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Medizin, Gesundheit und Prävention
17.12.2025
Mehr chronische Erkrankungen: 54 % der Deutschen betroffen
Die Zahl chronisch Kranker in Deutschland steigt: 54 % der Erwachsenen betroffen, vor allem Ältere. Experten sehen Lebensstilveränderungen als Ursache.
Die Zahl chronisch Kranker in Deutschland steigt: 54 % der Erwachsenen betroffen, vor allem Ältere. Experten sehen Lebensstilveränderungen als Ursache.
In Deutschland steigt die Zahl der Menschen mit chronischen Erkrankungen kontinuierlich an. Laut einer Analyse des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa), über die das Nachrichtenportal Table Media berichtet, leiden 54 Prozent der Erwachsenen an lang anhaltenden Gesundheitsproblemen, verglichen mit 38 Prozent im Jahr 2014. Daten des Robert-Koch-Instituts und des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung zeigen, dass besonders ältere Menschen betroffen sind: Bei den über 80-Jährigen liegt die Quote bei 73 Prozent. Bluthochdruck, Adipositas und Depressionen sind die häufigsten chronischen Erkrankungen. Interessanterweise sank die Diagnoseprävalenz der koronaren Herzkrankheit und der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) zwischen 2015 und 2023. Experten des vfa führen dies auf Lebensstilveränderungen und präventive Maßnahmen zurück. Automimmune Erkrankungen und chronische Infektionen wurden in der Untersuchung nicht berücksichtigt. (Quelle: DER SPIEGEL)
Berufskrankheit CFS: Unfallversicherung muss leisten, Urteil gefällt
Die Unfallversicherung muss bei CFS leisten, entschied das LSG Berlin-Brandenburg, nachdem eine Arbeitnehmerin sich am Arbeitsplatz infizierte und erkrankte.
Die Unfallversicherung muss bei CFS leisten, entschied das LSG Berlin-Brandenburg, nachdem eine Arbeitnehmerin sich am Arbeitsplatz infizierte und erkrankte.
Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg hat entschieden, dass die gesetzliche Unfallversicherung bei der Entwicklung chronischer Gesundheitsprobleme wie dem Chronic Fatigue Syndrome (CFS) nach einer Infektion am Arbeitsplatz zur Leistung verpflichtet ist. Diese Entscheidung fiel im Fall einer Arbeitnehmerin, die sich an ihrem Arbeitsplatz mit einem Virus infizierte, gefolgt von langfristigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Als Folge dieser Infektion wurde der Beschäftigten eine Erwerbsminderungsrente zugesprochen. Dieses Urteil unterstreicht, dass auch indirekte gesundheitliche Langzeitfolgen von Berufskrankheiten versichert sind. Es zeigt die Relevanz der Unfallversicherung im Hinblick auf CFS und ähnliche Erkrankungen, die durch Infektionen am Arbeitsplatz entstehen können. Diese Meldung stammt von aerztezeitung.de.
Bundesregierung legt Entwurf zur GKV-Reform vor: Einsparungen geplant
Die Bundesregierung präsentierte den GKV-Reform-Entwurf: Einsparungen von 1,8 Milliarden Euro geplant, Kliniken sollen 1,14 Prozent mehr erhalten.
Die Bundesregierung präsentierte den GKV-Reform-Entwurf: Einsparungen von 1,8 Milliarden Euro geplant, Kliniken sollen 1,14 Prozent mehr erhalten.
Der Weg zu einer Einigung über das GKV-Sparpaket ist geebnet: Die Bundesregierung hat einen Entwurf einer Protokollerklärung vorgelegt, der als Grundlage für die Beratungen im Vermittlungsausschuss dienen soll, berichtet die Ärzte Zeitung. Das Dokument sieht vor, die Meistbegünstigungsklausel im Jahr 2026 auszusetzen, was Einsparungen von 1,8 Milliarden Euro für die Gesetzliche Krankenversicherung bewirken soll. Zugleich sollen die Landesbasisfallwerte für Krankenhäuser um 1,14 Prozent angehoben werden, um die geplanten Auswirkungen des Sparpakets im Jahr 2027 zu mildern. Diese Anpassungen sollen im Rahmen des Gesetzes zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege erfolgen. Der endgültige Abschluss der Einigung muss jedoch noch durch den Bundesrat erfolgen, während die unmittelbare Wirkung auf Zusatzbeiträge unklar bleibt.
