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Pflegepraxis, Organisation und Innovation
19.06.2026
6-R-Regel sorgt für mehr Sicherheit bei Medikamentengabe in Pflege
Die 6-R-Regel erhöht die Sicherheit bei der Medikamentengabe in Pflegeeinrichtungen und minimiert durch systematische Prüfung das Risiko von Fehlern.
Die 6-R-Regel erhöht die Sicherheit bei der Medikamentengabe in Pflegeeinrichtungen und minimiert durch systematische Prüfung das Risiko von Fehlern.
Laut einem Bericht der Allgäuer Zeitung ist die 6-R-Regel ein wichtiger Sicherheitscheck für Pflegekräfte bei der Medikamentengabe. Diese Regel soll helfen, Fehler zu vermeiden und die Sicherheit der Patienten zu erhöhen. Sie umfasst sechs Prüfpunkte: Richtiger Patient, richtiges Medikament, richtige Dosierung, richtiger Zeitpunkt, richtige Verabreichungsform und richtige Dokumentation. Für komplexere Situationen bietet die erweiterte 10-R-Regel zusätzliche Orientierung. Angehörige sollten in bestimmten Fällen die Medikamentengabe an Fachkräfte übergeben, um Risiken zu minimieren.
Der DBfK warnt: Die geplante Budgetdeckelung im GKV-Stabilisierungsgesetz könnte Pflegepersonal und Patientensicherheit in Krankenhäusern gefährden.
Der DBfK warnt: Die geplante Budgetdeckelung im GKV-Stabilisierungsgesetz könnte Pflegepersonal und Patientensicherheit in Krankenhäusern gefährden.
Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) äußert Bedenken über die Auswirkungen des geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes auf Pflegepersonal und Patientensicherheit. In einer jüngst verabschiedeten Resolution kritisiert der DBfK vor allem die vorgesehene Deckelung des Pflegebudgets, die nach Ansicht des Verbands die pflegerische Versorgung in Krankenhäusern beeinträchtigen könnte. DBfK-Präsidentin Vera Lux betont, dass Einsparungen direkt die Zeit für essenzielle Pflegeaufgaben reduzieren würden. Gleichzeitig ruft der Bundesverband Deutscher Privatkliniken nach wirtschaftlichen Lockerungen im neuen Gesetzesentwurf.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
18.06.2026
Demografischer Wandel erhöht Druck auf Pflegesystem in Deutschland
Der demografische Wandel und Fachkräftemangel erhöhen den Druck auf Deutschlands Pflegesystem, da der Pflegebedarf bis 2023 auf 5,7 Millionen Menschen gestiegen ist.
Der demografische Wandel und Fachkräftemangel erhöhen den Druck auf Deutschlands Pflegesystem, da der Pflegebedarf bis 2023 auf 5,7 Millionen Menschen gestiegen ist.
In Deutschland steigt die Lebenserwartung weiter an. Auch die gesunde Lebenserwartung hat sich verbessert, was zu einer „Kompression der Morbidität“ führt: Krankheitsphasen verdichten sich auf den Lebensabend. Die jüngsten Zahlen zeigen jedoch eine bedeutende Ausweitung des Pflegebedarfs, von knapp zwei Millionen im Jahr 2000 auf 5,7 Millionen Menschen 2023, erläutert die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Der demografische Wandel sowie rückläufige Zahlen der Pflegekräfte führen zu einem steigenden Druck auf das Pflegesystem.
Ofatumumab zeigt anhaltende Wirksamkeit bei RMS über 7 Jahre
Der Anti-CD20-Antikörper Ofatumumab zeigt in einer 7-jährigen Studie anhaltende Wirksamkeit und ein günstiges Nutzen-Risiko-Profil bei RMS-Patienten.
Der Anti-CD20-Antikörper Ofatumumab zeigt in einer 7-jährigen Studie anhaltende Wirksamkeit und ein günstiges Nutzen-Risiko-Profil bei RMS-Patienten.
