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Medizin, Gesundheit und Prävention
06.03.2026
Arzt der MHH unter Mordverdacht: Ermittlungen in drei Todesfällen
Ein Arzt der MHH steht unter Mordverdacht: Er soll drei schwer kranke Patienten mit Medikamenten getötet haben. Ermittlungen laufen seit 2022.
Ein Arzt der MHH steht unter Mordverdacht: Er soll drei schwer kranke Patienten mit Medikamenten getötet haben. Ermittlungen laufen seit 2022.
Ein Mediziner der Medizinischen Hochschule Hannover steht im Verdacht, schwer kranke Patienten mit Medikamenten getötet zu haben. Der 49-jährige Arzt befindet sich in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Hannover mitteilte. Ihm wird vorgeworfen, an drei Fällen beteiligt zu sein: im Mai 2019, Juni 2020 und März 2025. Die Ermittlungen laufen seit letztem Jahr. Die MHH suspendierte ihn nach internen Untersuchungen und zeigte ihn bei der Staatsanwaltschaft an. In einem Fall soll der Arzt einer älteren, schwer kranken Frau in einer Demenz-WG hohe Dosen Morphin verabreicht haben. Zwei weitere Todesfälle ereigneten sich auf der Intensivstation der MHH, bei denen der Arzt verdächtigt wird, die Therapie abgebrochen und die Patienten getötet zu haben. Die MHH kooperiert bei den Ermittlungen und betont ihre Priorität der Patientensicherheit. Zuerst berichtete die „Bild“ über den Fall. (Quelle: aerztezeitung.de)
Brandenburg plant „Polikliniken Deluxe“, um trotz Klinikreform die medizinische Versorgung auf dem Land zu sichern. Entscheidung im Bundestag steht noch aus.
Brandenburg plant „Polikliniken Deluxe“, um trotz Klinikreform die medizinische Versorgung auf dem Land zu sichern. Entscheidung im Bundestag steht noch aus.
Die Klinikreform in Brandenburg gefährdet viele bestehende Krankenhäuser, da zahlreiche Einrichtungen nun in Frage gestellt werden. Um die Gesundheitsversorgung in der Region zu sichern, plant Gesundheitsministerin Britta Müller bestimmte Standorte als „Polikliniken Deluxe“ zu erhalten. Die geplante Reform wird dem Bundestag zur Abstimmung vorgelegt. Dies soll sicherstellen, dass trotz der Umstrukturierungen eine adäquate medizinische Versorgung auf dem Land sichergestellt wird. (Quelle: aerztezeitung.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
06.03.2026
G-BA vereinfacht Pneumokokken-Impfung: Besserer Zugang für Risikogruppen
Der G-BA erleichtert die Pneumokokken-Impfung für Risikogruppen mit vereinfachten Richtlinien, um den Zugang zu lebenswichtigen Schutzimpfungen zu verbessern.
Der G-BA erleichtert die Pneumokokken-Impfung für Risikogruppen mit vereinfachten Richtlinien, um den Zugang zu lebenswichtigen Schutzimpfungen zu verbessern.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat eine Anpassung der Richtlinien zur Pneumokokken-Indikationsimpfung beschlossen. Das Impfverfahren wird vereinfacht und bald in der Schutzimpfungs-Richtlinie entsprechend dargestellt. Diese Änderung zielt darauf ab, die Indikationsimpfung gegen Pneumokokken-Infektionen zugänglicher zu gestalten, berichtet die „Ärzte Zeitung“. Anpassungen in der Gesundheitsprävention erfordern stets eine sorgfältige Abwägung von Risiken und Nutzen, wobei der G-BA regelmäßig bestehende Richtlinien evaluiert und modifiziert. Diese Neuerung könnte insbesondere für Risikopersonen einen leichteren Zugang zu wichtigen Impfungen gewährleisten.
Gesundheitsministerin fordert umfassende Präventionsstrategie in Deutschland
Gesundheitsministerin Nina Warken fordert eine umfassende Präventionsstrategie gegen steigende Krankheitskosten und ruft zur Einbeziehung aller Akteure auf.
