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Pflegepolitik und Recht
23.02.2026
Pflegeversicherung reicht oft nicht aus: Anstieg der Hilfe-zur-Pflege-Quote
Trotz Reformen der Pflegeversicherung steigt die Hilfe-zur-Pflege-Quote, da Leistungen oft nicht ausreichen – inflationsbedingt verlor das Pflegegeld 15 Prozent seines Werts.
Trotz Reformen der Pflegeversicherung steigt die Hilfe-zur-Pflege-Quote, da Leistungen oft nicht ausreichen – inflationsbedingt verlor das Pflegegeld 15 Prozent seines Werts.
Die Bundesregierung erklärt, dass die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs im Jahr 2017 die Leistungen der Pflegeversicherung deutlich erhöht habe, insbesondere in der häuslichen Pflege. Trotz dieser Maßnahmen zeigt sich jedoch eine besorgniserregende Entwicklung: Die sogenannte Hilfe-zur-Pflege-Quote ist angestiegen. Dem Verband der Ersatzkassen zufolge reicht die Pflegeversicherung häufig nicht aus, um den tatsächlichen Bedarf zu decken. Zudem hat das inflationsbereinigte Pflegegeld etwa 15 Prozent seines Werts gegenüber 2017 verloren. (Quelle: www.eu-schwerbehinderung.eu)
Deutscher Pflegerat präsentiert neue Kompetenzprofile für Pflegeberufe
Der Deutsche Pflegerat stellt neue Kompetenzprofile vor, um Pflegeberufe klarer zu definieren und politische Entscheidungsgrundlagen zu schaffen.
Der Deutsche Pflegerat stellt neue Kompetenzprofile vor, um Pflegeberufe klarer zu definieren und politische Entscheidungsgrundlagen zu schaffen.
Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat kürzlich die neuen Kompetenzprofile der Bildungsarchitektur der Pflege in Deutschland (BAPID III) vorgestellt. Diese standardisierten Profile erweitern die bestehenden Berufsbilder aus BAPID II und präzisieren die Verantwortlichkeiten verschiedener Pflegekräfte, berichtet www.eu-schwerbehinderung.eu. Ziel von BAPID III ist, für Klarheit zu sorgen und eine fundierte Grundlage für politische Entscheidungen sowie die Weiterentwicklung pflegerischer Rollen zu bieten. Die neuen Profile sollen die Pflegeberufe entlang der Qualifikationsstufen ordnen und sind anschlussfähig für Praxis, Bildung und Politik.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
21.02.2026
Pflegenotstand: Innovative Konzepte für Altersvorsorge gefragt
Innovative Konzepte wie Quartiersprojekte und Zeitkonten sollen den Pflegenotstand lindern und bieten zukunftsweisende Ansätze für die Altersvorsorge.
Innovative Konzepte wie Quartiersprojekte und Zeitkonten sollen den Pflegenotstand lindern und bieten zukunftsweisende Ansätze für die Altersvorsorge.
Laut einem Bericht von Miriam Stolzenwald auf SWR.de steht die Rentenkasse unter Druck, während der Pflegenotstand anhält. Angesichts düsterer Prognosen für das Altern sind innovative Pflege- und Wohnkonzepte gefragt. Solche Modelle umfassen Quartiersprojekte, die das Altern im vertrauten Umfeld ermöglichen, und Zeitkonten für ehrenamtliche Arbeit zur Altersvorsorge. Diese Initiativen geben den Menschen die Möglichkeit, ihre Altersvorsorge aktiv zu gestalten. Fraglich bleibt jedoch, ob solche Konzepte für alle praktikable Alternativen darstellen.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
21.02.2026
Gehaltserhöhungen dürfen nicht zur Vertragsverdrängung genutzt werden
Das Bundesarbeitsgericht untersagt Gehaltserhöhungen als Druckmittel zur Vertragsänderung, um bestehende Vertragsmodelle nicht zu verdrängen.
Das Bundesarbeitsgericht untersagt Gehaltserhöhungen als Druckmittel zur Vertragsänderung, um bestehende Vertragsmodelle nicht zu verdrängen.
Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass allgemeine Gehaltserhöhungen nicht als faktisches Druckmittel zur Verdrängung bestehender Vertragsmodelle eingesetzt werden dürfen. Ein Unternehmen bot seinen Mitarbeitern neue Arbeitsverträge inklusive Gehaltserhöhung an. Mitarbeiter, die nicht unterschrieben, gingen leer aus, während diejenigen, die am alten Vertrag festhielten, von einer Lohnerhöhung ausgeschlossen wurden. Dabei stellt sich die Frage, ob dies rechtlich zulässig ist. Die FAZ berichtete, dass nicht alle Beschäftigten bereit seien, bestehende Verträge zu ändern, weshalb das Gericht solchen Praktiken einen Riegel vorschob. Dies zeigt, dass hinter einer scheinbar großzügigen Lohnerhöhung manchmal eine Strategie zur Veränderung der Vertragsbedingungen steckt.
Berlin sichert soziale und pflegerische Förderung für fünf Jahre ab
Berlin sichert für weitere fünf Jahre die soziale und pflegerische Förderung durch neuen Vertrag mit Wohlfahrtsverbänden.
Berlin sichert für weitere fünf Jahre die soziale und pflegerische Förderung durch neuen Vertrag mit Wohlfahrtsverbänden.
Die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung hat kürzlich den Dritten Rahmenfördervertrag mit den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege in Berlin unterzeichnet. Dieser Vertrag gewährleistet die staatliche Förderung für soziale, gesundheitliche und pflegerische Angebote in ganz Berlin für weitere fünf Jahre. Der Vertrag, geschlossen im Dezember 2020, zielt darauf ab, die Infrastruktur im Gesundheits-, Pflege- und Sozialwesen zu sichern. (Quelle: www.berlin.de).
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
21.02.2026
Deeskalationsstrategien in der Pflege: Schulungen gegen Gewalt
Deeskalation in der Pflege: Schulungen der Klinik Lüneburg vermitteln Strategien gegen Gewalt durch Überforderung und Zeitdruck für mehr Sicherheit im Alltag.
Deeskalation in der Pflege: Schulungen der Klinik Lüneburg vermitteln Strategien gegen Gewalt durch Überforderung und Zeitdruck für mehr Sicherheit im Alltag.
In der Pflegebranche wird regelmäßig mit Gewalt konfrontiert, oft bedingt durch Überforderung und Zeitdruck. Laut Experten der Psychiatrischen Klinik Lüneburg ist eine entspannte Körperhaltung und klare Kommunikation entscheidend, um Eskalationen zu vermeiden. Die Klinik schult ihre Mitarbeiter in Deeskalationsstrategien, um in Krisensituationen sicherer zu agieren (Quelle: www.welt.de). Laut Kriminalstatistik sind zahlenmäßig belastbare Daten erst seit kurzem verfügbar, jedoch zeigt sich keine klare Täter-Opfer-Rollenverteilung (Philipp Schulze/dpa).
Heftiger Streit um Pflegebudget vor Bundestagsentscheidung über KHAG
Vor der KHAG-Abstimmung im Bundestag entbrennt ein Streit um das Pflegebudget. Kritik und Unterstützung kommen von Krankenkassen, Krankenhäusern und Gewerkschaften.
Vor der KHAG-Abstimmung im Bundestag entbrennt ein Streit um das Pflegebudget. Kritik und Unterstützung kommen von Krankenkassen, Krankenhäusern und Gewerkschaften.
Kurz vor der Bundestagsentscheidung über das Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) verschärft sich der Streit um das Pflegebudget, berichtet Bibliomed Pflege. Die Regierungskoalition hat 46 Änderungsanträge vorgelegt, die unter anderem die Abgrenzung pflegefremder Tätigkeiten vom Pflegebudget beinhalten. Während Krankenkassen und Krankenhäuser die geplanten Änderungen kritisieren, unterstützen die Gewerkschaft Verdi und die Pflegekammer Rheinland-Pfalz diese Punkte. Verdi betont die Wichtigkeit klarer Personalvorgaben zur Sicherstellung der Versorgungsqualität und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen.
