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Medizin, Gesundheit und Prävention
02.02.2026
„Apotheker warnt: Hitze kann Wirkung von Medikamenten gefährden“
Hitze gefährdet Medikamentenwirkung: Klaus Schmelzer warnt vor Risiken bei Antibiotika und Pflastern bei steigenden Temperaturen.
Hitze gefährdet Medikamentenwirkung: Klaus Schmelzer warnt vor Risiken bei Antibiotika und Pflastern bei steigenden Temperaturen.
Klaus Schmelzer, Direktor der Apotheke am Universitätsklinikum Augsburg, warnte auf einer Konferenz für medizinische Sicherheit vor den Risiken steigender Temperaturen in Zusammenhang mit der Einnahme bestimmter Medikamente. Bei der Veranstaltung namens „Safety Camp“ erläuterte Schmelzer, dass einige Wirkstoffe, insbesondere in Antibiotika, Schmerzmitteln und Herzmedikamenten, die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen können. Dies kann bei Sonneneinstrahlung zu phototoxischen Reaktionen führen, die schwere Sonnenbrände verursachen. Ebenso können transdermale Pflaster bei Hitze den Wirkstoff ungleichmäßig freisetzen, was Risiken birgt. Eine korrekte Lagerung von Medikamenten bei hohen Temperaturen sei zudem essenziell, um deren Wirksamkeit zu erhalten, so Schmelzer laut aerztezeitung.de.
Neues Konzept mit qualifizierten Assistenzkräften verspricht mehr Pflegequalität und Mitarbeitendenzufriedenheit in stationären Einrichtungen.
Neues Konzept mit qualifizierten Assistenzkräften verspricht mehr Pflegequalität und Mitarbeitendenzufriedenheit in stationären Einrichtungen.
Der GKV-Spitzenverband hat das Modellprogramm zur Weiterentwicklung der Personalbemessung in der vollstationären Pflege abgeschlossen. Ziel des Programms war es, den Personaleinsatz besser an den tatsächlichen Versorgungsbedarfen der Pflegebedürftigen auszurichten und die Pflegequalität zu verbessern. In zehn vollstationären Pflegeeinrichtungen wurde ein neues Personalbemessungskonzept erprobt, das einen veränderten Personalmix vorsah, insbesondere den stärkeren Einsatz qualifizierter Assistenzkräfte. Die Auswertung zeigte positive Effekte auf die Versorgungs- und Lebensqualität sowie die Zufriedenheit der Mitarbeitenden. Die entwickelten Konzepte stehen nun allen Pflegeeinrichtungen zur Verfügung und sollen zur bedarfsgerechteren und zukunftsfähigen Gestaltung des Personaleinsatzes beitragen. Die AOK berichtet, dass das Programm eine bessere Qualität in der Pflege verspricht.
PKV-Verband fordert Prävention zur Entlastung der Pflegeversicherung
PKV-Verband drängt auf mehr Prävention zur Modernisierung der Pflegeversicherung und betont deren Rolle bei Kostensenkung und Lebensqualitätssteigerung.
PKV-Verband drängt auf mehr Prävention zur Modernisierung der Pflegeversicherung und betont deren Rolle bei Kostensenkung und Lebensqualitätssteigerung.
Der PKV-Verband fordert eine deutlich stärkere Nutzung der Prävention und Gesundheitsförderung, um die soziale Pflegeversicherung zu modernisieren und zu entlasten. In einem kürzlich vorgestellten „Sofortprogramm“ betont der Verband die Notwendigkeit dieser Maßnahmen. Laut der Ärzte Zeitung könnten durch Prophylaxe und bessere Beratungsangebote nicht nur die Kosten gesenkt, sondern auch die Lebensqualität und die Gesundheit der Betroffenen nachhaltig verbessert werden. Die Diskussion um die Neugestaltung der Pflegeversicherung bleibt somit ein zentrales Thema für alle Akteure im Gesundheitssektor.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
02.02.2026
GKV beendet Modellprogramm: Bessere Personalplanung in Pflegeheimen
GKV-Modellprogramm zur Personalbemessung in Pflegeheimen endet erfolgreich: Verbesserte Pflegequalität und Mitarbeiterzufriedenheit durch optimierten Personalmix.
GKV-Modellprogramm zur Personalbemessung in Pflegeheimen endet erfolgreich: Verbesserte Pflegequalität und Mitarbeiterzufriedenheit durch optimierten Personalmix.
