutschland unter Druck, da steigende Sozialbeiträge und hohe Krankheitskosten das System belasten. AOK-Vorständin Dr. Carola Reimann sieht in einer priorisierten Präventionspolitik die Möglichkeit, mehr gesunde Lebensjahre und ein stabileres Gesundheitssystem zu erreichen. Warken sprach sich für eine umfassende Präventionsstrategie und die Einbeziehung aller relevanten Akteure aus, um nichtübertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes effektiver zu vermeiden. Die Zersplitterung der Präventionslandschaft wurde als Herausforderung hervorgehoben. Warken unterstützt Diskussionen zu Abgaben auf ungesunde Lebensmittel, wobei sie betont, dass die Politik bisher nicht genug präventive Maßnahmen umgesetzt habe, obwohl Bürger dies wollen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
05.03.2026
Innovative Sensoren im Bodenseeraum sollen Stürze bei Senioren verhindern
Im Alpenrhein-Bodensee-Raum werden smarte Sensoren getestet, die Stürze bei Senioren verhindern und Pflegeeinrichtungen revolutionieren könnten.
Im Alpenrhein-Bodensee-Raum werden smarte Sensoren getestet, die Stürze bei Senioren verhindern und Pflegeeinrichtungen revolutionieren könnten.
Im Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein-Raum werden intelligente Sensoren erprobt, die Stürze bei Senioren verhindern und damit die Pflege revolutionieren könnten, berichtet die Quelle. Ein grenzüberschreitendes Projekt mit Beteiligung von Industrie, Wissenschaft und Pflege rüstet 110 Zimmer in Pflegeeinrichtungen mit diesen Sensoren aus. Diese erfassen dreidimensional Bewegungen, um Sturzrisiken frühzeitig zu erkennen. Lehrende der HTWG Konstanz analysieren die Daten, die durch Künstliche Intelligenz ausgewertet werden. Biolago, ein lokales Gesundheitsnetzwerk, fördert das Projekt.
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