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Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
12.08.2026
Pflegemangel: 350.000 Fachkräfte fehlen in zehn Jahren
Ein Pflegenotstand droht: In zehn Jahren fehlen 350.000 Fachkräfte. Der Sektor leidet unter Mangelerscheinungen trotz steigender Ausbildungszahlen.
Ein Pflegenotstand droht: In zehn Jahren fehlen 350.000 Fachkräfte. Der Sektor leidet unter Mangelerscheinungen trotz steigender Ausbildungszahlen.
Laut einer Analyse auf "Apotheken Umschau" fehlt es im Pflegesektor gravierend an Fachkräften, mit derzeit 115.000 unbesetzten Stellen und einer prognostizierten Lücke von 350.000 Pflegekräften in den nächsten zehn Jahren. Michaela Evans-Borchers, eine Arbeitspolitik-Forscherin, betont, dass die Mangelerscheinungen insbesondere durch kurze Patienteninteraktionen und verlängerte Wartezeiten bei Pflegediensten sichtbar werden. Trotz steigender Ausbildungszahlen bleibt die Abbruchquote hoch. Evans-Borchers fordert bessere Arbeitsbedingungen und verlässlichere Dienstpläne als Lösungsansatz. (Quelle: www.apotheken-umschau.de)
Hitze steigert Suizidrisiko: Neue Studien zeigen alarmierende Zahlen
Hitze steigert Suizidrisiko: Studien zeigen, dass schon ein Grad mehr die Suizidrate in Mexiko und Brasilien signifikant erhöht, was den Klimawandel als Gesundheitsrisiko markiert.
Hitze steigert Suizidrisiko: Studien zeigen, dass schon ein Grad mehr die Suizidrate in Mexiko und Brasilien signifikant erhöht, was den Klimawandel als Gesundheitsrisiko markiert.
Schon ab 25 Grad leidet unser psychisches und körperliches Wohlbefinden. Schlaflose Nächte, gereizte Stimmung, düstere Gedanken: Hitze belastet unsere Psyche. Neue Studien zeigen einen Zusammenhang mit Suiziden. Eine Studie in der Fachzeitschrift „Nature Mental Health“ untersuchte über 1,2 Millionen registrierte Tötungsdelikte und Suizide in Mexiko und Brasilien und setzte sie in Beziehung zu den jeweiligen Durchschnittstemperaturen. Für jedes zusätzliche Grad Celsius stieg das Risiko von Suiziden in Mexiko um 3,75 Prozent und in Brasilien um 2,78 Prozent. Diese Befunde weisen darauf hin, dass der Klimawandel zu einem Anstieg der Suizidsterblichkeit in verschiedenen Regionen weltweit führen könnte. Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen, die unter Depressionen leiden, von der Hitze besonders betroffen sind. Laut Professor Alkomiet Hasan von der Universität Augsburg, steigert bereits ein zusätzliches Grad die Suizidrate sowie Krankenhausaufnahmen um ein Prozent. Quelle: F.A.Z.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
12.08.2026
Frankfurter Handreichung hilft Personalstellen bei Ausländerrecht
Die Frankfurter Ausländerbehörde vereinfacht mit einer neuen Handreichung das Ausländerrecht, um ausländische Fachkräfte in Arbeitsverhältnissen zu halten.
Die Frankfurter Ausländerbehörde vereinfacht mit einer neuen Handreichung das Ausländerrecht, um ausländische Fachkräfte in Arbeitsverhältnissen zu halten.
Die Frankfurter Ausländerbehörde hat eine neue Handreichung für Personalstellen veröffentlicht, um das komplexe Ausländerrecht zu entwirren. Ziel ist es, präventiv gegen die vorzeitige Beendigung von Arbeitsverhältnissen ausländischer Fachkräfte vorzugehen. Ein häufiges Missverständnis ist beispielsweise, dass Fachkräfte ihre Arbeit nicht fortsetzen dürfen, wenn der Aufenthaltstitel in Bearbeitung ist - dies ist jedoch nicht der Fall, sofern die Verlängerung rechtzeitig beantragt wurde, erklärt Norbert Euler, Leiter der Behörde. Die 24-seitige Broschüre in einfacher Sprache adressiert häufig gestellte Fragen und ist online verfügbar, um sie regelmäßig zu aktualisieren. Stefan Schnellert-Ji, Abteilungsleiter Arbeitsaufenthalte, betont die Abkehr von der Behördensprache, um die Informationsvermittlung zu verbessern. Die FAZ berichtet, dass die Handreichung mit Grafiken und Links angereichert ist, um Personalabteilungen und Unternehmen bei der Integration ausländischer Arbeitskräfte zu unterstützen.
PKV schlägt Generationenvertrag als Antwort auf Pflegereform vor
Der PKV-Verband schlägt einen Generationenvertrag als Alternative zur Pflegereform vor, um die Pflegeversicherung mit mehr Eigenverantwortung zukunftssicher zu machen.