Gesundheitsministerin Nina Warken fordert eine umfassende Präventionsstrategie gegen steigende Krankheitskosten und ruft zur Einbeziehung aller Akteure auf.
Prävention nimmt in der aktuellen gesundheitspolitischen Debatte in Deutschland eine zentrale Rolle ein, wie der kürzlich abgehaltene Präventionsgipfel des AOK-Bundesverbandes in Berlin zeigt. Gesundheitsministerin Nina Warken betonte die Notwendigkeit, das Potenzial zur Krankheitsvermeidung besser zu nutzen. Laut der Quelle steht Deutschland unter Druck, da steigende Sozialbeiträge und hohe Krankheitskosten das System belasten. AOK-Vorständin Dr. Carola Reimann sieht in einer priorisierten Präventionspolitik die Möglichkeit, mehr gesunde Lebensjahre und ein stabileres Gesundheitssystem zu erreichen. Warken sprach sich für eine umfassende Präventionsstrategie und die Einbeziehung aller relevanten Akteure aus, um nichtübertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes effektiver zu vermeiden. Die Zersplitterung der Präventionslandschaft wurde als Herausforderung hervorgehoben. Warken unterstützt Diskussionen zu Abgaben auf ungesunde Lebensmittel, wobei sie betont, dass die Politik bisher nicht genug präventive Maßnahmen umgesetzt habe, obwohl Bürger dies wollen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
05.03.2026
Innovative Sensoren im Bodenseeraum sollen Stürze bei Senioren verhindern
Im Alpenrhein-Bodensee-Raum werden smarte Sensoren getestet, die Stürze bei Senioren verhindern und Pflegeeinrichtungen revolutionieren könnten.
Im Alpenrhein-Bodensee-Raum werden smarte Sensoren getestet, die Stürze bei Senioren verhindern und Pflegeeinrichtungen revolutionieren könnten.
Im Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein-Raum werden intelligente Sensoren erprobt, die Stürze bei Senioren verhindern und damit die Pflege revolutionieren könnten, berichtet die Quelle. Ein grenzüberschreitendes Projekt mit Beteiligung von Industrie, Wissenschaft und Pflege rüstet 110 Zimmer in Pflegeeinrichtungen mit diesen Sensoren aus. Diese erfassen dreidimensional Bewegungen, um Sturzrisiken frühzeitig zu erkennen. Lehrende der HTWG Konstanz analysieren die Daten, die durch Künstliche Intelligenz ausgewertet werden. Biolago, ein lokales Gesundheitsnetzwerk, fördert das Projekt.
DEVAP fordert umfassende Pflegereform und Pflegegipfel 2026
DEVAP fordert in einem offenen Brief an die Bundesregierung eine umfassende Pflegereform und einen Pflegegipfel 2026 zur Verbesserung der Pflege.
DEVAP fordert in einem offenen Brief an die Bundesregierung eine umfassende Pflegereform und einen Pflegegipfel 2026 zur Verbesserung der Pflege.
Der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) fordert gemeinsam mit zahlreichen Unterstützern eine umfassende Pflegereform, berichtet Bibliomed-Pflege. In einem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) drängt der Verband auf eine sektorenübergreifende Reform der Pflege. Gefordert werden finanzielle Sicherheit, schnellere Integration internationaler Pflegekräfte und ein Pflegegipfel 2026. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste unterstützt diese Forderungen.
Pflegeheim-Studie: Sozialhilfequote erreicht Rekordhoch von 37 Prozent
Studie alarmiert: Rekordhoch von 37% der Heimbewohner auf Sozialhilfe angewiesen – Experten fordern Reformen zur Deckelung der Kosten.
Studie alarmiert: Rekordhoch von 37% der Heimbewohner auf Sozialhilfe angewiesen – Experten fordern Reformen zur Deckelung der Kosten.
