NRW-Minister Laumann fordert mehr Zielgenauigkeit von der Pflegeversicherung und betont zusätzliche Hilfe für Angehörige angesichts hoher Pflegekosten.
NRW-Minister Laumann fordert mehr Zielgenauigkeit von der Pflegeversicherung und betont zusätzliche Hilfe für Angehörige angesichts hoher Pflegekosten.
NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann appelliert angesichts steigender Pflegekosten in Nordrhein-Westfalen an die Pflegeversicherung, mehr Zielgenauigkeit bei der Unterstützung zu zeigen. Laut einem Bericht auf www.waz.de fordert Laumann zudem zusätzliche Hilfen für pflegende Angehörige, um die finanziellen Belastungen zu mildern. Trotz der hohen Kosten von bis zu 4000 Euro pro Monat für ein Pflegeheim in NRW könne der Minister jedoch keine Hoffnung auf sinkende Eigenanteile machen, sondern betont andere Prioritäten als wichtiger.
Steigende Pflegekosten belasten Familien und Kommunen in Mitteldeutschland
Steigende Pflegekosten in Mitteldeutschland belasten Familien und Kommunen erheblich, trotz Reformforderungen von Experten.
Steigende Pflegekosten in Mitteldeutschland belasten Familien und Kommunen erheblich, trotz Reformforderungen von Experten.
In Mitteldeutschland belastet die steigende Pflegekosten weiterhin Familien und Kommunen erheblich, berichtet mdr.de. Insbesondere der Fall von Simone Liebchen-Martsch, die nach einem Herzstillstand schwerstpflegebedürftig ist, verdeutlicht die Situation: Die monatlichen Kosten von mehr als 7.000 Euro für ihren Pflegeplatz übersteigen den finanziellen Rahmen ihrer Familie. Daher sind sie auf Sozialleistungen angewiesen. Die Professoren Heinz Rothgang und Ariane Berger fordern dringend Reformen im Pflegefinanzierungssystem, um die Situation zu entschärfen.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
07.02.2026
Pflegeausbildung 2024: Altenpflege kaum nachgefragt, Bedarf kritisch
Altenpflege in der Krise: Nur 35,6 % der Azubis wählen 2024 diese Spezialisierung, während der Fachkräftebedarf steigt und die Ausbildungspolitik Kritik erfährt.
Altenpflege in der Krise: Nur 35,6 % der Azubis wählen 2024 diese Spezialisierung, während der Fachkräftebedarf steigt und die Ausbildungspolitik Kritik erfährt.
Laut einem Bericht, der dem Deutschen Ärzteblatt vorliegt, wählten 2024 rund 53 Prozent der Auszubildenden in der generalistischen Pflegeausbildung die Vertiefung "Allgemeine Akutpflege". Demgegenüber entschieden sich nur 35,6 Prozent für "Altenpflege". Insgesamt schlossen 99 Prozent mit dem allgemeinen Abschluss ab, während spezialisierte Abschlüsse kaum nachgefragt werden. Der Bericht kritisiert die Ausbildungspolitik und fordert Diskussionen über die Beibehaltung der spezialisierten Abschlüsse, da insbesondere in der Altenpflege ein gezielter Fachkräftebedarf bestehe.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
07.02.2026
Zahl der Altenpflege-Azubis auf Rekordtief: Zukunft ungewiss
Altenpflege in der Krise: Nur 83 Azubis 2024, Experten fordern Stärkung des spezialisierten Berufsabschlusses – Zukunft der Ausbildung ungewiss.
Altenpflege in der Krise: Nur 83 Azubis 2024, Experten fordern Stärkung des spezialisierten Berufsabschlusses – Zukunft der Ausbildung ungewiss.