VdK-Präsidentin Bentele fordert kommunale Pflegeämter für besseren Pflegeservice und kritisiert den "Zukunftspakt Pflege" als unzureichend.
VdK-Präsidentin Bentele fordert kommunale Pflegeämter für besseren Pflegeservice und kritisiert den "Zukunftspakt Pflege" als unzureichend.
Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, hat auf der Pressekonferenz in Berlin einen radikalen Neuanfang in der Pflege gefordert. Angesichts der demographischen Entwicklung und der unzureichenden Abdeckung durch ambulante Pflegeangebote sollten Kommunen eine Vorreiterrolle übernehmen, möglicherweise durch die Einrichtung kommunaler Pflegeämter, so Bentele (Quelle: junge Welt). Kritik wurde an der Bund-Länder-Arbeitsgruppe "Zukunftspakt Pflege" geübt. Ihr Bericht enthalte keine konkreten Maßnahmen, was zu skeptischen Reaktionen führte.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
17.12.2025
Bayern stärkt Pflege durch Förderungen für Führungskräfte ab 2026
Bayern investiert ab 2026 in Förderungen zur Stärkung von Führungskompetenzen und Resilienz in Pflegeeinrichtungen mit bis zu 5.000 Euro pro Führungskraft.
Bayern investiert ab 2026 in Förderungen zur Stärkung von Führungskompetenzen und Resilienz in Pflegeeinrichtungen mit bis zu 5.000 Euro pro Führungskraft.
Die Bayerische Staatsregierung hat neue Fördermaßnahmen angekündigt, die speziell auf die Stärkung von Führungskompetenzen und Resilienz in Pflegeeinrichtungen abzielen. Diese Maßnahmen, die ab dem 1. Januar 2026 in Kraft treten, richten sich an Führungskräfte und Beschäftigte sowohl in ambulanten als auch in stationären Pflegeeinrichtungen. Die Förderungen umfassen Fortbildungen zu Personalführung, Konfliktlösung und Resilienz. Finanziell werden diese Maßnahmen mit Beträgen von bis zu 5.000 Euro pro Person für Führungskräfte und bis zu 500 Euro für Mitarbeiter unterstützt. (Quelle: www.verkuendung-bayern.de)
Zink: Essenzieller Schutz für Senioren vor Atemwegsinfekten
Zink stärkt das Immunsystem von Senioren und senkt das Infektionsrisiko. Besonders in der Erkältungszeit schützt eine ausreichende Zinkversorgung vor Atemwegsinfekten.
Zink stärkt das Immunsystem von Senioren und senkt das Infektionsrisiko. Besonders in der Erkältungszeit schützt eine ausreichende Zinkversorgung vor Atemwegsinfekten.
Wenn akute Atemwegsinfekte kursieren, ist der Schutz von Risikogruppen, wie älteren und multimorbide Menschen, von zentraler Bedeutung. Laut aerztezeitung.de spielen nicht nur Impfungen, sondern auch die Versorgung mit Zink eine wichtige Rolle. Zink ist essenziell für die Entwicklung und Funktion verschiedener Immunzellen und unterstützt die Abwehr gegen Atemwegserreger. Ein Mangel kann die Immunantwort stören und das Risiko für Infektionen erhöhen. Insbesondere bei älteren Menschen ist Zinkmangel verbreitet, oft bedingt durch altersbedingte Veränderungen oder Polypharmazie. Studien haben gezeigt, dass eine Zink-Substitution bei älteren Personen die Inzidenz von Infektionen signifikant senken kann. Bei COVID-19-Infektionen beobachteten Forscher schwerere Verläufe bei Patienten mit Zinkmangel. Auch bei Erkältungen könnte Zink die Krankheitsdauer verkürzen. Experten empfehlen, besonders gefährdete Gruppen mit ausreichend Zink zu versorgen, um die Infektresistenz zu verbessern.
VdSP fordert 9 Milliarden für Digitalisierungsoffensive in der Pflege
VdSP fordert 9 Milliarden zur Digitalisierung der Pflege für ein innovativeres und effizienteres Pflegesystem.
