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Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
17.04.2026
Neues Kompetenzzentrum in München: Auslandskräfte gegen Pflegenotstand
In München wurde das Kompetenzzentrum Internationale Pflege eröffnet, um ausländische Pflegekräfte durch Schulungen im Kampf gegen den Pflegenotstand zu stärken.
In München wurde das Kompetenzzentrum Internationale Pflege eröffnet, um ausländische Pflegekräfte durch Schulungen im Kampf gegen den Pflegenotstand zu stärken.
In München wurde in der Kraepelinstraße das neue Kompetenzzentrum Internationale Pflege eröffnet, das Hilfe in der nationalen Pflegemangelsituation bieten soll. Gezielte praxisnahe Schulungen werden ausländischen Pflegefachkräften angeboten, um ihre internationalen Abschlüsse anerkennen zu lassen. Das von der Stadt mit 2,9 Millionen Euro finanzierte Projekt soll drei Jahre laufen und bis zu 500 Fachkräfte jährlich qualifizieren. Petra Geistberger und Beatrix Zurek unterstreichen die Hoffnung auf bayern- oder bundesweite Anwendung. (Quelle: www.abendzeitung-muenchen.de)
Zweifel an Amyloid-Antikörpern: Cochrane-Review bestätigt Wirkungsmangel
Ein Cochrane-Review bestätigt Zweifel an Amyloid-Antikörpern: Nur minimaler Nutzen bei leichter kognitiver Beeinträchtigung trotz gescheiterten Nutzenbewertungen.
Ein Cochrane-Review bestätigt Zweifel an Amyloid-Antikörpern: Nur minimaler Nutzen bei leichter kognitiver Beeinträchtigung trotz gescheiterten Nutzenbewertungen.
Nachdem nun bereits der zweite Amyloid-Antikörper in der Nutzenbewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses gescheitert ist, bestätigt ein aktuelles Cochrane-Review die mangelnde Wirksamkeit dieser Substanzen. Laut der Review profitieren Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung oder leichter Demenz, wenn überhaupt, nur minimal von der Behandlung mit Amyloid-Antikörpern. Diese Ergebnisse unterstreichen die Herausforderungen, vor denen die medizinische Forschung im Kampf gegen Alzheimer steht. Die kontinuierliche Überprüfung der Effektivität solcher Therapien bleibt entscheidend für die Weiterentwicklung in der Alzheimer-Forschung. Es wird zunehmend klar, dass alternative Ansätze und Therapieformen notwendig sind, um Fortschritte im Umgang mit der Krankheit zu erzielen. (Quelle: aerztezeitung.de)
MD-Bund aktualisiert Richtlinien für SAPV und Hospizversorgung
Der MD-Bund hat seine Richtlinien zur Begutachtung von SAPV und Hospizversorgung aktualisiert, um bundesweit einheitliche Bewertungsstandards sicherzustellen.
Der MD-Bund hat seine Richtlinien zur Begutachtung von SAPV und Hospizversorgung aktualisiert, um bundesweit einheitliche Bewertungsstandards sicherzustellen.
Der Medizinische Dienst Bund (MD-Bund) hat seine Richtlinie zur Begutachtung der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) und stationären Hospizversorgung aktualisiert. Die neue Version trat am 27. März 2026 in Kraft. Diese Aktualisierung berücksichtigt rechtliche und vertragliche Rahmenbedingungen, einschließlich der SAPV-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses aus 2022 und der bundeseinheitlichen Rahmenverträge seit 2023. Ergänzend wurden die Aufgaben von Pflegefachpersonen und Ärztinnen und Ärzten klarer definiert, um eine bundesweit einheitliche, nachvollziehbare Bewertungspraxis zu erreichen. Versicherte mit nicht heilbaren und fortschreitenden Erkrankungen haben Anspruch auf SAPV bei komplexem Versorgungsbedarf. Bei unzureichender ambulanter Versorgung können Zuschüsse zur stationären oder teilstationären Hospizversorgung gewährt werden. Die Quelle dieser Informationen ist die Webseite aok.de.
Zweifel an Alzheimer-Medikamenten: Geringe Wirkung und Risiken entdeckt
Eine Cochrane-Analyse offenbart neue Zweifel an Alzheimer-Medikamenten: geringe Wirkung und erhebliche Risiken bei monoklonalen Antikörpern wie Lecanemab und Donanemab.
Eine Cochrane-Analyse offenbart neue Zweifel an Alzheimer-Medikamenten: geringe Wirkung und erhebliche Risiken bei monoklonalen Antikörpern wie Lecanemab und Donanemab.
