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Medizin, Gesundheit und Prävention
15.06.2026
Neubrandenburger Pflegetag: Fokus auf Erschöpfung und Selbstfürsorge
Auf dem Neubrandenburger Pflegetag steht die Erschöpfung im Pflegebereich im Fokus, ebenso wie die Wichtigkeit von Selbstfürsorge und psychischer Gesundheit.
Auf dem Neubrandenburger Pflegetag steht die Erschöpfung im Pflegebereich im Fokus, ebenso wie die Wichtigkeit von Selbstfürsorge und psychischer Gesundheit.
Der Neubrandenburger Pflegetag befasst sich mit der zunehmenden Erschöpfung in Pflegeberufen und betont die Notwendigkeit von Selbstfürsorge. Pflegedirektorin Sarah Buder und Gesundheitswissenschaftlerin Marie Gehrke unterstreichen die Bedeutung psychischer Gesundheit neben fachlichen Fähigkeiten, um den hohen Arbeitsanforderungen gerecht zu werden. Gewalt in der Pflege, sowohl von Patienten als auch von überforderten Pflegekräften, ist ebenfalls ein wachsendes Thema. Lösungen wie betriebliches Gesundheitsmanagement und gewaltfreie Kommunikation wurden diskutiert. Fachleute betonen die Bedeutung von Austausch und Unterstützung.
PNOG-Entwurf: Tarifpflicht in Pflege bis 2029 ausgesetzt
Der PNOG-Entwurf ermöglicht bis 2029 die Aussetzung der Tarifpflicht in der Pflege, was laut Experten Bedenken hinsichtlich der Tarifdynamik hervorruft.
Der PNOG-Entwurf ermöglicht bis 2029 die Aussetzung der Tarifpflicht in der Pflege, was laut Experten Bedenken hinsichtlich der Tarifdynamik hervorruft.
Der von der Bundesregierung vorgelegte Entwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes (PNOG) sieht eine befristete Aussetzung der Tarifpflicht vor, um die Finanzierung der sozialen Pflegeversicherung zu stabilisieren, berichtet www.altenheim.net. Zwischen 2027 und 2029 sollen tarifliche Entlohnungen keine Zulassungsvoraussetzung mehr sein. Anwalt Peter Sausen äußerte Bedenken, dass die Änderung potenziell die tarifliche Dynamik gefährden könnte. Zudem wird eine Lohnabsenkung bei überdurchschnittlichen Tarifabschlüssen befürchtet, während die Refinanzierung weiterhin gesichert bleiben muss.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
14.06.2026
Gespräche über psychische Veränderungen im Team erfolgreich führen
Fachkräfte in der Pflege erfahren, wie psychische Veränderungen im Team souverän thematisiert werden können, um Unterstützung und Verständnis zu fördern.
Fachkräfte in der Pflege erfahren, wie psychische Veränderungen im Team souverän thematisiert werden können, um Unterstützung und Verständnis zu fördern.
Psychische Veränderungen bei Kolleginnen oder Kollegen anzusprechen, ist oft eine Hürde – besonders bei großem Altersunterschied oder wenig Nähe, berichtet die 'Ärzte Zeitung'. Psychologin Dr. Ines Keita erklärt, wie man ein Gespräch vorbereitet und warum klare Sorge oft mehr bewirkt als das sofortige Anbieten von Lösungen. Den vollständigen Beitrag können interessierte Leser nach Anmeldung einsehen. Die 'Ärzte Zeitung' bietet durch die Registrierung Zugriff auf mehr Analysen, Hintergrundberichte und exklusive Praxis-Tipps. Dies ist besonders für Fachkräfte aus der Pflege relevant, die sich über solche Themen informieren und praktische Anregungen für den Umgang in ihrem beruflichen Alltag gewinnen möchten.
Merz' Sparpläne im Pflegesektor stützen AfD bei Wahlen
Merz' Sparpläne im Pflegesektor heizen die Debatte an und könnten der AfD bei Wahlen in die Karten spielen, da sie Versicherte erheblich belasten.
Merz' Sparpläne im Pflegesektor heizen die Debatte an und könnten der AfD bei Wahlen in die Karten spielen, da sie Versicherte erheblich belasten.