Ein aktueller Bericht der Bundesregierung zeigt, dass der spezialisierte Berufsabschluss in der Altenpflege zunehmend an Bedeutung verliert. Nur 83 Auszubildende entschieden sich 2024 für diesen Weg, was nur 0,2 Prozent der Pflegeabsolventen entspricht. Der Bericht, der von www.haeusliche-pflege.net zitiert wird, deutet darauf hin, dass die Altenpflegeausbildung bald gesetzlich auslaufen könnte, da die erforderlichen Bewerberzahlen nicht erreicht werden. Auch wenn die allgemeine Pflegeausbildung dominiert, rufen Experten dazu auf, die eigenständige Altenpflegeausbildung wieder stärker in den Fokus zu rücken.
Baden-Württemberg: Neues Gesetz entlastet ABWGs, VdK warnt vor Lücken
Neues Gesetz entlastet ABWGs in Baden-Württemberg, doch VdK warnt vor Schutzlücken. Ombudsstelle soll als Ausgleich dienen.
Neues Gesetz entlastet ABWGs in Baden-Württemberg, doch VdK warnt vor Schutzlücken. Ombudsstelle soll als Ausgleich dienen.
Der baden-württembergische Landtag hat am 4. Februar 2026 das Teilhabe- und Pflegequalitätsgesetz (TPQG) verabschiedet, das ambulant betreute Wohngemeinschaften (ABWGs) weitgehend aus dem Heimrecht herausnimmt. Während der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) dies als Entlastung begrüßt, warnt der Sozialverband VdK vor möglichen Schutzlücken durch die entfallende Zuständigkeit der Heimaufsicht. Nach Protesten wurden jedoch Nachbesserungen implementiert, wie die Einrichtung einer Ombudsstelle, berichtet die Webseite 'www.haeusliche-pflege.net'.
Kostenlose Erstkopie von Behandlungsunterlagen: Neues BGB-Gesetz in Kraft
Patienten haben ab sofort Anspruch auf eine kostenlose Erstkopie ihrer Behandlungsunterlagen, da ein neues BGB-Gesetz in Kraft getreten ist.
Patienten haben ab sofort Anspruch auf eine kostenlose Erstkopie ihrer Behandlungsunterlagen, da ein neues BGB-Gesetz in Kraft getreten ist.
Am 05. Februar wurde das „Gesetz zur Änderung des Verbrauchervertrags- und des Versicherungsvertragsrechts sowie zur Änderung des Behandlungsvertragsrechts“ im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und ist nun in Kraft. Dieses Gesetz beinhaltet die Neufassung des Paragrafen 360g des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB), welcher den Anspruch von Patientinnen und Patienten auf eine kostenlose Erstkopie ihrer Behandlungsunterlagen regelt. Diese Neuregelung, berichtet die Ärzte Zeitung, klärt den Konflikt zwischen bisher anderslautenden Passagen in den Berufsordnungen der Landesärztekammern, welche Kopien „gegen Erstattung der Kosten“ vorsahen, und den Anforderungen der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) von 2018. Der Europäische Gerichtshof hatte bereits 2023 entschieden, dass die erste Kopie der personenbezogenen Daten kostenfrei sein muss. Dies betrifft insbesondere Arztpraxen und Kliniken, die nun verpflichtet sind, die Unterlagen bei einem Praxiswechsel kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Bayern reformiert Aufsicht für Pflegeheime: Effizienz im Fokus
Bayern reformiert die Pflegeheimaufsicht: Klare Zuständigkeiten und weniger Bürokratie sollen Effizienz und Qualitätssicherung verbessern.
Bayern reformiert die Pflegeheimaufsicht: Klare Zuständigkeiten und weniger Bürokratie sollen Effizienz und Qualitätssicherung verbessern.
