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Digitalisierung und Technologie
31.08.2026
GKV drängt auf digitale Offensive in der Pflege, Pflegerat mahnt zu Vorsicht
GKV fordert beschleunigte Digitalisierung der Pflege, während der Pflegerat vor unklaren Finanzierungsstrategien und Personaleinsparungen durch Technik warnt.
GKV fordert beschleunigte Digitalisierung der Pflege, während der Pflegerat vor unklaren Finanzierungsstrategien und Personaleinsparungen durch Technik warnt.
Der GKV-Spitzenverband drängt auf eine beschleunigte und finanzierte Digitalisierung in der Pflege. In einem Positionspapier fordert der Verband, die Langzeitpflege umfassender in digitale Gesundheitsstrukturen, wie die elektronische Patientenakte, zu integrieren. Thomas Meißner vom Deutschen Pflegerat begrüßt diesen Vorstoß, kritisiert jedoch fehlende einheitliche Finanzierungsstrategien. Er warnt, dass digitale Technologien nicht als Ersatz für Pflegepersonal genutzt werden sollten, sondern deren Kosten und Nutzen kontinuierlich überprüft gehören (Quelle: www.carevor9.de).
Neues System SAHRA deckt Versorgungslücken in der Pflege auf
Das neue System SAHRA enthüllt Versorgungslücken in der Pflege und verbessert dank präziser Daten die Organisation in Kommunen wie dem Landkreis Havelland.
Das neue System SAHRA enthüllt Versorgungslücken in der Pflege und verbessert dank präziser Daten die Organisation in Kommunen wie dem Landkreis Havelland.
Laut einer Mitteilung von rentenbescheid24.de zeigt ein neues digitales System, genannt SAHRA, deutliche Versorgungslücken in der Pflege auf. Mithilfe von Abrechnungs- und Leistungsdaten ermöglicht das System präzise Einblicke bis auf Gemeindebene. Dies könnte die Organisation der Pflege in Kommunen erheblich verbessern, indem es gezielte Maßnahmen zur Schließung von Versorgungslücken aufzeigt. Besonders profitiert schon der Landkreis Havelland, indem er ungenutzte Leistungen identifiziert und Beratungsangebote gezielt ausrichtet, was Pflegeheime entlastet. Die Datenbasis ist jedoch noch unvollständig, da sie sich auf AOK-Versicherte beschränkt.
Tenhagen fordert Rentenpunkte für pflegende Angehörige zur Entlastung
Tenhagen fordert Rentenpunkte zur Entlastung pflegender Angehöriger und spricht sich gegen Rentenkürzungen aus, um die finanzielle Belastung der Pflege zu senken.
Tenhagen fordert Rentenpunkte zur Entlastung pflegender Angehöriger und spricht sich gegen Rentenkürzungen aus, um die finanzielle Belastung der Pflege zu senken.
In einem Kommentar auf SPIEGEL.de beschreibt Hermann-Josef Tenhagen die finanziellen Herausforderungen der Pflege und hebt die Bedeutung häuslicher Pflege hervor. Er plädiert dafür, pflegende Angehörige durch Rentenpunkte zu entlasten, um die hohen Kosten stationärer Pflege zu umgehen. Der Gesundheitsminister Carsten Linnemann möchte auf Rentenkürzungen für Angehörige verzichten, um die Gesellschaft zusammenzuhalten. Zudem wird diskutiert, die Finanzierung der Pflege durch Steuergelder zu unterstützen, da Pflegeleistungen von immer mehr älteren Menschen in Anspruch genommen werden.
GeDIG-Gesetz: Chancenreich, aber Raddatz fordert mehr Wettbewerb
GeDIG-Gesetz als „Meilenstein“ gefeiert, doch Raddatz warnt vor zu starker Zentralisierung und fordert mehr Wettbewerb für ein widerstandsfähiges Gesundheitssystem.
GeDIG-Gesetz als „Meilenstein“ gefeiert, doch Raddatz warnt vor zu starker Zentralisierung und fordert mehr Wettbewerb für ein widerstandsfähiges Gesundheitssystem.