Grüne kritisieren Union und SPD: Dringende Reformen im Sozialsystem nötig
Die Grünen kritisieren Union und SPD für fehlende Reformen im Sozialsystem und fordern dringliche Änderungen, um die soziale Sicherung und den Gesundheitssektor zu stärken.
Die Grünen kritisieren Union und SPD für fehlende Reformen im Sozialsystem und fordern dringliche Änderungen, um die soziale Sicherung und den Gesundheitssektor zu stärken.
Die Grünen-Bundestagsfraktion kritisiert Union und SPD für ihr Versäumnis, die Sozialsysteme zu modernisieren. In einem gemeinsamen Papier beschreiben die Fraktionsvorsitzenden Katharina Dröge und Britta Haßelmann, wie aus dem „Herbst der Reformen“ ein „Winter der Enttäuschung“ wurde. Besonders bemängeln die Grünen den Mangel an Fortschritt in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Rente, betonen aber, dass die Tür zur Zusammenarbeit mit anderen demokratischen Fraktionen offenstehe. Sie sehen dringlichen Reformbedarf bei der nachhaltigen Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme, insbesondere in der gesetzlichen Krankenversicherung, wo steigende Ausgaben und Beiträge nicht mit einer verbesserten Qualität der Gesundheitsversorgung einhergehen. Das Medikamentenpreissystem muss ebenfalls reformiert werden, um effektivere Kostenkontrollen zu ermöglichen. Die Grünen fordern zudem, dass versicherungsfremde Leistungen nicht mehr durch die Beitragssätze der Beschäftigten finanziert werden sollten. Diese Forderungen sind laut eines Berichts der „Ärzte Zeitung“ dringend, um den sozialen Frieden zu wahren.
Charité-Studie: Online-Umfrage zur Digitalisierung in der Pflege
Charité befragt Pflegende zur Digitalisierung, um Einsatzpotenzial digitaler Lösungen in der Gesundheitsversorgung aus Praxissicht zu ermitteln.
Charité befragt Pflegende zur Digitalisierung, um Einsatzpotenzial digitaler Lösungen in der Gesundheitsversorgung aus Praxissicht zu ermitteln.
Die Forschungsgruppe der Charité – Universitätsmedizin Berlin befragt derzeit Pflege- und Gesundheitsfachkräfte in einer bundesweiten Online-Studie zur Nutzung digitaler Technologien in der Gesundheitsversorgung. Ziel ist es, das Einsatzpotenzial solcher Technologien aus Sicht der Berufsgruppen zu erfassen. Die Umfrage ist Teil des Projekts "Cluster Zukunft der Pflege", gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Die Teilnahme erfolgt anonym und soll helfen, digitale Gesundheitslösungen besser an praktische Anforderungen anzupassen, wie auf www.altenpflege-online.net berichtet wird.
„Thüringenplan 2026“: Landesregierung stärkt Pflege im Freistaat
„Thüringenplan 2026“: Landesregierung stärkt Pflege im Freistaat mit Ausbau von Pflegestützpunkten, Förderung von Kurzzeitpflege und mehr Unterstützungsangeboten.
„Thüringenplan 2026“: Landesregierung stärkt Pflege im Freistaat mit Ausbau von Pflegestützpunkten, Förderung von Kurzzeitpflege und mehr Unterstützungsangeboten.
Die Thüringer Landesregierung hat den „Thüringenplan 2026“ beschlossen, der eine umfassende Strategie zur Stärkung der Pflege im Freistaat beinhaltet, berichtet gotha-aktuell.info. Die Maßnahmen umfassen den Ausbau kommunaler Pflegestützpunkte, die Förderung von Kurzzeitpflegeplätzen und die Ausweitung der Initiative AGATHE. Gesundheitsministerin Schenk betont, dass eine zukunftssichere Pflegegestaltung zu den dringlichsten sozialen Aufgaben gehört. Sie fordert flächendeckende Beratungsangebote und Entlastung für pflegende Angehörige. Ziel ist, Pflege bezahlbar zu gestalten und gleichzeitig Lebensqualität zu sichern.
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