Der MEDI-Verbund hat in einer Umfrage unter 1.782 Vertragsärzten und -psychotherapeuten aus Baden-Württemberg die Auswirkungen des Beitragssatzstabilisierungs-Gesetzes untersucht. Die Ergebnisse zeigen eine beunruhigende Prognose: 76 Prozent der Befragten gehen von einer deutlichen Verschlechterung der ambulanten Versorgung aus. Nur ein Prozent erwartet keine negativen Auswirkungen. Das Gesetz führt zu einer einnahmenorientierten Ausgabenpolitik der Krankenkassen, was zu Honorarverlusten für Ärzte führt. Rund 69 Prozent der Ärzte planen, mehr Privatleistungen anzubieten, während 61 Prozent weniger GKV-Termine anbieten wollen. Dr. Norbert Smetak, Vorsitzender von MEDI Baden-Württemberg, bezeichnet die Umfrageergebnisse als alarmierend. Die Politik solle alternative Modelle, wie die Haus- und Facharztverträge mit der AOK in Baden-Württemberg, prüfen, um die Versorgung zu verbessern, ohne die Ausgaben zu erhöhen. Diese Einschätzungen verdeutlichen die Herausforderungen, vor denen die Gesundheitsversorgung durch die Sparmaßnahmen der Bundesregierung steht. (Quelle: ÄrzteZeitung)
Cardisiographie von Cardisio: Nicht-invasives Verfahren revolutioniert die Früherkennung von Herzerkrankungen mit KI und verbessertem EKG.
Cardisiographie von Cardisio: Nicht-invasives Verfahren revolutioniert die Früherkennung von Herzerkrankungen mit KI und verbessertem EKG.
Die Cardisiographie, entwickelt von Cardisio, bietet ein innovatives und nicht-invasives Screeningverfahren zur frühzeitigen Erkennung erster Anzeichen von Herzerkrankungen. Dieses Verfahren kombiniert digitale Vektorkardiographie, ein erweitertes 19-Kanal-EKG und künstliche Intelligenz, um strukturelle, arterielle und rhythmusbedingte Herzerkrankungen mit hoher Sensitivität zu identifizieren. Eine bemerkenswerte Neuerung ist die Fähigkeit zur Erkennung der linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF), die durch Studien mit der Uniklinik Heidelberg unterstützt wurde. Darüber hinaus wurde das EKG-System erheblich optimiert und erweitert. Die wirtschaftlichen Aspekte sind ebenso vielversprechend, da die Cardisiographie als Kombination der GOÄ-Ziffern 657 und A658 abgerechnet wird und sich die monatlichen Nutzungsgebühren für das System ohne Investitionskosten gestalten. Diese Neuerungen können einen großen Beitrag zur primären Herzdiagnostik und zur Vorsorgeuntersuchung leisten. (Quelle: aerztezeitung.de)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
01.09.2026
„NeotivCare revolutioniert MCI-Erkennung mit innovativen Gedächtnistests“
NeotivCare bietet Ärzten mit innovativen, mobilen Gedächtnistests neue Wege zur Früherkennung von MCI, wissenschaftlich validiert und wirtschaftlich effizient.
NeotivCare bietet Ärzten mit innovativen, mobilen Gedächtnistests neue Wege zur Früherkennung von MCI, wissenschaftlich validiert und wirtschaftlich effizient.
NeotivCare, ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt (MDR-Klasse IIa), bietet Ärzt:innen innovative Möglichkeiten zur Früherkennung und zum Monitoring kognitiver Veränderungen bei leichten kognitiven Störungen (MCI). Durch die Verwendung von wissenschaftlich validierten, hippocampus-sensitiven Gedächtnistests, die Patienten eigenständig auf ihren mobilen Geräten durchführen können, bietet das Tool eine flexible, sprachunabhängige Diagnostik. Im Vergleich zu herkömmlichen Tests wie MMST oder MoCA zeigt NeotivCare eine höhere Sensitivität und ermöglicht ein longitudinales Monitoring. Die Ergebnisse, die gegen bekannte Alzheimer-Biomarker wie Amyloid und p-Tau validiert wurden, stehen dem Arzt strukturiert zur Verfügung. Aktuell als individuelle Gesundheitsleistung angeboten, kostet ein Freischaltcode für 12 Wochen 145 €. NeotivCare birgt Potenzial zur Zeiteinsparung und birgt wirtschaftlichen Nutzen für die Praxis. (Quelle: Ärztezeitung)
Pflegeheime in Baden-Württemberg befürchten Verschlechterung bis 2026
Pflegeheime in Baden-Württemberg blicken pessimistisch auf 2026: Fast 40% erwarten wirtschaftliche Verschlechterung, angetrieben durch Unsicherheiten der Pflegereform.