Sascha Raddatz, Geschäftsführer des Bundesverbands Gesundheits-IT, bezeichnet das Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) als „Meilenstein“ und betont dessen Bedeutung für die Digitalisierung im Gesundheitssektor. Dennoch äußert er auch Kritik und sieht weiteren Regelungsbedarf. Insbesondere die Rolle der gematik, der Digitalagentur des Bundes, soll gestärkt werden, was Raddatz kritisch betrachtet. Ein Schwerpunkt muss seiner Meinung nach auf Wettbewerb statt Zentralisierung liegen, um ein resilientes System zu schaffen. Trotz der Chancen, die das GeDIG bietet, sei es allein nicht ausreichend, um die Versorgung und Zusammenarbeit im Gesundheitswesen entscheidend zu verbessern, so Raddatz im Podcast „Die Berliner Stunde“, wie die Ärztezeitung berichtete.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
29.08.2026
Vorwürfe gegen Rehaklinik: Wundversorgung und Ernährung kritisiert
Vorwürfe gegen Bayerische Rehaklinik: Kritik an Wundversorgung und Ernährung entflammt Debatte um systematische Mängel im Gesundheitswesen.
Vorwürfe gegen Bayerische Rehaklinik: Kritik an Wundversorgung und Ernährung entflammt Debatte um systematische Mängel im Gesundheitswesen.
Laut einer Recherche des Bayerischen Rundfunks, die vom Deutschlandfunk berichtet wurde, gibt es schwere Vorwürfe gegen eine geriatrische Rehaklinik in Bruckmühl, Bayern. Patienten und deren Angehörige klagen über Mängel in der Wundversorgung, fehlerhafte Medikamentengaben und unzureichende Ernährung. Ähnliche Probleme wurden bereits in der Klinik des gleichen Betreibers in Lenggries festgestellt, die inzwischen geschlossen wurde. Die Betreiber widersprechen den Vorwürfen. Experten sehen die strukturellen Probleme als systematisch an, da finanzielle Gewinne oft über das Patientenwohl gestellt werden (Deutschlandfunk, 2026).
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
29.08.2026
Nachhaltiger Pflegeleitfaden der Hochschule Bielefeld veröffentlicht
Die Hochschule Bielefeld hat den "Green Guide for Nursing" veröffentlicht, der nachhaltige Handlungsanleitungen für die Pflege bietet.
Die Hochschule Bielefeld hat den "Green Guide for Nursing" veröffentlicht, der nachhaltige Handlungsanleitungen für die Pflege bietet.
Forschende der Hochschule Bielefeld haben den "Green Guide for Nursing" als Aktionsleitfaden für nachhaltiges Handeln in der Pflege veröffentlicht. Dieses Projekt, berichtet "www.altenheim.net", zielt darauf ab, praxisnahe und ressourcenschonende Maßnahmen in die Pflege zu integrieren. Der Leitfaden bietet Anleitungen zu Themen wie Kommunikation, mentale Gesundheit und Disaster Nursing. Zudem stehen digitale Educational Escape Rooms zur Verfügung, um Pflegende in nachhaltigen Praktiken zu schulen. Der Guide ist kostenlos online abrufbar und als Print-Version bestellbar.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
28.08.2026
Transformation zu Versorgungszentren sichert kleinen Kliniken Fortbestand
Kleine Kliniken sichern durch Transformation zu Versorgungszentren ihren Fortbestand und stärken die Versorgung in benachteiligten Regionen.
Kleine Kliniken sichern durch Transformation zu Versorgungszentren ihren Fortbestand und stärken die Versorgung in benachteiligten Regionen.
Kleineren Kliniken, die bei der Leistungsgruppenzuteilung nicht mithalten können, ermöglicht die Transformation zu sektorenübergreifenden Versorgungszentren den Fortbestand. Die pauschale Vergütung stationärer Leistungen bietet nach einhelliger Meinung der Vertragspartner eine solide Kalkulationsgrundlage. Die neue Vergütung soll es Kliniken erleichtern, sich wirtschaftlich stabiler aufzustellen und den Fokus auf die sektorenübergreifende Versorgung zu legen. Dies wurde von den beteiligten Vertragspartnern als wesentlicher Schritt zur Sicherung der Versorgung infrastrukturell benachteiligter Regionen betrachtet. Die Entscheidung wird besonders für kleinere Kliniken als Chance zur Anpassung an ein sich wandelndes Gesundheitssystem gesehen. Die Quelle dieser Informationen ist die Ärzte Zeitung.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
28.08.2026
Bayern fördert Ansiedlung von Fachärzten zur Schließung von Versorgungslücken
Bayern fördert Neurologen, Rheumatologen und Psychiater, um Versorgungslücken in Franken, Niederbayern und der Oberpfalz zu schließen.