Der PKV-Verband schlägt einen Generationenvertrag als Alternative zur Pflegereform vor, um die Pflegeversicherung mit mehr Eigenverantwortung zukunftssicher zu machen.
Der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) hat kürzlich einen Vorschlag als Alternative zur bevorstehenden Pflegereform präsentiert, der einen neuen Generationenvertrag für die Pflege beinhaltet. Nach Angaben der Privatversicherer sei die einzige Möglichkeit, die gesetzliche Pflegeversicherung zukunftssicher zu gestalten, eine verstärkte kapitalgedeckte Vorsorge und mehr Eigenverantwortung. Der PKV-Verband schlägt vor, den Beitragssatz in der Pflege zu senken und die finanzielle Belastung für jüngere Generationen zu reduzieren. Um die derzeitigen Herausforderungen der steigenden Kosten und des demografischen Wandels zu bewältigen, favorisiert der Verband, die Leistungen auf dem heutigen Niveau festzuschreiben und den Versicherten mehr Spielraum für private Vorsorge zu schaffen. Gleichzeitig ruft PKV-Chef Dr. Florian Reuther die Politik dazu auf, die Pflegereform nachzujustieren, um einer Verschuldung der jüngeren Generation zu begegnen. Die Frage, ob die Koalition dies umsetzen wird, bleibt offen, insbesondere angesichts der Forderungen der SPD nach einer stärkeren Begrenzung der Eigenanteile in der Pflege. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Linnemann vor schwieriger Pflege-Reform: Teilkasko-Modell als Lösung?
Carsten Linnemann plant eine Pflege-Reform mit Teilkasko-Modell, um trotz finanzieller Herausforderungen die Pflegefinanzierung zu stabilisieren und zu modernisieren.
Carsten Linnemann plant eine Pflege-Reform mit Teilkasko-Modell, um trotz finanzieller Herausforderungen die Pflegefinanzierung zu stabilisieren und zu modernisieren.
Carsten Linnemann steht vor der Herausforderung, das von Nina Warken übernommene Pflegereformgesetz erfolgreich umzusetzen. Ziel ist es, die finanzielle Belastung der Beitragszahler und Heimbewohner zu stabilisieren und gleichzeitig die Pflegestrukturen zu modernisieren. Diese Reform ist politisch riskant, weil Leistungsabstriche unvermeidbar erscheinen, was vor allem auf den Widerstand der SPD stößt. Zugleich lehnt der Finanzminister die Verwendung von Steuergeldern zur Subventionierung der Versicherung ab. Die Lösung könnte in einem ernsthaft umgesetzten "Teilkasko-Modell" liegen, das von der Abschaffung der Leistungszuschläge und verstärkter Eigenverantwortung geprägt ist. Der Vorschlag umfasst, dass Vermögen stärker herangezogen wird, um Kosten zu decken, und junge Leute frühzeitig vorsorgen, um Zusatzversicherungen erschwinglich zu machen. Linnemann muss diese Ideen in der Politik vertreten, um die Pflegefinanzierung nachhaltig zu sichern. Dies berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
11.08.2026
Studie identifiziert 17 Future Skills für Pflegefachkräfte in Deutschland
Studie enthüllt 17 Future Skills für Pflegefachkräfte in Deutschland – neues Kompetenzmodell stärkt Personalentwicklung und Beschäftigungsfähigkeit.
Studie enthüllt 17 Future Skills für Pflegefachkräfte in Deutschland – neues Kompetenzmodell stärkt Personalentwicklung und Beschäftigungsfähigkeit.
Eine kürzlich veröffentlichte qualitative Studie, publiziert in der Fachzeitschrift "Pflege", widmet sich den Future Skills, die Pflegefachpersonen in Deutschland benötigen. Die Studie identifiziert 17 dieser zukunftsrelevanten Kompetenzen und gliedert sie in ein neues Kompetenzmodell. Dieses Modell unterscheidet zwischen personalen und fachlichen Kompetenzen, die sich auf verschiedenen Ebenen entfalten und stufenweise entwickeln. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Personalentwicklung und zur Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit in der Pflege geleistet. (Quelle: www.rechtsdepesche.de)
Neuer Gesundheitsminister Linnemann stellt Pflegeversicherungsreform vor
Neuer Gesundheitsminister Linnemann präsentiert umstrittene Pflegeversicherungsreform: Beitragsanhebung und Deckelung der Eigenanteile als zentrale Maßnahmen.
Neuer Gesundheitsminister Linnemann präsentiert umstrittene Pflegeversicherungsreform: Beitragsanhebung und Deckelung der Eigenanteile als zentrale Maßnahmen.