VdSP fordert 9 Milliarden zur Digitalisierung der Pflege für ein innovativeres und effizienteres Pflegesystem.
Der Verband für digitale Standards in der Pflege (VdSP) fordert von der Bundesregierung ein 9-Milliarden-Investitionsprogramm zur Digitalisierung der Pflege, berichtet „www.altenheim.net“. Am 15. Dezember 2025 übergaben die Verbandsvorstände Andreas Fischer und Dr. Carsten Steinhoff ein entsprechendes Forderungsschreiben an die Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Katrin Staffler. Der „Pflege-Digital-Booster“ soll aus Sondervermögen des Bundes finanziert werden und die Pflege sowohl strukturell als auch digital stärken. Der VdSP sieht dies als entscheidenden Schritt, um die Pflege handlungsfähig im digitalen Zeitalter zu machen.
Pflege 2025: Strukturelle Reformen nötig für entlastete Pflegeteams
Pflege 2025: Reformbedarf dringend! Strukturen belasten Pflegeteams, nicht deren Engagement. Elisabeth Scharfenberg mahnt auf altenheim.net tiefgreifende Änderungen an.
Pflege 2025: Reformbedarf dringend! Strukturen belasten Pflegeteams, nicht deren Engagement. Elisabeth Scharfenberg mahnt auf altenheim.net tiefgreifende Änderungen an.
Die Pflegebranche steht im Jahr 2025 unter großem Druck. Auf www.altenheim.net beschreibt Elisabeth Scharfenberg den anhaltenden Balanceakt zwischen herausragenden Leistungen der Pflegeteams und einem zunehmend überlasteten System. Sie stellt klar, dass das Hauptproblem nicht bei den Pflegenden selbst, sondern in den Strukturen liegt, die oft mehr hemmen als unterstützen. Trotz ihrer Belastung sind Pflegekräfte motiviert, durch ihren unermüdlichen Einsatz die Pflegequalität hochzuhalten. Reformen sind nötig, um nachhaltige Verbesserungen zu erreichen und den Pflegenden die nötigen Rahmenbedingungen zu bieten.
Sozialverband VdK fordert kommunale Pflegeämter für effizientere Versorgung
Der Sozialverband VdK fordert kommunale Pflegeämter, um die Pflege effizienter zu organisieren und eine bessere lokale Versorgung sicherzustellen.
Der Sozialverband VdK fordert kommunale Pflegeämter, um die Pflege effizienter zu organisieren und eine bessere lokale Versorgung sicherzustellen.
Der Sozialverband VdK spricht sich für die Übertragung der Pflegeverantwortung auf kommunale Pflegeämter aus. VdK-Präsidentin Verena Bentele argumentiert, dass Kommunen die Pflege effizienter organisieren könnten als Länder oder Pflegekassen, da sie besser über lokale Pflegesituationen Bescheid wissen. Dabei sollten die neuen Ämter bestehende Angebote koordinieren und auch selbst Pflegedienste bereitstellen, falls nötig. Die Finanzierung dieser Ämter, so das Netzwerk Steuergerechtigkeit, könnte im bisherigen System erfolgen (Quelle: www.altenheim.net).
Strategien zum sicheren Absetzen von Antidepressiva bei Depressionen
Neue Strategien zum sicheren Absetzen von Antidepressiva könnten Rückfälle bei symptomfreien Depressionspatienten verhindern, so ein Review in der "Ärzte Zeitung".
Neue Strategien zum sicheren Absetzen von Antidepressiva könnten Rückfälle bei symptomfreien Depressionspatienten verhindern, so ein Review in der "Ärzte Zeitung".
Bei Patienten mit der Diagnose Depression, die symptomfrei sind, stellt sich oft die Frage, ob die Antidepressiva abgesetzt werden können. Eine systematische Untersuchung, ein Review, hat beleuchtet, wie dies geschehen kann, ohne dass das Risiko für Rückfälle erhöht wird. Der vollständige Beitrag, der in der "Ärzte Zeitung" aus dem Springer Medizin Verlag veröffentlicht wurde, ist nur für registrierte Nutzer zugänglich und diskutiert verschiedene Strategien sowie deren Wirksamkeit beim Absetzen von Antidepressiva.
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