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Pflegepolitik und Recht
15.06.2026
Regierung plant Erhöhung der Minijob-Abgaben – Kritik aus der Wirtschaft
Die Regierung plant höhere Minijob-Abgaben, um das Pflegewesen zu stärken. Wirtschaft und Branchen wie Gebäudereinigung warnen vor massiven Kostensteigerungen.
Die Regierung plant höhere Minijob-Abgaben, um das Pflegewesen zu stärken. Wirtschaft und Branchen wie Gebäudereinigung warnen vor massiven Kostensteigerungen.
Die Regierungskoalition plant eine Erhöhung der Pauschalabgaben für Minijobs, um finanzielle Lücken im Gesundheits- und Pflegewesen zu schließen. Derzeit betragen diese Abgaben für Arbeitgeber gut 31 Prozent des Lohns, sollen aber auf über 39 Prozent steigen. Dies geschieht im Kontext von Reformen, die auch die Beitragsbemessungsgrenzen für Gutverdiener erhöhen sollen. Vertreter der betroffenen Dienstleistungsbranchen kritisieren die Maßnahmen scharf. Der Handelsverband Deutschland sieht eine "Kostenexplosion" und eine "Abschaffung der Minijobs durch die Hintertür". In der Gebäudereinigung, wo 30 Prozent der Beschäftigten Minijobber sind, wird um die wirtschaftlichen Folgen gefürchtet. Die Pläne, die laut F.A.Z. Gesundheitsministerin Nina Warken gut drei Milliarden Euro Mehreinnahmen bringen sollen, stoßen auch aus politischen und gewerkschaftlichen Gründen auf Zustimmung, da Minijobs für viele als unerwünschte Beschäftigungsform gelten. Quellenangabe: Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.).
Studie: Anstieg der Demenzfälle auf über 2 Millionen bis 2060 erwartet
Eine Studie prognostiziert bis 2060 über zwei Millionen Demenzfälle in Deutschland, besonders stark betroffen: ländliche Regionen mit hohen Erkrankungsquoten.
Eine Studie prognostiziert bis 2060 über zwei Millionen Demenzfälle in Deutschland, besonders stark betroffen: ländliche Regionen mit hohen Erkrankungsquoten.
Eine aktuelle Analyse, zitiert von "Der Spiegel", prognostiziert einen Anstieg der Demenzerkrankungen in Deutschland auf über zwei Millionen Fälle bis 2060. Besonders betroffen könnten ländliche Regionen sein, wo mehr als fünf Prozent der Bevölkerung erkranken könnten. Diese Erkenntnisse entstammen einer Studie, die sich mit der Entwicklung von Demenz in verschiedenen Landkreisen beschäftigt.
Long/Post-COVID: Off-Label-Verschreibungen jetzt ohne Antrag möglich
Off-Label-Verschreibungen für Long/Post-COVID nun einfacher: Ab sofort sind bestimmte Wirkstoffe ohne Antrag zulasten der Krankenkassen verordnungsfähig.
Off-Label-Verschreibungen für Long/Post-COVID nun einfacher: Ab sofort sind bestimmte Wirkstoffe ohne Antrag zulasten der Krankenkassen verordnungsfähig.
Gegen Long/Post-COVID dürfen mehrere Wirkstoffe ab sofort off-label und ohne Genehmigungsantrag zulasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet werden. Diese Verordnungen sind jedoch auf spezifische Hersteller beschränkt, wie die 'Ärzte Zeitung' berichtet. Dies gilt im Rahmen des genehmigten Off-Label-Uses, in dem das Aut-idem-Prinzip ausgeschlossen werden muss. Diese Regelung ist von besonderer Bedeutung, da sie die Verfügbarkeit von Medikamenten für Patienten mit Long/Post-COVID erleichtert und Ärzten eine größere Flexibilität bei der Verschreibung ermöglicht.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
15.06.2026
Hitzewelle rollt über Deutschland: Temperaturen bis 36 Grad erwartet
Eine Hitzewelle trifft Deutschland: Ab Mittwoch steigen die Temperaturen auf bis zu 36 Grad, besonders im Süden. Selbst nachts bleibt es tropisch warm.