Der GKV-Spitzenverband hat ein Modellprogramm zur Personalbemessung in der vollstationären Pflege abgeschlossen. Ziel war es, den Personaleinsatz besser an die Versorgungsbedarfe der Pflegebedürftigen anzupassen und die Pflegequalität zu verbessern. In zehn Einrichtungen wurde das Konzept mit einem veränderten Personalmix, insbesondere durch den stärkeren Einsatz qualifizierter Assistenzkräfte, erprobt. Die Ergebnisse zeigen positive Effekte auf die Versorgungs- und Lebensqualität der Bewohner sowie auf die Mitarbeiterzufriedenheit. Die entwickelten Konzepte und Arbeitshilfen stehen nun Pflegeeinrichtungen zur Verfügung. Materialien zur Einführung sind auf der Webseite des GKV-Spitzenverbands verfügbar. Ziel ist eine zukunftsfähigere Personalausstattung in der Pflege. (Quelle: aok.de)
Kliniken im Visier: Experten warnen vor Angriffen auf kritische Infrastruktur
Experten warnen: Kliniken als Teil kritischer Infrastruktur im Fokus von Angriffen, Vorbereitung auf Notfälle entscheidend.
Experten warnen: Kliniken als Teil kritischer Infrastruktur im Fokus von Angriffen, Vorbereitung auf Notfälle entscheidend.
Der Sicherheitsexperte Carlo Masala warnt, dass die Kliniken als Teil der kritischen Infrastruktur zunehmend ins Visier von Angriffen geraten könnten. Auf dem Safety Camp in Augsburg hob Masala hervor, dass sich Kliniken nicht nur auf ausreichend Betten und Personal konzentrieren sollten. Vielmehr sei es unerlässlich, sich auf kriegerische Auseinandersetzungen vorzubereiten. Masala betonte, dass die von den USA veränderte Sichtweise auf Russland und dessen imperiale Bestrebungen Europa vor neue sicherheitspolitische Herausforderungen stelle. Auch der Rückzug der USA aus der europäischen Sicherheitsverantwortung könnte die Situation verschärfen. Das Gesundheitswesen in Europa müsse daher seine Rolle als kritische Infrastruktur anerkennen und sich entsprechend vorbereitet zeigen. Dabei sei es wichtig, dass nicht nur die medizinische Versorgung, sondern auch gesellschaftliche Notfallkompetenz gestärkt werde, um auf mögliche Angriffszenarien reagieren zu können. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
02.02.2026
Forderung nach mehr Forschung: Zweifel an Nutzen der Kinästhetik
Experten zweifeln am Nutzen der Kinästhetik und fordern dringend mehr Forschung, um die Wirksamkeit pflegerischer Konzepte zu belegen.
Experten zweifeln am Nutzen der Kinästhetik und fordern dringend mehr Forschung, um die Wirksamkeit pflegerischer Konzepte zu belegen.
Ein multidisziplinäres Team hat im Auftrag des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) eine systematische Übersicht zur Wirksamkeit der Kinästhetik erstellt. Obwohl Teilnehmer der Studie die positiven Effekte der Kinästhetik bestätigten, fehlen beweiskräftige Studien zu ihrem Nutzen. Die Pflegeexpertin Christel Bienstein sieht dies allerdings nicht nur bei der Kinästhetik, sondern bei den meisten pflegerischen Konzepten als Problem und fordert mehr wissenschaftliche Fundierung in der Pflege. (Quelle: www.bibliomed-pflege.de)
PKV-Verband: Fünf Präventionsmaßnahmen zur Pflegeentlastung vorgestellt
Der PKV-Verband präsentiert fünf Präventionsmaßnahmen zur Verzögerung von Pflegebedürftigkeit und Entlastung der Pflegeversicherung.
Der PKV-Verband präsentiert fünf Präventionsmaßnahmen zur Verzögerung von Pflegebedürftigkeit und Entlastung der Pflegeversicherung.
Der PKV-Verband hat fünf Maßnahmen für schnell umsetzbare Prävention in der Pflege vorgestellt. Diese sollen helfen, Pflegebedürftigkeit zu verzögern und die Pflegeversicherung zu entlasten, so Dr. Timm Genett vom PKV-Verband. Dazu gehört die Ausrichtung von Pflegegrad 1 auf Gesundheitsförderung und Prävention sowie eine zügige Pflegeberatung nach Begutachtung. Weitere Maßnahmen umfassen verbindliche Beratungsstandards, die Integration von Prävention in Qualitätsprüfungen und digitale Schulungsangebote. Die Vorschläge basieren auf Expertise von Medicproof, compass und der Careproof GmbH (Quelle: www.pkv.de).
