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Pflegepolitik und Recht
18.08.2026
Steuerliche Entlastung für Pflegekosten von Eltern gefordert
Es werden Forderungen laut, die Einkommensgrenze für steuerliche Entlastung von Pflegekosten für Eltern abzuschaffen und somit mehr Kinder finanziell zu entlasten.
Es werden Forderungen laut, die Einkommensgrenze für steuerliche Entlastung von Pflegekosten für Eltern abzuschaffen und somit mehr Kinder finanziell zu entlasten.
Kinder, die Pflegekosten für ihre Eltern übernehmen, können diese laut Frankfurter Allgemeine Zeitung steuerlich absetzen. Voraussetzung dafür ist, dass ihre Eltern als pflegebedürftig gelten. Derzeit werden Kinder erst herangezogen, wenn ihr Gesamtjahreseinkommen 100.000 Euro übersteigt. Aus dem Bundesgesundheitsministerium gibt es allerdings Forderungen, diese Einkommensgrenze abzuschaffen, sodass möglicherweise auch Kinder mit geringeren Einkommen an Kosten beteiligt werden könnten. Es wäre sinnvoll, dass sich Familien bereits frühzeitig mit den anstehenden finanziellen Belastungen auseinandersetzen, um gut vorbereitet zu sein (Quelle: FAZ).
Gesunde Ernährung gegen Gebrechlichkeit: Experten diskutieren Lösungen
Beim DGIM-Kongress betonen Experten, wie pflanzliche Ernährung altersbedingte Gebrechlichkeit bekämpfen kann, um Kraft und Mobilität im Alter zu erhalten.
Beim DGIM-Kongress betonen Experten, wie pflanzliche Ernährung altersbedingte Gebrechlichkeit bekämpfen kann, um Kraft und Mobilität im Alter zu erhalten.
Im Alter steigt das Risiko von Multimorbidität, Sarkopenie und Gebrechlichkeit. Besonders die Ernährung ist ein Schlüsselfaktor, der beeinflusst, wie gesund ein Mensch altert. Beim 132. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) wurde diskutiert, welche Ernährungsweisen diesem Risiko entgegenwirken können. Pflanzliche Lebensmittel könnten eine wichtige Rolle spielen, indem sie vor diesen altersbedingten Beschwerden schützen. Experten teilten ihr Wissen über Strategien, um die Kraft und Mobilität älterer Menschen durch richtige Ernährung zu erhalten und so die Lebensqualität zu steigern. Diese Erkenntnisse waren Teil der Fachdebatten auf dem Kongress, der eine Plattform für den Austausch neuer, evidenzbasierter Ansätze zur Förderung eines gesunden Alterns darstellte. Weitere Inhalte sind auf der Website von 'Ärzte Zeitung' verfügbar, sobald die Nutzer eingeloggt sind.
Neues System zur Erfassung von Pflegediagnosen stößt auf Skepsis
Neues Erfassungssystem für Pflegediagnosen: Chancen für Transparenz, aber Bedenken bezüglich der Komplexität und Dokumentationsaufwände bleiben bestehen.
Neues Erfassungssystem für Pflegediagnosen: Chancen für Transparenz, aber Bedenken bezüglich der Komplexität und Dokumentationsaufwände bleiben bestehen.
Das Bundesgesundheitsministerium bringt Pflegediagnosen und Pflegeleistungen als Basis eines neuen Systems ins Spiel, um pflegerische Leistungen ähnlich wie medizinische systematisch zu erfassen. Arne Evers vom St. Josefs-Hospital Wiesbaden betont, dass die Umsetzung komplex sei und umfangreiche Vorarbeiten erfordere. Ein solches System würde zwar Chancen für mehr Transparenz bieten, jedoch auch Herausforderungen wie höheren Dokumentationsaufwand und die Notwendigkeit der Standardisierung mit sich bringen. Skepsis bleibt, ob Deutschland einen Sonderweg gehen sollte, berichtet BibliomedManager.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
17.08.2026
Pflegegehälter seit 2015 um 47% gestiegen - regionale Unterschiede bleiben
Pflegegehälter um 47% seit 2015 gestiegen – dennoch bleiben regionale und geschlechtsspezifische Unterschiede bestehen, wie aktuelle Daten zeigen.