In einer offenen Verlängerungsstudie mit dem Titel ALITHIOS hat der Anti-CD20-Antikörper Ofatumumab eine anhaltende Wirksamkeit und ein günstiges Nutzen-Risiko-Profil über einen Beobachtungszeitraum von bis zu sieben Jahren gezeigt. Dies gilt sowohl für kürzlich diagnostizierte, therapienaive Patientinnen und Patienten mit aktiver schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) als auch für die Gesamtpopulation, berichtet die Ärzte Zeitung. Diese Ergebnisse unterstreichen das Potenzial von Ofatumumab als effektive Therapieoption für RMS-Patienten.
Neue Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen: Krisenfest ab 2026
Ab 2026: Neue Regeln des Medizinischen Dienstes sichern Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen selbst in Krisenzeiten wie Pandemien und Cyberangriffen.
Ab 2026: Neue Regeln des Medizinischen Dienstes sichern Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen selbst in Krisenzeiten wie Pandemien und Cyberangriffen.
Der Medizinische Dienst Bund hat die Regelungen zur Durchführbarkeit von Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen aktualisiert, berichtet die AOK. Die neuen Vorgaben, die seit dem 1. Juni 2026 in Kraft sind, beinhalten Regelungen zur Durchführung von Prüfungen auch in Krisensituationen. Dies schließt nicht nur Pandemien ein, sondern auch Naturkatastrophen, Cyberangriffe und andere außergewöhnliche Schadenslagen. Das Ziel der neuen Regelungen ist es, den Schutz von Pflegebedürftigen, Mitarbeitenden und Prüfteams zu gewährleisten und die Qualitätssicherung auch in herausfordernden Zeiten aufrechtzuerhalten. Die Führungsorgane der Pflegeeinrichtungen sowie die Landesverbände der Pflegekassen sind dazu angehalten, diese Vorgaben einzuhalten, während ein begleitendes FAQ-Dokument Hilfestellung bei der praktischen Umsetzung bietet.
Bundesgesundheitsministerin Warken plant höhere Beiträge zur Pflegereform
Pflegereform: Bundesgesundheitsministerin Warken plant höhere Beiträge, um Finanzlücke zu schließen. Besserverdiener und Pflegeheimbewohner besonders betroffen.
Pflegereform: Bundesgesundheitsministerin Warken plant höhere Beiträge, um Finanzlücke zu schließen. Besserverdiener und Pflegeheimbewohner besonders betroffen.
Die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat einen Entwurf zur Pflegereform vorgestellt, um die Finanzlücke der Pflegeversicherung zu schließen. Geplant sind höhere Belastungen für Arbeitnehmer, Pflegebedürftige und deren Angehörige. Besserverdiener und Kinderlose sollen mit höheren Beiträgen rechnen, während die Beitragsbemessungsgrenze neu angepasst wird. Auch Pflegeheimbewohner müssen mit signifikant höheren Eigenanteilen rechnen, was bei Kritikern die Sorge vor verstärkter Altersarmut auslöst (www.zeit.de).
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
18.06.2026
Internationale Fachkräfte sichern deutsches Gesundheitssystem
Internationale Fachkräfte, unerlässlich für Deutschlands Gesundheitssystem, machen 16% der Mediziner aus und stabilisieren trotz Fachkräftemangels die Versorgung.
Internationale Fachkräfte, unerlässlich für Deutschlands Gesundheitssystem, machen 16% der Mediziner aus und stabilisieren trotz Fachkräftemangels die Versorgung.
Laut einem Bericht auf der Webseite der AOK ist die Integration internationaler Fachkräfte unerlässlich zur Stabilisierung des deutschen Gesundheitssystems. Der wachsende Fachkräftemangel im Bereich Medizin und Pflege erfordert verstärkte Gewinnung ausländischer Arbeitskräfte. Aktuelle Statistiken zeigen, dass bereits 16 Prozent der Mediziner in Deutschland aus anderen Ländern stammen. Besondere Relevanz hat die Zuwanderung von Ärzten aus Nicht-EU-Staaten. Auch in der Pflege wächst der Anteil ausländischer Mitarbeiter kontinuierlich, was die Versorgung sichert. Trotz dieser Entwicklungen bleibt die Abwanderung deutscher Ärzte ein anhaltendes Risiko.