Carsten Linnemann, der neue Bundesgesundheitsminister, sieht sich gleich zu Beginn seiner Amtszeit mit einer großen Herausforderung konfrontiert: die Reform der Pflegeversicherung. Der aktuelle Gesetzentwurf soll verhindern, dass die Beitragssätze zur Sozialen Pflegeversicherung weiter steigen, während die Eigenanteile in Pflegeheimen begrenzt werden. Trotz gestiegener Beitragssätze von 3,05 Prozent im Jahr 2020 auf 3,6 Prozent und erhöhter Eigenanteile von durchschnittlich 3364 Euro im Monat, reicht das Geld nicht aus. Für 2027 wird eine Finanzierungslücke von 7,6 Milliarden Euro erwartet. Geplant ist, die Bemessungsgrenze der beitragspflichten Einkommen anzuheben und der Kinderlosenzuschlag soll erhöht werden. Die meisten Vorschläge des Ministeriums, wie die Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige oder eine erschwerte Zuweisung von Pflegegraden, finden sich in dem Entwurf. Der Verband der Privaten Krankenversicherung kritisiert den Gesetzentwurf und fordert stattdessen ein Einfrieren der Ausgaben auf dem heutigen Niveau. (Quelle: F.A.Z.)
Pflegekosten in Bayern steigen: Eigenanteil jetzt bei 2.609 Euro
Pflegeheimbewohner in Bayern zahlen jetzt im Schnitt 2.609 Euro monatlich als Eigenanteil, was die finanzielle Belastung weiter steigen lässt.
Pflegeheimbewohner in Bayern zahlen jetzt im Schnitt 2.609 Euro monatlich als Eigenanteil, was die finanzielle Belastung weiter steigen lässt.
Die finanzielle Belastung für Pflegeheimbewohner in Bayern hat sich seit Jahresbeginn deutlich erhöht, berichtet die AOK Bayern. Laut einer Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) beträgt der durchschnittliche Eigenanteil nun 2.609 Euro pro Monat, was einem Anstieg von über 50 Euro entspricht. Obwohl Bayern leicht unter dem Bundesdurchschnitt von 2.707 Euro liegt, bleibt die finanzielle Last erheblich. Alexandra Krist von der AOK Bayern fordert dringend eine grundlegende Reform der sozialen Pflegeversicherung, um Pflegebedürftige und ihre Angehörigen vor zu hohen Eigenanteilen zu schützen.
SVDGV: Neun Reformen für digitale Zukunft der Pflegeversorgung
Der SVDGV präsentiert neun digitale Reformen, um die Pflegeversorgung zukunftsfähig zu machen und reagiert auf laufende Beratungen des Pflegeneuordnungsgesetzes.
Der SVDGV präsentiert neun digitale Reformen, um die Pflegeversorgung zukunftsfähig zu machen und reagiert auf laufende Beratungen des Pflegeneuordnungsgesetzes.
Der Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung (SVDGV) hat in einem Positionspapier neun Reformschritte vorgestellt, um die Pflegeversorgung in Deutschland digital zu unterstützen und zukunftsfähig zu gestalten. Mit der Veröffentlichung wird auf die laufende Beratung des Pflegeneuordnungsgesetzes reagiert, dessen Kabinettsbeschluss noch aussteht. Das Papier fordert, digitale Lösungen in die Regelversorgung zu integrieren, um strukturelle und organisatorische Defizite zu überwinden und die Pflegekompetenz von Fachkräften, Angehörigen und Betroffenen zu stärken. (Quelle: www.monitor-versorgungsforschung.de)
"Ermittlungen gegen Pfleger Ulrich S. weiten sich auf über 120 Fälle aus"
Die Ermittlungen gegen Pfleger Ulrich S. weiten sich auf über 120 Fälle wegen möglicher Tötungsdelikte aus, melden Staatsanwaltschaften aus Aachen und Köln.
Die Ermittlungen gegen Pfleger Ulrich S. weiten sich auf über 120 Fälle wegen möglicher Tötungsdelikte aus, melden Staatsanwaltschaften aus Aachen und Köln.
Der Fall des Krankenpflegers Ulrich S. nimmt zunehmend größere Dimensionen an. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Aachen wird gegen den Mann derzeit in mehr als 120 Verdachtsfällen ermittelt. S. war Ende des vergangenen Jahres wegen zehnfachen Mordes und 27-fachen Mordversuchs zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Inzwischen wurden 39 Leichname von Patienten, die während seiner Dienstzeit starben, exhumiert. Auch in Köln laufen Ermittlungen in 18 Verdachtsfällen, wobei bisher sieben Exhumierungen angeordnet wurden. Das Aachener Landgericht verurteilte den Pfleger für Taten zwischen Dezember 2023 und Mai 2024, weil er Patienten eigenmächtig stark sedierende Medikamente verabreichte. Ulrich S. bestreitet die Vorwürfe, doch das Gericht stellte die besondere Schwere der Schuld fest. Weitere Ermittlungen zu möglichen Tötungsdelikten vor Ende 2023 laufen derzeit. Quelle: F.A.Z.
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