Eine Studie der DAK ergab, dass 37 Prozent der Menschen in Pflegeheimen auf Sozialhilfe angewiesen sind, wie "Der Spiegel" berichtet. Diese Sozialhilfequote erreichte 2026 einen neuen Höchstwert, mit steigender Tendenz. Ohne Reformen könnte die Quote bis 2035 auf 43 Prozent steigen. DAK-Vorstand Andreas Storm mahnt, dass die stationäre Pflege für viele zu einer Armutsfalle wird und fordert eine Reform, die die Eigenanteile deckelt. Eine Begrenzung auf 1000 bis 1200 Euro monatlich könnte laut Studie die Lage entspannen.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
05.03.2026
Ältere Migranten: Wachsender Pflegebedarf wird oft übersehen
Der wachsende Pflegebedarf älterer Migranten wird oft übersehen – bis 2030 wird jeder vierte Migrant über 60 sein, warnt Altersforscherin Tezcan-Güntekin.
Der wachsende Pflegebedarf älterer Migranten wird oft übersehen – bis 2030 wird jeder vierte Migrant über 60 sein, warnt Altersforscherin Tezcan-Güntekin.
Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung werden bis 2030 voraussichtlich ein Viertel der in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund 60 Jahre oder älter sein. Ältere Migranten, so Altersforscherin Hürrem Tezcan-Güntekin, gehören zu den am schnellsten wachsenden Bevölkerungsgruppen und werden in der Pflege oft übersehen. Tezcan-Güntekin, Professorin an der Berlin School of Public Health der Charité, untersucht die Auswirkungen von Migration, Geschlecht und sexueller Orientierung auf die gesundheitliche Versorgung von Senioren (Quelle: www.sueddeutsche.de).
Pflegefinanzierung: Sozialhilfequote in Heimen erreicht Rekordhoch
Die Sozialhilfequote in Pflegeheimen erreicht ein Rekordhoch von 37 %, bis 2035 drohen 43 %. Experten fordern dringende Reformen zur Stabilisierung der Pflegefinanzierung.
Die Sozialhilfequote in Pflegeheimen erreicht ein Rekordhoch von 37 %, bis 2035 drohen 43 %. Experten fordern dringende Reformen zur Stabilisierung der Pflegefinanzierung.
In Deutschland wächst die Zahl der Pflegeheimbewohner, die auf Sozialhilfe angewiesen sind, rasant an. Eine DAK-Studie berichtet von einer historischen Höchstquote von 37 Prozent im Jahr 2026. Ohne Reformen könnte dieser Anteil bis 2035 auf fast 43 Prozent steigen, so Prof. Heinz Rothgang. DAK-Chef Andreas Storm fordert eine neue Pflegefinanzierung, die eine faire Lastenverteilung zwischen Beitragszahlern, Pflegebedürftigen und dem Staat umfasst, um den drohenden Pflegekollaps zu verhindern. Er betont die dringende Notwendigkeit einer umfassenden Pflegereform.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
05.03.2026
Ambulante Pflegedienste unter Druck: Webinar zu Lösungsansätzen
Ambulante Pflegedienste in Not: Webinar zeigt Lösungen zu Personal- und Finanzproblemen auf, um zukunftsfähige Strategien zu entwickeln.
Ambulante Pflegedienste in Not: Webinar zeigt Lösungen zu Personal- und Finanzproblemen auf, um zukunftsfähige Strategien zu entwickeln.
Die wirtschaftliche Situation der ambulanten Pflegedienste ist kritisch: Laut dem Unternehmensberater Igor Savitsky von Opencare Consulting stehen die Dienste durch eine Personalkostenquote von über 70 Prozent und nahezu zahlungsunfähige Pflegekassen unter massivem Druck. Savitsky wird in einem Webinar am 18. März Ansätze präsentieren, um Pflegedienste zukunftsfähig zu gestalten. Dazu zählen individuelle Vergütungsverhandlungen und Tourenoptimierungen. Teilnehmer erhalten praxisnahe Anleitungen zur Umsetzung. (Quelle: www.haeusliche-pflege.net)
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