Pflegegehälter um 47% seit 2015 gestiegen – dennoch bleiben regionale und geschlechtsspezifische Unterschiede bestehen, wie aktuelle Daten zeigen.
Seit 2015 sind die Gehälter in der Pflege um 47 Prozent gestiegen, berichtet die Bundesagentur für Arbeit. Trotz des Anstiegs, der den Abstand zu Industrieberufen verkleinert, bestehen weiterhin regionale und geschlechtsspezifische Unterschiede. In Baden-Württemberg lag das Bruttomonatsentgelt 2025 für Pflegefachkräfte bei 4.732 Euro. Der ostdeutsche Gender-Pay-Gap zeigt, dass Frauen hier teilweise mehr verdienen als Männer. In Westdeutschland bleibt der Gehaltsunterschied jedoch zu Ungunsten der Frauen. Diese Entwicklungen verdeutlichen die dynamische Gehaltsentwicklung im sozialen Sektor. (Quelle: www.ad-hoc-news.de)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
17.08.2026
Baden-Württemberg fördert wohnortnahe Pflege mit Millionenbudget
Baden-Württemberg investiert 14,3 Mio. Euro in sechs Modellprojekte für eine wohnortnahe Pflege, um Pflegebedürftige länger zu Hause zu betreuen.
Baden-Württemberg investiert 14,3 Mio. Euro in sechs Modellprojekte für eine wohnortnahe Pflege, um Pflegebedürftige länger zu Hause zu betreuen.
In Baden-Württemberg starten sechs Modellprojekte für eine wohnortnahe Pflege, um Pflegebedürftigen ein längeres Verbleiben in ihrem Zuhause zu ermöglichen. Das Förderprogramm „OrtsNahePflegeBW“ unterstützt diese Projekte mit etwa 14,3 Millionen Euro, ein Teil der insgesamt bis 2029 vorgesehenen 31 Millionen Euro. Staatssekretärin Petra Krebs betonte bei einer Pressekonferenz die Innovationskraft der eingereichten Konzepte. Ziel ist die Entwicklung tragfähiger Strukturen in Kommunen, um dem demografischen Wandel zu begegnen, so Johannes Bauernfeind von der AOK Baden-Württemberg (Quelle: www.gesundheit-adhoc.de).
Experten warnen: Die Pflege-Reform 2027 könnte durch 30% geringere Rentenbeiträge für pflegende Angehörige Altersarmut verstärken und längere Wartezeiten für Entlastungszuschläge bringen.
Experten warnen: Die Pflege-Reform 2027 könnte durch 30% geringere Rentenbeiträge für pflegende Angehörige Altersarmut verstärken und längere Wartezeiten für Entlastungszuschläge bringen.
Laut "Gegen-Hartz.de" warnen Experten vor erheblichen Kürzungen durch die geplante Pflege-Reform 2027, die eine Senkung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige um 30 Prozent vorsieht. Dies könnte das Risiko von Altersarmut, insbesondere für Frauen, erhöhen. Das Münchner Sozialreferat kritisiert die Reform als Widerspruch zwischen notwendiger Pflege und sozialer Absicherung. Die Deutsche Rentenversicherung warnt ebenfalls vor negativen Folgen. Außerdem sollen Pflegeheimbewohner längere Wartezeiten für Entlastungszuschläge in Kauf nehmen müssen, was zu höherer finanzieller Belastung führen würde.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
17.08.2026
Anstieg der Neurentner drückt Deutschlands BIP bis 2030 um 154 Mrd. Euro
Der Anstieg der Neurentner lässt Deutschlands BIP laut McKinsey-Analyse bis 2030 um 154 Mrd. Euro schrumpfen. KI und längere Arbeitszeiten können gegensteuern.
Der Anstieg der Neurentner lässt Deutschlands BIP laut McKinsey-Analyse bis 2030 um 154 Mrd. Euro schrumpfen. KI und längere Arbeitszeiten können gegensteuern.