Brandenburgs Gesundheitsministerin Müller setzt auf Gesundheitsregionen als Lösung für Fachkräftemangel und steigende Anforderungen im Gesundheitswesen.
Brandenburgs Gesundheitsministerin Müller setzt auf Gesundheitsregionen als Lösung für Fachkräftemangel und steigende Anforderungen im Gesundheitswesen.
Brandenburgs Gesundheitsministerin Britta Müller plädiert in einem Gastbeitrag für das Modell der Gesundheitsregionen als zukunftsweisende Antwort auf Herausforderungen wie Fachkräftemangel und steigende Qualitätsanforderungen im Gesundheitswesen. Die Krankenhausreform zwingt dazu, Versorgungsstrukturen neu zu denken. Nach Müllers Ansicht ist nicht mehr der Erhalt jedes einzelnen Krankenhausstandorts entscheidend, sondern die zuverlässige Sicherung der Versorgung für die gesamte Region. In der Gesundheitsregion Lausitz, etwa in den Städten Guben und Forst, konnte durch Kooperation statt Konkurrenz neue Perspektiven geschaffen werden. Diese Regionalisierung und sektorübergreifende Ansätze könnten sicherstellen, dass Grund- und Notfallversorgung wohnortnah bleiben, während spezialisierte Leistungen zentral gebündelt werden. Jede Region müsse gut versorgt sein, wobei nicht jeder Standort alle Dienste anbieten muss, so Müller in der Ärzte Zeitung.
Hohe Akzeptanz: Senioren stehen Digitalisierung im Gesundheitswesen offen gegenüber.
Senioren befürworten Digitalisierung im Gesundheitswesen: 92 % der über 65-Jährigen stehen digitalen Tools offen gegenüber, besonders beliebt sind Online-Buchungstools.
Senioren befürworten Digitalisierung im Gesundheitswesen: 92 % der über 65-Jährigen stehen digitalen Tools offen gegenüber, besonders beliebt sind Online-Buchungstools.
Laut einer repräsentativen Befragung des Digitalverbands Bitkom zeigt sich, dass 92 Prozent der Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren der Digitalisierung im Gesundheitswesen positiv gegenüberstehen. Besonders die älteren Jahrgänge über 80 Jahre sind mit 95 Prozent Zustimmung überzeugt von den Möglichkeiten digitaler Tools wie E-Rezepten oder Online-Buchungstools. Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst betont, dass digitale Gesundheitsangebote entscheidend sind, um die Versorgung einer alternden Gesellschaft sicherzustellen. Die Akzeptanz zeigt sich auch in der wachsenden Nutzung digitaler Angebote: 50 Prozent der Deutschen ab 65 vereinbaren jetzt Arzttermine online, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 18 Prozent vor fünf Jahren. Auch Terminbenachrichtigungen per SMS oder E-Mail und die Kommunikation via E-Mail oder Messenger sind auf dem Vormarsch. Trotz bisher geringerer Nutzung telemedizinischer Angebote wie Videosprechstunden besteht ein erhebliches Potenzial, da 41 Prozent dieser Altersgruppe offen für deren zukünftige Nutzung sind (Quelle: aerztezeitung.de).
KI-Entlastung in der Pflege: Experten betonen unverzichtbare Fachkräfte
Trotz KI-Unterstützung in der Pflege bleiben menschliche Fachkräfte unverzichtbar, betonen Experten – bessere Arbeitsbedingungen sind entscheidend.
Trotz KI-Unterstützung in der Pflege bleiben menschliche Fachkräfte unverzichtbar, betonen Experten – bessere Arbeitsbedingungen sind entscheidend.
Die Pflege in Deutschland steht angesichts einer alternden Gesellschaft und des Mangels an Fachkräften vor erheblichen Herausforderungen. Experten wie Dr. Daniel Flemming von der Katholischen Stiftungshochschule München sehen Künstliche Intelligenz (KI) als möglichen Entlastungsfaktor, wie er auf radioeins erläutert. KI kann die Pflegedokumentation automatisieren und Risiken frühzeitig erkennen, dennoch bleiben menschliche Pflegekräfte unverzichtbar. Humanoide Roboter betrachtet Flemming als wenig praxisnah. Der Fokus sollte auf besseren Arbeitsbedingungen liegen, um den Pflegeberuf attraktiver zu machen.
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