Pflegeheime in Baden-Württemberg blicken pessimistisch auf 2026: Fast 40% erwarten wirtschaftliche Verschlechterung, angetrieben durch Unsicherheiten der Pflegereform.
Pflegeeinrichtungen in Baden-Württemberg blicken skeptisch auf das Jahr 2026. Laut einem Bericht der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG) erwarten 39,5 Prozent der befragten Einrichtungen eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage, während nur 4,7 Prozent mit einer Verbesserung rechnen. Diese pessimistische Einschätzung ist die niedrigste seit Beginn der Erhebungen 2010. Besonders die geplanten Regelungen des Pflegeneuordnungsgesetzes sorgen für Unsicherheit. BWKG-Vorstandsvorsitzender Scheffold betont die Notwendigkeit einer vollständigen Refinanzierung der Tarifgehälter.
Berliner Zukunftswerkstatt diskutiert Pflegeneuordnung und Tariffragen
In Berlin debattieren Pflegeexperten über das Pflegeneuordnungsgesetz und die Aussetzung der Tariftreueregelung, um politische Impulse zu setzen.
In Berlin debattieren Pflegeexperten über das Pflegeneuordnungsgesetz und die Aussetzung der Tariftreueregelung, um politische Impulse zu setzen.
In Berlin haben führende Vertreter der Langzeitpflegebranche im Rahmen der Carekonkret-Zukunftswerkstatt aktuelle Herausforderungen des Pflegesektors diskutiert. Im Fokus stand der Referentenentwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes, insbesondere die geplante Aussetzung der Tariftreueregelung. In fünf Masterclasses behandelten die Teilnehmer Themen wie Wirtschaftlichkeit, Tarifrefinanzierung, Digitalisierung und Personalmanagement. Ziel war es, gemeinsame Impulse für die Politik zu formulieren, berichtet "Carekonkret".
Die Pflegekassen in Deutschland stehen vor einem Milliardendefizit. Der GKV-Spitzenverband fordert dringende Bundeshilfen und Reformen der Pflegeversicherung.
Die Pflegekassen in Deutschland stehen vor einem Milliardendefizit. Der GKV-Spitzenverband fordert dringende Bundeshilfen und Reformen der Pflegeversicherung.
Die Pflegekassen in Deutschland sehen sich mit einer massiven Finanzkrise konfrontiert. Laut Oliver Blatt, dem Chef des GKV-Spitzenverbands, wird bis Ende des Jahres ein Defizit von 500 Millionen Euro erwartet, das 2027 auf zehn Milliarden Euro steigen könnte. Eine kurzfristige Finanzspritze des Bundes und eine zügige Reform der Pflegeversicherung werden gefordert. Ebenfalls wird vorgeschlagen, dass der Bund Schulden aus der Coronazeit zurückzahlt und Rentenbeiträge für pflegende Angehörige übernimmt. Der GKV-Spitzenverband vertritt die sozialen Pflegeversicherungen mit 75 Millionen Versicherten.
GKV-Spitzenverband drängt auf raschere Digitalisierung der Pflege
Der GKV-Spitzenverband fordert eine schnellere Digitalisierung der Pflege durch bessere Integration pflegerischer Daten in die ePA zur Entlastung der Pflegekräfte.
Der GKV-Spitzenverband fordert eine schnellere Digitalisierung der Pflege durch bessere Integration pflegerischer Daten in die ePA zur Entlastung der Pflegekräfte.