Deutschland bekommt mediterranes Klima: Städte werden zu „Klimazwillingen“
Deutschland wandelt sich klimatisch, Städte wie Frankfurt werden bis 2080 mediterranes Wetter wie Italiens Adriaküste erleben. Anpassung ist gefordert.
Deutschland wandelt sich klimatisch, Städte wie Frankfurt werden bis 2080 mediterranes Wetter wie Italiens Adriaküste erleben. Anpassung ist gefordert.
Deutschland sieht sich zunehmend mit klimatischen Herausforderungen konfrontiert, die einst typisch für mediterrane Regionen wie Italien waren. Die Städte im Land entwickeln sich klimatisch zu ihren italienischen „Klimazwillingen“, was bedeutet, dass auch hier heißere und trockenere Wetterbedingungen zu erwarten sind. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, dass Städte wie Frankfurt bis zum Jahr 2080 Temperaturen wie die der Adriaküste erleben könnten. Während der vergangenen Jahre zeigte die Klimapolitik erste Erfolge, jedoch darf man sich nicht täuschen lassen: Das Tempo des Klimawandels stellt eine enorme Herausforderung dar. Kommunen müssen sich anpassen, um Abkühlungsmöglichkeiten zu schaffen, wie etwa durch Klimaanlagen oder unversiegelte Flächen. Die wirtschaftlichen Kosten sind erheblich, mit geschätzten 112 Milliarden Euro Verlust an Produktivität bis 2030. Es ist entscheidend, kluge lokale Entscheidungen zu treffen, um nachhaltigen Schutz zu gewährleisten. Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung.
GOLD-Report 2026: Neue COPD-Klassifikation für bessere Therapieplanung
Der GOLD-Report 2026 überarbeitet die COPD-Klassifikation, was frühere Diagnostik und präventive Therapien zur besseren Patientenversorgung ermöglichen soll.
Der GOLD-Report 2026 überarbeitet die COPD-Klassifikation, was frühere Diagnostik und präventive Therapien zur besseren Patientenversorgung ermöglichen soll.
Im GOLD-Report 2026 wurde die Definition von COPD überarbeitet, wodurch nun bereits ab einer moderaten Exazerbation eine Einstufung in Gruppe E erfolgt. Hierbei betont Professor Michael Dreher aus Aachen, dass die frühzeitige Diagnostik und das Vermeiden von Exazerbationen entscheidend sind. Die Änderungen im GOLD-Report sollen die Behandlung von COPD-Patienten verbessern, indem eine proaktive Strategie anstelle der bisherigen reaktiven Ansätze verfolgt wird. Diese Neudefinition könnte dazu beitragen, Patienten besser zu klassifizieren und angemessenere Therapiepläne zu erstellen. Die ausführlichen Ergebnisse und praktischen Konsequenzen dieser Neuerungen wurden beim Praxis Update Allgemeinmedizin diskutiert und verdeutlichen die Notwendigkeit einer aktualisierten Herangehensweise in der COPD-Behandlung. (Quelle: Ärztezeitung)
Millionenprojekt zur digitalen Pflege im Mansfeld-Südharz besprochen
Im Landkreis Mansfeld-Südharz fördert das Millionenprojekt "TPG" den Strukturwandel und verbessert die Pflege durch Telemedizin, wie im Ausschuss besprochen.
Im Landkreis Mansfeld-Südharz fördert das Millionenprojekt "TPG" den Strukturwandel und verbessert die Pflege durch Telemedizin, wie im Ausschuss besprochen.
Im Landkreis Mansfeld-Südharz wird ein Millionenprojekt zur digitalen Pflege initiiert, dessen Fortschritt im Gesundheits- und Sozialausschuss besprochen wurde, berichtet MZ. Barbara Castrellon Gutierrez informierte über den Stand des Projekts "TPG", das den Strukturwandel in der Region fördern und die Pflege verbessern soll. Ein Schwerpunkt dabei ist die Telemedizin, die künftig verstärkt eingesetzt werden soll. Aktuell befinden sich viele Maßnahmen noch in der Planungsphase.
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