Bayern fördert Neurologen, Rheumatologen und Psychiater, um Versorgungslücken in Franken, Niederbayern und der Oberpfalz zu schließen.
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bayerns fördert nun die Niederlassung oder Anstellung von Neurologen, Rheumatologen und Psychiatern. Ziel dieser Maßnahme ist es, den Bedarf an medizinischem Fachpersonal in bestimmten bayerischen Regionen, insbesondere in Franken, Niederbayern und der Oberpfalz, zu decken. Besondere Anreize werden geschaffen, um die Versorgungslücken in diesen Gebieten zu schließen. Russel Taylor von der 'Aerztezeitung.de' berichtet, dass sich die Förderung auf die Ansiedlung neuer Ärzte konzentriert und deren berufliche Integration in unterversorgten Regionen erleichtert. Angesichts des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen stellt die Initiative ein wichtiges Instrument dar, um die medizinische Versorgung in Bayern zu stärken.
Neue QPR: Regelprüfungen in ambulanter Pflege jetzt früher angekündigt
Pflegeprüfungen nun früher angekündigt: Neue QPR geben ambulanter Pflege zwei Tage Vorlaufzeit für Regelprüfungen zur Entlastung und Entbürokratisierung.
Pflegeprüfungen nun früher angekündigt: Neue QPR geben ambulanter Pflege zwei Tage Vorlaufzeit für Regelprüfungen zur Entlastung und Entbürokratisierung.
Der Medizinische Dienst Bund hat die Qualitätsprüfungs-Richtlinien (QPR) für ambulante Pflege- und Betreuungsdienste überarbeitet. Seit dem 30. Juli 2026 müssen Regelprüfungen grundsätzlich zwei Arbeitstage im Voraus angekündigt werden, statt wie bisher nur einen Tag. Diese Änderung basiert auf dem Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (BEEP). Das Bundesministerium für Gesundheit genehmigte die überarbeiteten Richtlinien, die für die ambulanten Pflegedienste verbindlich sind. Außer der Ankündigungsfrist wurden keine weiteren inhaltlichen Anpassungen an den QPR vorgenommen. Diese Regelung soll zur Entbürokratisierung im Pflegebereich beitragen. Die Regelprüfungen werden vom Medizinischen Dienst der Pflegekassen durchgeführt, während für privat versicherte Pflegebedürftige CAREPROOF zuständig ist. Die QPR bieten bundesweit einheitliche Maßstäbe zur Bewertung der Pflegequalität.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
27.08.2026
Kostenfreies Webinar: Missbrauch erkennen und handeln für Pflegekräfte
Kostenfreies Webinar für Pflegekräfte der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz zu Missbrauchserkennung durch LKA-Expertin Carina Kneip am 1. September 2026. Anmeldungen online.
Kostenfreies Webinar für Pflegekräfte der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz zu Missbrauchserkennung durch LKA-Expertin Carina Kneip am 1. September 2026. Anmeldungen online.
Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz bietet am 1. September 2026 ein kostenloses Webinar zum Thema "Sexuellen Missbrauch erkennen und richtig handeln" an. Die Veranstaltung richtet sich an Pflegefachpersonen und wird von Präventionsexpertin Carina Kneip vom Landeskriminalamt geleitet. Ziel ist es, Warnsignale frühzeitig zu erkennen und bei Verdacht angemessen zu reagieren. Das Webinar thematisiert Täterstrategien und den Umgang mit Verdachtsmomenten, sowohl im analogen als auch digitalen Raum. Anmeldungen sind auf der Website der Kammer möglich. Teilnehmer erhalten einen Fortbildungspunkt.
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