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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
24.02.2026
EU gibt grünes Licht: Ethanol bleibt als Desinfektionsmittel erlaubt
Die EU erlaubt weiter die Nutzung von Ethanol als Desinfektionsmittel und verhindert damit ein mögliches Verbot, was für die Gesundheitswirtschaft wichtig ist.
Die EU erlaubt weiter die Nutzung von Ethanol als Desinfektionsmittel und verhindert damit ein mögliches Verbot, was für die Gesundheitswirtschaft wichtig ist.
Befürchtungen, dass Ethanol nicht länger als Desinfektionsmittel verfügbar sein könnte, nachdem es von der EU als krebserregend eingestuft wurde, haben sich zerschlagen. Laut "Ärzte Zeitung" hat der wissenschaftliche Ausschuss der EU für Biozidprodukte (BPC) entschieden, dass Ethanol weiterhin für Desinfektionsmittel zugelassen werden kann. BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll bezeichnete die Entscheidung als wichtigen Schritt, um ein De-facto-Verbot von Ethanol-basierten Biozidprodukten zu vermeiden. Verschiedene Verbände der Gesundheitswirtschaft hatten davor gewarnt, Ethanol als krebserregend, mutagen oder reproduktionstoxisch zu deklarieren, da dies den Infektionsschutz gefährden könnte. Nun wird die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) der EU-Kommission eine Empfehlung zur Einstufung von Ethanol im Rahmen des Biozidrechtsverfahrens geben.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
24.02.2026
Kreis Höxter: Verstärkte Kooperation mit Schwester-Hatune-Stiftung geplant
Der Kreis Höxter intensiviert die Zusammenarbeit mit der Schwester-Hatune-Stiftung, um gezielt internationale Pflegekräfte zu gewinnen.
Der Kreis Höxter intensiviert die Zusammenarbeit mit der Schwester-Hatune-Stiftung, um gezielt internationale Pflegekräfte zu gewinnen.
Der Kreis Höxter plant, die Kooperation mit der Schwester-Hatune-Stiftung auszubauen, um Menschen aus dem Ausland gezielt für die Pflege zu gewinnen. Im Rahmen eines Treffens in der Pflegeschule Rimbeck tauschten sich Landrat Michael Stickeln und weitere Vertreter über die bereits erfolgreiche Vermittlung von acht Frauen aus Indien durch die syrisch-orthodoxe Schwester Hatune Dogan aus. Die Initiative zielt darauf ab, den Personalmangel in heimischen Pflegeeinrichtungen durch ausländische Fachkräfte zu mildern, berichtete das "Westfalen-Blatt".
Krankenkassen fordern Maßnahmen zur Ausgabenbegrenzung trotz Überschuss
Trotz 3,5 Milliarden Euro Überschuss drängen Krankenkassen auf Maßnahmen zur Ausgabenbegrenzung, da die Gesundheitsausgaben weiter steigen.
Trotz 3,5 Milliarden Euro Überschuss drängen Krankenkassen auf Maßnahmen zur Ausgabenbegrenzung, da die Gesundheitsausgaben weiter steigen.
Der Ausgabenanstieg bei den gesetzlichen Krankenkassen hat sich gegen Ende des Jahres 2025 nochmals beschleunigt, wodurch AOK und andere Kassen trotz etwa 3,5 Milliarden Euro Überschuss auf rasche Maßnahmen zur Ausgabenbegrenzung drängen. Diese Forderung stützen sie auf die anhaltende Belastung durch gestiegene Ausgaben im Gesundheitswesen. Laut der Ärzte Zeitung sehen sich die Krankenkassen unter Zugzwang, um die finanzielle Stabilität langfristig zu sichern.
Berlin: eHBA-Ausweise müssen wegen Fehlkonfiguration ausgetauscht werden
Rund 2.600 eHBA-Ausweise in Berlin müssen wegen einer Fehlkonfiguration ausgetauscht werden, was Interoperabilitätsprobleme mit bestimmten Konnektoren verursacht.
Rund 2.600 eHBA-Ausweise in Berlin müssen wegen einer Fehlkonfiguration ausgetauscht werden, was Interoperabilitätsprobleme mit bestimmten Konnektoren verursacht.