Eine umfassende Übersichtsarbeit des unabhängigen Wissenschaftsnetzwerks Cochrane hat neue Zweifel an der Wirksamkeit von Alzheimer-Medikamenten aufkommen lassen, insbesondere bei monoklonalen Antikörpern wie Lecanemab und Donanemab, die auf Beta-Amyloid-Ablagerungen im Gehirn abzielen. Die Analyse von 17 klinischen Studien mit über 20.000 Teilnehmern zeigte, dass diese Medikamente über einen 18-monatigen Beobachtungszeitraum hinweg nur geringe oder minimale Verbesserungen im Gedächtnis und Alltagsfunktionalität der Patienten bewirken. Zudem sind sie mit Nebenwirkungen wie Hirnschwellungen verbunden, die bei 119 von 1000 Probanden auftraten, verglichen mit nur 12 in der Placebogruppe. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Reduktion von Amyloid-Proteinen nicht zu einer klinisch relevanten Verbesserung führt, so der SPIEGEL. Zukünftige Forschungen sollten daher auf alternative Therapiemöglichkeiten fokussiert werden.
Neue Alzheimer-Medikamente zeigen kaum klinischen Nutzen, aber Risiken
Neue Alzheimer-Medikamente wie Lecanemab und Donanemab bieten laut Cochrane-Studie kaum Nutzen, bergen aber Risiken wie Hirnschwellungen.
Neue Alzheimer-Medikamente wie Lecanemab und Donanemab bieten laut Cochrane-Studie kaum Nutzen, bergen aber Risiken wie Hirnschwellungen.
Eine aktuelle Cochrane-Überblicksstudie zeigt, dass die neuen Alzheimer-Medikamente Lecanemab und Donanemab nur wenig klinisch relevante Wirkung haben und einige Risiken mit sich bringen. Trotz anfänglicher Hoffnungen bewirken diese Wirkstoffe keinen nennenswerten Unterschied für Patienten, die an Alzheimer leiden. Zwar führten frühere Studien zu statistisch signifikanten Ergebnissen, diese seien jedoch klinisch irrelevant. Die Analyse umfasst Daten von mehr als 20.000 Patienten aus 17 Studien und zeigt, dass betroffene Patienten, die mit Antikörpern behandelt wurden, etwas häufiger Hirnschwellungen und Hirnblutungen hatten als diejenigen, die ein Placebo erhielten. Diese Resultate decken sich mit früheren Bewertungen des Gemeinsamen Bundesausschusses in Deutschland, der ebenfalls keinen Zusatznutzen im Vergleich zu älteren Behandlungsansätzen erkennt. Weitere Forschungen sind notwendig, um mögliche Langzeiteffekte besser zu verstehen. (Quelle: dpa)
Alzheimer-Medikamente zeigen im Alltag kaum Wirkung, Cochrane-Studie findet
Alzheimer-Medikamente bieten laut Cochrane-Studie im Alltag kaum Vorteile und zeigen nur minimale Effekte, während Risiken bestehen bleiben.
Alzheimer-Medikamente bieten laut Cochrane-Studie im Alltag kaum Vorteile und zeigen nur minimale Effekte, während Risiken bestehen bleiben.
Eine neue Übersichtsarbeit des unabhängigen Wissenschaftsnetzwerks Cochrane kommt zu dem Ergebnis, dass Alzheimer-Medikamente, die auf bestimmte Eiweißablagerungen im Gehirn abzielen, im Alltag kaum Vorteile bieten. Monoklonale Antikörper wie Donanemab sollen den Krankheitsverlauf von Alzheimer vor allem in frühen Stadien bremsen. Die Analyse von 17 klinischen Studien mit über 20.000 Teilnehmern zeigt jedoch minimale Effekte auf Gedächtnis und Denkvermögen sowie leichte Verbesserungen im alltäglichen Leben, berichtet der Spiegel. Zudem könnten Nebenwirkungen wie Hirnschwellungen auftreten. Langfristige Wirkungen und Sicherheitsrisiken ließen sich aufgrund der kurzen Beobachtungszeiträume schwer beurteilen. Kritiker äußern zudem, dass die Beobachter möglicherweise wussten, welche Teilnehmer das Medikament erhielten, was die Aussagekraft der Ergebnisse einschränken könnte. Die Forscher empfehlen, die Forschung auf alternative Behandlungsmöglichkeiten zu konzentrieren. (Quelle: Spiegel)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
15.04.2026
Reformen im Gesundheitswesen: Kritik und Bedenken bei 20-Mrd-Sparpaket
Gesundheitsministerin Warken plant 20-Milliarden-Sparpaket mit weitreichenden Reformen, trifft auf Kritik von SPD und DKG, Rückendeckung von Ärztepräsident Reinhardt.
Gesundheitsministerin Warken plant 20-Milliarden-Sparpaket mit weitreichenden Reformen, trifft auf Kritik von SPD und DKG, Rückendeckung von Ärztepräsident Reinhardt.