Laut Berichten von 'Tichys Einblick' sollen die von der Merz-Regierung geplanten Einsparungen im Gesundheits- und Pflegesektor deutliche Auswirkungen auf Versicherte haben. Friedrich Merz beabsichtigt, durch höhere Beiträge und reduzierte Leistungen Einsparungen vorzunehmen, was als potenzielle Wahlkampfhilfe für die AfD betrachtet wird. Besonders die Pflegereform könnte politisch brisant werden, da sie eine erhebliche Zahl von Pflegebedürftigen und deren Angehörige betrifft. Diese Maßnahmen könnten die politische Landschaft zugunsten von Oppositionsparteien, insbesondere der AfD, verschieben.
Pflegeexperten fordern Hitzeschutzintegrationen zum Schutz der Senioren
Pflegeexperten fordern Hitzeschutzpläne zum Schutz älterer Menschen vor tödlichen Hitzewellen in Deutschland - dringende Vorsorge ist nötig.
Pflegeexperten fordern Hitzeschutzpläne zum Schutz älterer Menschen vor tödlichen Hitzewellen in Deutschland - dringende Vorsorge ist nötig.
Mehr als 150 Institutionen und Verbände aus den Bereichen Gesundheit, Pflege und Wohlfahrt fordern laut einem Bericht von www.journalmed.de, Hitzeschutz in Krisenvorsorgepläne zu integrieren. Anlässlich des „Hitzeaktionstags 2026“ warnte ein breites Bündnis vor der Todesgefahr durch sogenannte „Hitzedom“-Szenarien, die bei fehlendem Hitzeschutz in Deutschland tausende Menschenleben kosten könnten. Besonders betroffen seien ältere und pflegebedürftige Personen. Die Forderung der Experten umfasst die stärkere Einbindung von Gesundheits- und Katastrophenschutzmaßnahmen in die Planung, um auch wirtschaftliche Schäden zu vermeiden.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
13.06.2026
Deutscher Arbeitsmarkt: Babyboomer-Ausfall größer als erwartet
Der Renteneintritt der Babyboomer vergrößert die Personallücke: Bis 2036 fehlen über 4 Millionen Arbeitskräfte, so das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft.
Der Renteneintritt der Babyboomer vergrößert die Personallücke: Bis 2036 fehlen über 4 Millionen Arbeitskräfte, so das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft.
Der Renteneintritt der Babyboomer-Generation wird den deutschen Arbeitsmarkt einer Prognose zufolge erheblich stärker treffen als bisher angenommen. Eine neue Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, die dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt, zeigt auf, dass am Ende ein Potenzial von mehr als vier Millionen Arbeitskräften fehlen wird. Das sind etwa 1,3 Millionen mehr als bisher erwartet. Grund dafür sei die Migrationspolitik der Bundesregierung, wie das arbeitgebernahe Institut erklärt. Die Rheinische Post berichtete zuerst über diese Zahlen. Laut IW-Prognose wird die Erwerbsbevölkerung bis 2036, wenn der letzte Jahrgang der Babyboomer das Rentenalter erreicht, um rund 4,3 Millionen Menschen schrumpfen. Zwei Jahre zuvor war noch von einer Lücke von drei Millionen ausgegangen worden. Die Entwicklung der Bevölkerung verläuft schneller rückläufig als angenommen, was insbesondere durch die niedrige Zahl der Zuwanderer verstärkt wird, zitiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung den Bericht des IW.
Ministerin Warken fordert mehr Steueranreize für private Pflegevorsorge
Ministerin Warken fordert mehr Steueranreize für private Pflegevorsorge, um deren Attraktivität zu steigern und die Pflegefinanzierung zu stärken.
Ministerin Warken fordert mehr Steueranreize für private Pflegevorsorge, um deren Attraktivität zu steigern und die Pflegefinanzierung zu stärken.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) setzt sich dafür ein, dass private Pflegevorsorge steuerlich stärker gefördert wird. In einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe betonte sie, dass es attraktiver werden müsse, zusätzlich eine private Pflegeversicherung abzuschließen. Ihr Vorschlag sieht vor, die gezahlten Beiträge als Vorsorgeaufwand von der Steuer abzusetzen. Derzeit zählen Pflegezusatzversicherungen zu den „sonstigen Vorsorgeaufwendungen“ und sind für Angestellte, Beamte und Selbstständige bis zu einer bestimmten Höchstgrenze steuerlich absetzbar. Aufgrund der enthaltenen Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegepflichtversicherung ist die steuerliche Wirkung jedoch als gering einzuschätzen. Warken argumentiert, dass die private Vorsorge ein zentraler Baustein der Pflegefinanzierung werden müsse, ohne die finanziellen Probleme der Pflegeversicherung auf Kommunen abzuwälzen, vor dem Hintergrund der wachsenden Finanzierungsdefizite in der sozialen Pflegeversicherung. Quelle: dpa
Pflegereform: Sparpläne gefährden finanzielle Basis der Einrichtungen
Scharfe Kritik an der Pflegereform: Sparpläne der Gesundheitsministerin bedrohen finanzielle Basis und verstärken Fachkräftemangel in der Pflegebranche.