Von jetzt an gibt es jedes Jahr mehr Neurentner als Berufseinsteiger in Deutschland. Eine neue Analyse zeigt, dass dadurch die Wirtschaftskraft jährlich um 0,7 Prozent sinkt. Laut einer Analyse von McKinsey, die der F.A.Z. vorliegt, würde das Bruttoinlandsprodukt von 4470 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf 4316 Milliarden Euro im Jahr 2030 zurückgehen, sofern keine gegensteuernden Maßnahmen ergriffen werden. Wirtschaftsexperten sehen in Künstlicher Intelligenz und längeren Arbeitszeiten Möglichkeiten, dieses Defizit auszugleichen. Mit KI könnte ein Produktivitätsschub erzielt werden, der laut McKinsey bis 2030 eine zusätzliche Wirtschaftsleistung von bis zu 265 Milliarden Euro erbringen könnte. Eine weitere Möglichkeit zur Steigerung der Wirtschaftskraft wäre die Erhöhung der Erwerbsbeteiligung und längeren Arbeitszeiten. Würden alle Arbeitnehmer eine Stunde mehr pro Woche arbeiten, könnte dies das BIP um bis zu 150 Milliarden Euro steigern. (Quelle: F.A.Z.)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
16.08.2026
Pflegeexpertin aus Lübeck schließt erste Infektiologie-Fortbildung ab
Vivian Kröger, Pflegeexpertin in Lübeck, schließt als eine der Ersten eine spezialisierte Infektiologie-Fortbildung am UKSH ab, um gegen multiresistente Keime vorzugehen.
Vivian Kröger, Pflegeexpertin in Lübeck, schließt als eine der Ersten eine spezialisierte Infektiologie-Fortbildung am UKSH ab, um gegen multiresistente Keime vorzugehen.
Im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Lübeck hat Vivian Kröger als eine der ersten Pflegefachkräfte im Norden eine spezialisierte Fortbildung im Bereich Infektiologie abgeschlossen. In einem Interview erklärt Kröger, dass multiresistente Keime, die nicht auf Antibiotika ansprechen, ein wachsendes Problem darstellen (Quelle: ln-online.de). Daher sei es unerlässlich, dass Pflegekräfte über fundiertes Fachwissen verfügen, um die richtige Auswahl und Dosierung von Antibiotika sicherzustellen und die Patientensicherheit zu gewährleisten.
Unfallversicherung gilt auch für betriebliche Ausflüge außerhalb der Praxis
Gesetzliche Unfallversicherung schützt auch bei betrieblichen Ausflügen und Praxisevents, sofern diese im Interesse des Arbeitgebers liegen.
Gesetzliche Unfallversicherung schützt auch bei betrieblichen Ausflügen und Praxisevents, sofern diese im Interesse des Arbeitgebers liegen.
Auch bei Veranstaltungen außerhalb der Praxisräume und außerhalb der regulären Arbeitszeiten greift die gesetzliche Unfallversicherung, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Dies betrifft Betriebsveranstaltungen wie Praxisausflüge oder Sommerfeste. Entscheidend dabei ist, dass die Veranstaltungen einen betrieblichen Charakter haben und im Interesse des Arbeitgebers stehen. Veranstaltungen, die von der Belegschaft eigeninitiativ ohne betrieblichen Bezug organisiert werden, fallen nicht unter den Versicherungsschutz. Es ist darauf zu achten, dass die Veranstaltungen allen Mitarbeitern offenstehen. Die genaue Regelung und deren Voraussetzungen werden auf aerztezeitung.de detailliert beschrieben.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
15.08.2026
Compassio entsendet Pflegekraft zum neuen Bachelorstudiengang in Ulm.
Compassio unterstützt Innovation: Pflegekraft aus Ulm-Böfingen studiert ab 2026 „Evidence Based Nursing“ an der HNU, um Wissen direkt in die Praxis umzusetzen.
Compassio unterstützt Innovation: Pflegekraft aus Ulm-Böfingen studiert ab 2026 „Evidence Based Nursing“ an der HNU, um Wissen direkt in die Praxis umzusetzen.
Die compassio Gruppe hat angekündigt, ab dem Wintersemester 2026/27 eine Pflegefachkraft aus dem Seniorendomizil Haus Michael in Ulm-Böfingen für den neuen Bachelorstudiengang „Evidence Based Nursing“ an der Hochschule Neu-Ulm (HNU) zu entsenden. Ziel ist es, durch die Akademisierung der Pflege, wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in die Praxis zu integrieren. Die engagierte Pflegefachkraft wird während ihres Studiums in Teilzeit arbeiten, wobei der Träger die Studien- und Nebenkosten übernimmt und Freistellungen für praxisrelevante Module gewährt, so eine Mitteilung von compassio.
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