Der GKV-Spitzenverband fordert eine beschleunigte Digitalisierung der Pflege, insbesondere die stärkere Integration pflegerischer Daten in die elektronische Patientenakte (ePA) zur Entlastung der Pflegekräfte und Reduzierung des Verwaltungsaufwands. Ein Positionspapier des Verwaltungsrats betont die Bedeutung digitaler Kompetenzen in der Ausbildung und fordert belastbare Wirksamkeitsnachweise für digitale Anwendungen. Auch seien klare Verantwortlichkeiten und eine faire Finanzierung zwischen Pflegeeinrichtungen und anderen Akteuren unerlässlich, berichtet Bibliomed Pflege.
Sommer 2026: Wärmerekord und drängender Handlungsbedarf beim Klimaschutz
Wärmerekord-Sommer 2026 zwingt zu Klimaschutz; Tausende Hitzetote, dringende Maßnahmen nötig, sagt DWD.
Wärmerekord-Sommer 2026 zwingt zu Klimaschutz; Tausende Hitzetote, dringende Maßnahmen nötig, sagt DWD.
Nach einer vorläufigen Auswertung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gehört der Sommer 2026 zu den wärmsten seit Beginn flächendeckender Messungen. Der Klimawandel spielte bei den außergewöhnlichen Wetterextremen, insbesondere der Hitzewelle Ende Juni, eine bedeutende Rolle. Laut DWD wären solche Temperaturen ohne den Klimawandel statistisch unmöglich. Der Sommer war zudem extrem trocken, besonders in West- und Südwestdeutschland. Das Robert Koch-Institut schätzt, dass bis Mitte August etwa 15.800 Menschen in Deutschland durch Hitze starben, ein Wert, der in den letzten zehn Jahren nicht erreicht wurde. Bundeskanzler Friedrich Merz betonte die Notwendigkeit überarbeiteter Klimaschutzprogramme und konkreter Maßnahmen zur Vorsorge. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)
STIKO empfiehlt jährliche COVID-19-Impfung für Risikogruppen
STIKO rät Risiko-Gruppen zu jährlicher COVID-19-Impfung, um schweren Krankheitsverläufen und Langzeitfolgen vorzubeugen.
STIKO rät Risiko-Gruppen zu jährlicher COVID-19-Impfung, um schweren Krankheitsverläufen und Langzeitfolgen vorzubeugen.
Die durch das Virus SARS-CoV-2 verursachte COVID-19-Erkrankung hat sich als wiederkehrende respiratorische Infektion etabliert. Für ältere Menschen und jene mit Vorerkrankungen besteht ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf und mögliche Langzeitfolgen. Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine jährliche COVID-19-Schutzimpfung. Diese Empfehlung zielt darauf ab, insbesondere gefährdete Gruppen besser gegen schwere Verläufe und Langzeitfolgen der Krankheit zu schützen. (Quelle: aerztezeitung.de)
Steigende Pflegekosten: DGB fordert Begrenzung der Eigenanteile
Der DGB fordert angesichts steigender Pflegekosten eine stärkere Begrenzung der Eigenanteile, um finanzielle Belastungen für Pflegebedürftige und Familien zu reduzieren.
Der DGB fordert angesichts steigender Pflegekosten eine stärkere Begrenzung der Eigenanteile, um finanzielle Belastungen für Pflegebedürftige und Familien zu reduzieren.
Steigende Eigenanteile in Pflegeheimen belasten zunehmend die Ersparnisse von Pflegebedürftigen, Immobilienbesitzern und Familien mit Vermögen, berichtet Tabula Rasa Magazin. Sobald die Rechnung eines Heims eintrifft, werde Pflegepolitik konkret, so die Quelle. Der DGB kritisiert die zunehmenden Eigenanteile und fordert ihre stärkere Begrenzung. Die Pflegeversicherung war nie als Vollkasko-Versicherung gedacht, doch hohe Eigenanteile führen oft zu sozialer Hilfe. Eine Reform müsse Kosten transparent trennen und die Verteilung der finanziellen Last neu justieren, um eine gesellschaftliche Schieflage zu vermeiden.
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