Eine Hitzewelle trifft Deutschland: Ab Mittwoch steigen die Temperaturen auf bis zu 36 Grad, besonders im Süden. Selbst nachts bleibt es tropisch warm.
Am Dienstag sind zunächst teils kräftige Regenfälle und Gewitter zu erwarten. Allerdings ändert sich das Wetter ab Mittwoch: "Ab Mittwoch setzt sich aus Südwesten hoher Luftdruck und zunehmende Wärme durch", erklärt Meteorologin Jacqueline Kernn vom Deutschen Wetterdienst laut FAZ. Besonders die mittleren und südlichen Landesteile Deutschlands könnten von einer Hitzewelle betroffen sein, die bis in die folgende Woche andauern soll. Am Oberrhein werden Temperaturen von bis zu 36 Grad erwartet. Selbst in den Nächten kühlt es kaum ab. Die FAZ berichtet, dass im Westen und Südwesten es in größeren Städten tropisch warm werden könnte, das heiße, die Temperaturen sinken nicht unter 20 Grad. Zudem werden teils kräftige Gewitter erwartet, die das Schwüleempfinden noch verstärken könnten.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
15.06.2026
Demenzfälle steigen bis 2060: Gesundheitssystem vor großen Herausforderungen
Bis 2060 könnten über 2 Millionen Menschen in Deutschland an Demenz erkranken – eine Herausforderung für das Gesundheitssystem, das jetzt zum Handeln aufgefordert ist.
Bis 2060 könnten über 2 Millionen Menschen in Deutschland an Demenz erkranken – eine Herausforderung für das Gesundheitssystem, das jetzt zum Handeln aufgefordert ist.
Eine Untersuchung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK sowie der Universitäten Trier, Rostock und Köln prognostiziert einen deutlichen Anstieg der Demenzfälle in Deutschland. Bis zum Jahr 2060 könnten über 2 Millionen Menschen an Demenz erkranken, wie die Analyse zeigt. Die Ergebnisse dieser Studie verdeutlichen die Herausforderungen, die auf das Gesundheitssystem zukommen. Eine zunehmende Zahl von Betroffenen erfordert nicht nur mehr Pflegepersonal, sondern auch strukturelle Anpassungen in der Versorgung. Diese Entwicklungen unterstreichen die Notwendigkeit einer frühzeitigen und umfassenden Planung im Gesundheitssektor. Solche Einblicke in die zukünftige Entwicklung der Demenzfälle sind von besonderer Bedeutung für Fachkräfte in der Pflege, Entscheidungsträger in Altenheimen und Pflegediensten sowie für Angehörige von Pflegebedürftigen, die sich auf die kommenden Anforderungen einstellen müssen. Weitere Details finden Sie in der Ausgabe der Ärzte Zeitung.
Koalitionsstreit um Pflegekosten: Schwarz-Rot uneins über Einkommensgrenze
Koalitionskrach Schwarz-Rot: Uneinigkeit über die Abschaffung der Einkommensgrenze bei Pflegekosten belastet die Zukunft vieler Familien.
Koalitionskrach Schwarz-Rot: Uneinigkeit über die Abschaffung der Einkommensgrenze bei Pflegekosten belastet die Zukunft vieler Familien.
In der schwarz-roten Koalition gibt es Unstimmigkeiten über Pläne zur Abschaffung der 100.000-Euro-Einkommensgrenze, unter der Kinder nicht für die Pflegekosten ihrer Eltern aufkommen müssen. Laut einem Gesetzentwurf von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sollen die Nachkommen wieder stärker finanziell belastet werden, um die Kommunen zu entlasten. Widerstand kommt von Katrin Staffler (CSU), die eine Streichung der Grenze ablehnt und eine gerechte Lastenverteilung fordert. Hintergrund sind hohe Pflegekosten, die viele Familien belasten. (Quelle: www.express.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
15.06.2026
„Demenzfälle in Deutschland steigen bis 2060 auf 2,1 Millionen“
Die Zahl der Demenzfälle in Deutschland könnte bis 2060 auf 2,1 Millionen steigen. Prävention und Anpassungen sind dringend nötig, um den Bedarf zu decken.