Scharfe Kritik an der Pflegereform: Sparpläne der Gesundheitsministerin bedrohen finanzielle Basis und verstärken Fachkräftemangel in der Pflegebranche.
Die geplante Reform der Gesundheitsministerin Nina Warken, die durch das GKV-Stabilisierungsgesetz 16 Milliarden Euro einsparen soll, stößt auf scharfe Kritik in der Pflegebranche. Laut Berichten von "Merkur" sieht der Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Bernd Meurer, durch die Einsparungen die finanzielle Grundlage von Pflegeeinrichtungen gefährdet. Meurer kritisiert, dass die geplante Aussetzung der Tariftreue in der Langzeitpflege den Fachkräftemangel verschärfen könnte, da die Einrichtungen Schwierigkeiten hätten, competitive Gehälter zu zahlen.
Psilocybin: Alzheimer-Patientin zeigt signifikante Symptomverbesserung
Psilocybin bringt Hoffnung: 80-jährige Alzheimer-Patientin erlebte nach Einnahme signifikante Verbesserung ihrer Symptome, laut FAZ-Bericht durch brasilianische Studie.
Psilocybin bringt Hoffnung: 80-jährige Alzheimer-Patientin erlebte nach Einnahme signifikante Verbesserung ihrer Symptome, laut FAZ-Bericht durch brasilianische Studie.
In einem bemerkenswerten Fall hat eine 80-jährige Alzheimer-Patientin nach der Einnahme von Psilocybin, einem aus Zauberpilzen gewonnenen Wirkstoff, signifikante Verbesserungen ihrer Krankheitssymptome erfahren. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, erfolgte die Verabreichung in einem von brasilianischen Wissenschaftlern durchgeführten Experiment. Der Zustand der Frau, die zuvor schwer an Alzheimer erkrankt war und kaum am sozialen Leben teilnahm, änderte sich nach der Einnahme von fünf Gramm Psilocybin grundlegend. Nach einer langanhaltenden Schlafphase von 19 Stunden konnte sie plötzlich wieder detaillierte Erinnerungen abrufen und sich aktiv am Leben beteiligen. Auch ihre körperlichen Symptome wie Inkontinenz verbesserten sich. Die Forscher führten die Veränderung auf die möglichen Auswirkungen von Psilocybin auf die Neuroplastizität und die Reorganisation von Hirnnetzwerken zurück und veröffentlichten ihre Beobachtungen im Fachmagazin „Frontiers in Neuroscience“. Trotz der bemerkenswerten Ergebnisse betonten Experten, dass weitere Forschungen notwendig sind, um die Sicherheit und Wirksamkeit solcher Behandlungen umfassend zu bewerten.
Geistige Aktivität senkt Demenzrisiko auch bei körperlicher Passivität, laut neuen Studien: Bewegung allein reicht nicht, um Demenz vorzubeugen.
Geistige Aktivität senkt Demenzrisiko auch bei körperlicher Passivität, laut neuen Studien: Bewegung allein reicht nicht, um Demenz vorzubeugen.
Körperliche Passivität ist nicht unbedingt ein unüberwindbares Hindernis bei der Demenzprävention. Laut aerztezeitung.de zeigen zwei neue Studien, dass auch mit einem sitzenden Lebensstil das Demenzrisiko gesenkt werden kann, sofern man geistig aktiv bleibt. Überraschenderweise reicht allein Bewegung nicht aus, um Demenz zuverlässig vorzubeugen, wie die aktuellen Forschungsergebnisse nahelegen. Diese Studien heben auch die Herausforderungen und Fallstricke hervor, die in der Forschung zur Demenzprävention bestehen. Quelle: aerztezeitung.de
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