Gesundheitsministerin Nina Warken von der CDU plant umfassende Reformen im Gesundheitswesen, um 20 Milliarden Euro einzusparen. Sie will mehr als drei Viertel von 66 Reformvorschlägen umsetzen, womit Arbeitgeber und Patienten einen Beitrag leisten sollen. Die geplanten Maßnahmen stoßen auf gemischte Reaktionen. Ärztepräsident Klaus Reinhardt betrachtet das Sparpaket als angemessen, während die Deutsche Krankenhausgesellschaft Klinikschließungen befürchtet. Die SPD kritisiert eine einseitige Belastung der Versicherten und auch aus der CSU kommt Widerspruch. Zu den Reformpunkten gehören Änderungen bei der beitragsfreien Mitversicherung, die Einführung einer Pflicht zur Zweitmeinung bei bestimmten Operationen und eine Anhebung der Medikamentenzuzahlungen. Eine mögliche Zuckersteuer und der Wegfall des routinemäßigen Hautkrebsscreenings werden ebenfalls diskutiert. Quelle: F.A.Z.
Die Einführung der elektronischen Patientenakte zeigt nach einem Jahr eine positive Bilanz: Pflege-Effizienz steigt durch schnelleren Zugriff auf Gesundheitsdaten.
Die Einführung der elektronischen Patientenakte zeigt nach einem Jahr eine positive Bilanz: Pflege-Effizienz steigt durch schnelleren Zugriff auf Gesundheitsdaten.
Die Gematik hat nach einem Jahr der Einführung der elektronischen Patientenakte für alle eine erste positive Bilanz gezogen. Über 100 Millionen Dokumente wurden bisher hinterlegt. Wöchentlich werden mehr als 21 Millionen Abrufe von Medikationslisten registriert. Dies zeigt, dass die digitale Infrastruktur im Gesundheitswesen zunehmend angenommen wird. Fachkräfte aus der Pflege und die Führung von Altenheimen und Pflegediensten profitieren von der schnelleren Verfügbarkeit von wichtigen Gesundheitsdaten der Patienten, was die Pflegeplanung und -durchführung effizienter gestalten kann. Angehörige von Pflegebedürftigen können beruhigt sein, dass die relevanten medizinischen Informationen schneller abrufbar und besser koordiniert sind, was zur Verbesserung der Pflegequalität beitragen kann. Die Quelle ist die "Ärzte Zeitung".
Pflegekosten im Schwalm-Eder-Kreis über Bundesdurchschnitt gestiegen
Die Pflegekosten im Schwalm-Eder-Kreis übersteigen jetzt den Bundesdurchschnitt, belastet durch steigende Personal- und Investitionskosten.
Die Pflegekosten im Schwalm-Eder-Kreis übersteigen jetzt den Bundesdurchschnitt, belastet durch steigende Personal- und Investitionskosten.
Der Eigenanteil für stationäre Pflege im Schwalm-Eder-Kreis ist auf 3267 Euro im Monat gestiegen, was dem bundesweiten Durchschnitt von 3245 Euro entspricht, berichtet die "HNA". Diese Entwicklung ist auf gestiegene Personal- und Investitionskosten zurückzuführen. Ulrike Elsner vom Verband der Ersatzkassen fordert, dass der Staat die Investitionskosten schultern sollte, was Heimbewohner um 514 Euro monatlich entlasten könnte. Seit Einführung des Tariftreuegesetzes 2020 sind die Personalkosten um 17 Prozent gestiegen. Entlastungsmodelle der Pflegekasse bieten jedoch zumindest teilweise finanzielle Erleichterungen.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
15.04.2026
Gesundheitsreform: Familienversicherung und Zuzahlungen im Fokus
CDU plant Reform: Ab 2028 zahlen mitversicherte Ehepartner Beiträge. Zuzahlungen steigen, Zweitmeinungen bei Eingriffen verpflichtend. Umstrittene Zuckersteuer debattiert.
CDU plant Reform: Ab 2028 zahlen mitversicherte Ehepartner Beiträge. Zuzahlungen steigen, Zweitmeinungen bei Eingriffen verpflichtend. Umstrittene Zuckersteuer debattiert.
Gesundheitsministerin Nina Warken von der CDU plant tiefgreifende Reformen im deutschen Gesundheitssystem, um 20 Milliarden Euro einzusparen. Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung will sie über 75 Prozent der 66 von Experten vorgeschlagenen Maßnahmen umsetzen. Eine wesentliche Änderung betrifft die Familienversicherung: Ab 2028 sollen Ehepartner, die bislang kostenlos mitversichert waren, Beiträge in Höhe von 3,5 Prozent des Einkommens des Hauptversicherers bezahlen. Dies betrifft allerdings nicht Eltern mit kleinen oder behinderten Kindern, pflegende Angehörige und Rentner. Zudem sollen Zuzahlungen für Medikamente angehoben und eine Pflicht zur ärztlichen Zweitmeinung bei bestimmten Eingriffen eingeführt werden. Eine Zuckersteuer steht ebenfalls zur Diskussion, obwohl sie innerhalb der CDU umstritten ist. Im Gegensatz dazu soll das Hautkrebsscreening entfallen, da dessen Nutzen laut Ökonom Jürgen Wasem nicht ausreichend belegt sei. Diese Pläne stoßen auf gemischte Reaktionen von Verbänden und Parteien. (Quelle: F.A.Z.)
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