Im Mittelpunkt standen Einsamkeit in der Pflege und die Frage, wie vorhandene Hilfen bekannter, besser vernetzt und für Betroffene leichter zugänglich werden können.
Das Bild vom „Elefanten im Raum“ prägte die Veranstaltung: Viele Menschen fühlen sich einsam, können oder wollen aber nicht darüber sprechen. In Arbeitsforen diskutierten die Teilnehmenden Einsamkeit bei beruflich Pflegenden, pflegenden Angehörigen und Pflegebedürftigen zu Hause und im Heim. Zwei Impulsvorträge von Jonas Schmeißner-Darkow und Dr. Christoph Borzikowsky vom Institut für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein beleuchteten Ursachen und Herausforderungen sowie Möglichkeiten, Einsamkeit im Pflegealltag zu begegnen.
Rund 15 Verbände und Organisationen stellten Unterstützungsangebote vor. Dazu gehörten Selbsthilfe- und Besuchsdienste, Angebote für pflegende Angehörige, Freizeit-Tandems, digitale Patenschaften, präventive Hausbesuche sowie Demenz-, Hospiz- und Teilhabeberatung. Entscheidend sei, die vorhandenen Angebote bekannt zu machen, miteinander zu vernetzen und Betroffenen vor Ort den Zugang zu Unterstützung und sozialen Kontakten zu erleichtern, sagte Susanne Stürwohldt, Fachdienstleiterin Soziale Sicherung beim Kreis Segeberg.
Aus der Vorstellung und Vernetzung der Angebote entstanden neue Kontakte und Ideen für gemeinsame Maßnahmen gegen Einsamkeit.