Bayern wird die Aufsicht über Pflegeheime reformieren, wie Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach ankündigte. Die Neustrukturierung soll Klarheit bei den Zuständigkeiten schaffen und Bürokratie abbauen, ohne die Wirksamkeit der Kontrollen zu beeinträchtigen. Der Medizinische Dienst übernimmt künftig die jährlichen Prüfungen, während die Fachstellen maßgeblich für anlassbezogene Prüfungen und Beratungen zuständig bleiben. Gerlach unterstrich, die Reform solle Effizienz und Qualitätssicherung in den Vordergrund stellen. Umsetzung erfolgt im Schulterschluss mit relevanten Akteuren. (Quelle: www.stmgp.bayern.de)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
06.02.2026
Studie: Fachkräftemangel in Pflege und Energiewende bedroht Fortschritt
Die Studie „Fachkräfte gesucht“ zeigt, wie Fachkräftemangel die Energiewende und Pflege herausfordert und fordert bessere Arbeitsbedingungen für Fortschritt.
Die Studie „Fachkräfte gesucht“ zeigt, wie Fachkräftemangel die Energiewende und Pflege herausfordert und fordert bessere Arbeitsbedingungen für Fortschritt.
Die neue Studie „Fachkräfte gesucht“ von Michaela Evans-Borchers, veröffentlicht von der Heinrich-Böll-Stiftung, thematisiert die Herausforderungen des Fachkräftemangels in der Energiewende und der sozialen Daseinsvorsorge. Die Analyse verbindet die Bereiche Energiewende, Bildung und Pflege und identifiziert Potenziale zur Fachkräftesicherung durch verbesserte Arbeitsbedingungen. Ein zentrales Anliegen ist es, mehr Menschen in Vollzeitarbeit zu bringen und die Infrastrukturen für Betreuung zu stärken. Die Studie hebt die Bedeutung regionaler Lösungsansätze zur Fachkräftesicherung hervor (idw-online.de).
Vertrauenskrise in NRW-Pflege: Mehrheit sieht Versorgung skeptisch
Vertrauenskrise in der NRW-Pflege: 59 % sehen die Versorgung skeptisch. Hohe Kosten und Personalmangel drängen auf Reformen, warnt die DAK.
Vertrauenskrise in der NRW-Pflege: 59 % sehen die Versorgung skeptisch. Hohe Kosten und Personalmangel drängen auf Reformen, warnt die DAK.
Laut einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der DAK-Gesundheit gibt es in Nordrhein-Westfalen einen erheblichen Vertrauensverlust in die Pflegeversorgung. 59 Prozent der Befragten empfinden die Pflegesituation als schlecht, und 46 Prozent erwarten eine Verschlechterung in den nächsten zehn Jahren. Die hohen Pflegekosten und der Personalmangel werden als Hauptprobleme gesehen. Klaus Overdiek von der DAK-Gesundheit betont die Dringlichkeit einer Pflegereform, die eine bezahlbare Absicherung gewährleisten muss. (medecon.ruhr)
Pflegende Angehörige: Gericht stärkt Recht auf höhere Rente rückwirkend
Gericht stärkt pflegende Angehörige: Rückwirkend höhere Rente möglich durch unzureichende Beratung, entscheidet das Sozialgericht Hannover.
Gericht stärkt pflegende Angehörige: Rückwirkend höhere Rente möglich durch unzureichende Beratung, entscheidet das Sozialgericht Hannover.
Das Sozialgericht Hannover hat entschieden, dass die Rentenversicherungspflicht pflegende Angehörige aktiv über die Möglichkeit einer Teilrente informieren muss. Unterbleibt dieser Hinweis, können Altersrenten rückwirkend zugunsten der Versicherten neu berechnet werden. Dies führt zu einer höheren gesetzlichen Rente durch zusätzliche Pflichtbeiträge aus der Pflege, so berichtet rentenbescheid24.de. Die Entscheidung bietet pflegenden Rentnern ein starkes rechtliches Instrument, ihre Rente dauerhaft zu steigern, wenn ihre Beratung unzureichend war.
Wir verwenden notwendige Cookies für den Betrieb dieser Website.
Zusätzlich nutzen wir Google reCAPTCHA zum Schutz vor Spam, das Daten an Google überträgt.
Sie können zustimmen oder nur notwendige Cookies erlauben.
Mehr erfahren.