Die Zahl der Demenzfälle in Deutschland könnte bis 2060 auf 2,1 Millionen steigen. Prävention und Anpassungen sind dringend nötig, um den Bedarf zu decken.
Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigen, dass die Zahl der Demenzfälle in Deutschland von derzeit 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen bis 2060 ansteigen könnte, während die Erwerbsbevölkerung abnimmt. Besonders ländliche Regionen im Osten sind betroffen. In optimalen Szenarien könnten Präventionsmaßnahmen die Zahl der Neuerkrankungen erheblich senken. Laut Helmut Schröder vom WIdO sind Prävention und strukturelle Anpassungen dringend erforderlich, um den wachsenden Versorgungsbedarf zukünftig zu decken. (Quelle: www.wido.de)
Deutschland verfehlt Frist: Entgelttransparenz bleibt umstrittenes Thema
Deutschland verpasst die Frist für die Entgelttransparenzrichtlinie der EU und riskiert rechtliche Konsequenzen. Ein BAG-Urteil könnte wegweisend sein.
Deutschland verpasst die Frist für die Entgelttransparenzrichtlinie der EU und riskiert rechtliche Konsequenzen. Ein BAG-Urteil könnte wegweisend sein.
Die europäische Entgelttransparenzrichtlinie wurde in Deutschland nicht rechtzeitig umgesetzt, obwohl dies zu erheblichen rechtlichen Folgen führen kann. Unternehmen, insbesondere kleinere, könnten bald verpflichtet sein, über Gehaltsunterschiede Auskunft zu erteilen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts - das nicht auf die üblichen Anforderungen des Entgelttransparenzgesetzes setzte, sondern auf Paragraph 242 des BGB - könnte hier wegweisend sein. Im vorliegenden Fall sah eine Tierärztin sich bei der Bezahlung gegenüber ihrem Bruder in der Familienklinik benachteiligt und forderte, auf Grundlage von Treu und Glauben, Auskunft über Lohnunterschiede. Auch wenn das Gericht dies aufgrund unzureichender Indizien in diesem Fall verneinte, bleibt die Anwendung des Paragraphen 242 BGB umstritten, aber potenziell von großer Bedeutung. Somit könnten Entgeltklagen schneller vor Gericht enden als bisher angenommen.
Ergebnisse einer Metaanalyse deuten darauf hin, dass Ketamin-Infusionen bei schwerer Depression akute Symptome, einschließlich Suizidalität, rasch lindern können. Die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Therapie im Langzeitverlauf sind jedoch noch unklar. Interessant ist hierbei, dass diese Ergebnisse möglicherweise neue Ansätze in der Behandlung schwerer Depressionen eröffnen könnten, insbesondere in akuten Fällen, wo schnelle Hilfe gefragt ist. Quelle: Ärztezeitung.
Neubrandenburger Pflegetag: Fokus auf Erschöpfung und Selbstfürsorge
Auf dem Neubrandenburger Pflegetag steht die Erschöpfung im Pflegebereich im Fokus, ebenso wie die Wichtigkeit von Selbstfürsorge und psychischer Gesundheit.
Auf dem Neubrandenburger Pflegetag steht die Erschöpfung im Pflegebereich im Fokus, ebenso wie die Wichtigkeit von Selbstfürsorge und psychischer Gesundheit.
Der Neubrandenburger Pflegetag befasst sich mit der zunehmenden Erschöpfung in Pflegeberufen und betont die Notwendigkeit von Selbstfürsorge. Pflegedirektorin Sarah Buder und Gesundheitswissenschaftlerin Marie Gehrke unterstreichen die Bedeutung psychischer Gesundheit neben fachlichen Fähigkeiten, um den hohen Arbeitsanforderungen gerecht zu werden. Gewalt in der Pflege, sowohl von Patienten als auch von überforderten Pflegekräften, ist ebenfalls ein wachsendes Thema. Lösungen wie betriebliches Gesundheitsmanagement und gewaltfreie Kommunikation wurden diskutiert. Fachleute betonen die Bedeutung von Austausch und Unterstützung.
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