In Berlin müssen rund 2.600 elektronische Heilberufsausweise (eHBA) von medisign, die seit Januar 2026 ausgegeben wurden, ausgetauscht werden. Grund hierfür ist eine Fehlkonfiguration im Personalisierungsprozess der Karten, die ausschließlich über ECC-Zertifikate verfügen. Diese Konnektoren-Angelegenheit kann zu Interoperabilitätsproblemen führen, besonders im Zusammenspiel mit secunet- oder KoCo-Box-Konnektoren, berichtet die "Ärzte Zeitung". Trotz des anstehenden Austauschs können die Ausweise bis dahin weiterverwendet werden, da kein Sicherheitsrisiko besteht. Die Karteninhaber werden per E-Mail informiert und es fallen keine zusätzlichen Kosten an. Ausweise der Generation 2.1, die auch RSA-Zertifikate beinhalten, sind nicht betroffen. Laut medisign entfällt eine erneute Antragstellung und Identifizierung.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
23.02.2026
Erhöhung der Gehälter und Mindestlöhne in Pflege ab 2026 beschlossen
Ab Mai 2026 steigen Pflegegehälter um 2,8% in kommunalen Einrichtungen, Mindestlohn in Altenpflege erreicht 21,03 Euro, neue Vorteile auch für Hebammen.
Ab Mai 2026 steigen Pflegegehälter um 2,8% in kommunalen Einrichtungen, Mindestlohn in Altenpflege erreicht 21,03 Euro, neue Vorteile auch für Hebammen.
Ab Mai 2026 profitieren Pflegekräfte in kommunalen Krankenhäusern von einer Gehaltserhöhung. Laut "come-on.de" steigen die Tabellenentgelte im öffentlichen Dienst um 2,8 Prozent. Diese Anpassung betrifft auch Pflege- und Betreuungseinrichtungen. Zudem werden ab 2026 neue Regelungen eingeführt, um die Wertschätzung für Hebammen zu steigern. Eine einheitliche Jahressonderzahlung bei kommunalen Arbeitgebern wird eingeführt, während im Rettungsdienst die zulässige Wochenarbeitszeit auf 46 Stunden sinkt. Auch der Mindestlohn in der Altenpflege steigt auf bis zu 21,03 Euro pro Stunde.
Deutscher Pflegerat präsentiert neue Kompetenzprofile für Pflegeberufe
Der Deutsche Pflegerat stellt neue Kompetenzprofile vor, um Zuständigkeiten in Pflegeberufen zu klären und politische Maßnahmen zu unterstützen.
Der Deutsche Pflegerat stellt neue Kompetenzprofile vor, um Zuständigkeiten in Pflegeberufen zu klären und politische Maßnahmen zu unterstützen.
Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat neue standardisierte Kompetenzprofile für Pflegeberufe veröffentlicht. Wie auf "www.bibliomed-pflege.de" zu lesen ist, setzt BAPID III, das Projekt "Bildungsarchitektur der Pflegeberufe in Deutschland", auf klarere Zuständigkeiten entlang der Qualifikationsstufen. DPR-Präsidentin Christine Vogler unterstreicht die Notwendigkeit klarer Verantwortung in der Pflegepraxis. Die Kompetenzprofile dienen laut DPR als Basis für politische Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Pflegeberufe in Deutschland.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
23.02.2026
Pflegenetzwerk Oberberg: Zukunftsforum zu internationaler Pflege am 25. März
Pflegenetzwerk Oberberg lädt am 25. März 2026 in Gummersbach zum Forum ein, um über die Einbindung internationaler Pflegekräfte zu diskutieren. Anmeldung bis 17. März.
Pflegenetzwerk Oberberg lädt am 25. März 2026 in Gummersbach zum Forum ein, um über die Einbindung internationaler Pflegekräfte zu diskutieren. Anmeldung bis 17. März.
