altenpflege.de / magazin

Nachrichten aus Pflege, Politik und Praxis

Pflegepolitik & Recht

Koalition will Sozialraumbudget für bestehende Pflegedienste öffnen

Bestehende Pflegedienste, Caritas, Diakonie und private Träger sollen das geplante Sozialraumbudget abrechnen können. Koalitionspolitiker kündigen zudem eine flexiblere Nutzung und einen Übergang ohne abrupten Bruch zum 1. Januar 2027 an.

Konkrete Regeln fehlen noch.

Die Zusagen fielen bei der ersten Beratung der Pflegereform im Bundestag. Wie altenheim.net berichtet, ging der Entwurf an die Ausschüsse; abgestimmt wurde noch nicht.

Nach dem Regierungsentwurf darf das Budget nur über bestimmte anerkannte Angebote abgerechnet werden. Viele Pflegedienste befürchten deshalb, Pflege und Hilfe im Haushalt nicht mehr „aus einer Hand“ anbieten zu können. Simone Borchardt (CDU) kündigte Nachbesserungen an.

Dagmar Schmidt (SPD) will ein niedrigschwelliges, unbürokratisches und flexibles Budget und hält mehr Verwendungsmöglichkeiten für denkbar. Christos Pantazis (SPD) verlangt zum 1. Januar 2027 einen Übergang ohne abrupten Bruch.

Wer abrechnen darf, wofür das Budget genutzt werden kann und welche Übergangsfristen gelten, sollen erst Änderungsanträge regeln. Die Anhörung ist am 25. November geplant, die Bundestagsabstimmung am 11. Dezember und die Bundesratsberatung am 18. Dezember.

Quellen und weiterführende Informationen

Kommentare (0)

Lesen kann jeder, kommentieren können angemeldete Mitglieder der altenpflege.de. Jeder Kommentar wird vor der Veröffentlichung automatisch geprüft, Links werden entfernt. Bitte beachte die Kommentarrichtlinien.

Zum Kommentieren bitte anmelden oder kostenlos registrieren.

Noch keine Kommentare. Schreibe den ersten.

Mehr zum Thema

Pflegepolitik & Recht

Bundestag berät Pflegereform mit vier neuen Budgets

Der Bundestag nimmt am Donnerstag, 5. November, erstmals den Regierungsentwurf für das Pflegeneuordnungsgesetz auf. In der häuslichen Pflege sollen vier Budgets an die Stelle vieler Einzelleistungen treten.

4. November 2026 · Deutscher Bundestag, Bundesministerium für Gesundheit, www.nd-aktuell.de