Das Pflegenetzwerk Oberberg e.V. initiiert erneut den Austausch zu Zukunftsfragen der Pflege und setzt auf internationale Fachkräfte. Am 25. März 2026 findet im Innovation Hub Gummersbach eine Veranstaltung statt, bei der Vertreter aus Pflege, Wissenschaft und Politik Lösungen für die nachhaltige Einbindung internationaler Pflegekräfte diskutieren. Landrat Klaus Grootens eröffnet das Event, während Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt von der Universität zu Köln einen Impulsvortrag hält. Interessierte können sich bis zum 17. März 2026 anmelden. Weitere Informationen sind auf www.pneto.de erhältlich.
Auffrischungsimpfung gegen Keuchhusten: Schutz für Senioren empfohlen
Senioren aufgepasst: Experten empfehlen die Auffrischungsimpfung gegen Keuchhusten, um Ansteckungsrisiken und untypische Symptome zu minimieren.
Senioren aufgepasst: Experten empfehlen die Auffrischungsimpfung gegen Keuchhusten, um Ansteckungsrisiken und untypische Symptome zu minimieren.
Bei der Behandlung von Keuchhusten bei Erwachsenen treten häufig untypische Symptome auf, was das Management der Infektion erschwert. Diese hohe Ansteckungsgefahr erfordert besondere Maßnahmen im Infektionsmanagement. Laut der Ärzte Zeitung ist eine späte Gabe von Antibiotika bei Pertussis wenig sinnvoll. Wichtig ist, dass exponierte Erwachsene, insbesondere beispielsweise Großeltern, eine Auffrischung ihrer Pertussis-Impfung erhalten, um das Risiko einer Ansteckung und Weiterverbreitung zu minimieren. Die Beratung bei der Hotline „Impf-Fragen aus der Praxis“ liefert evidenzbasierte Antworten, die insbesondere Fachkräften aus der Pflege und Angehörigen von Pflegebedürftigen zugutekommen könnten.
Alarmierende Resistenz von Trichophyton tonsurans: RKI reagiert mit neuer Datenbank zur Überwachung und Bekämpfung der Ausbreitung resistenter Pilzinfektionen.
Alarmierende Resistenz von Trichophyton tonsurans: RKI reagiert mit neuer Datenbank zur Überwachung und Bekämpfung der Ausbreitung resistenter Pilzinfektionen.
In den letzten Jahren hat sich Trichophyton tonsurans, ein Hautpilz, der insbesondere nach Besuchen in Barbershops gehäuft auftritt, alarmierend verbreitet. Die Infektionszahlen steigen signifikant an, was Gesundheitsbehörden in erhöhter Alarmbereitschaft hält. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die Resistenzlage dar, die nicht nur bei bakteriellen Infektionen, sondern zunehmend auch bei Pilzinfektionen zu beobachten ist. Das Robert Koch-Institut hat eine Datenbank entwickelt, die aktuelle Daten zur Resistenz von Pilzinfektionen bereitstellt. Diese kann von Fachleuten der Gesundheitsbranche genutzt werden, um das Resistenzgeschehen besser zu verstehen und geeignete Maßnahmen zu planen. Diese Entwicklungen rücken die Bedeutung einer engmaschigen Überwachung und rechtzeitigen Gegenmaßnahmen in den Fokus, um eine weitere Ausbreitung resistenter Pilzstämme zu verhindern. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Experten empfehlen Pertussis-Impfauffrischung für Erwachsene mit Kontakt zu Neugeborenen.
Experten raten Erwachsenen mit Kontakt zu Neugeborenen zu einer Pertussis-Impfauffrischung, um Säuglinge wirksam vor der gefährlichen Infektion zu schützen.
Experten raten Erwachsenen mit Kontakt zu Neugeborenen zu einer Pertussis-Impfauffrischung, um Säuglinge wirksam vor der gefährlichen Infektion zu schützen.
Bei der „Hotline Impfen“ beantworteten Experten evidenzbasiert die Frage, ob eine Auffrischung der Pertussis-Impfung für Erwachsene, die exponiert sind, sinnvoll ist. Bei Pertussis, auch bekannt als Keuchhusten, handelt es sich um eine hochansteckende bakterielle Infektion der Atemwege, die besonders für Säuglinge gefährlich ist. Laut der Ärzte Zeitung wird empfohlen, dass auch Erwachsene, die regelmäßig Kontakt zu Neugeborenen haben, ihre Immunisierung auffrischen lassen sollten, um den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten.
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