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Pflegepolitik und Recht
29.04.2026
Streit um GKV-Gesetz: Tarifstreichungen in der Pflege geplant
Bund diskutiert GKV-Gesetz: Geplante Tarifkürzungen in der ambulanten und Intensivpflege stoßen auf scharfe Kritik von Verbänden.
Bund diskutiert GKV-Gesetz: Geplante Tarifkürzungen in der ambulanten und Intensivpflege stoßen auf scharfe Kritik von Verbänden.
Das Bundeskabinett diskutiert aktuell das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, das eine umstrittene Streichung der vollen Tarifrefinanzierung in der häuslichen Krankenpflege (HKP) und außerklinischen Intensivpflege (AKI) vorsieht, berichtet die Webseite häusliche-pflege.net. Der Entwurf, der massive Kritik von Verbänden erhielt, sieht für die Jahre 2027 bis 2029 eine Begrenzung der Vergütungssteigerungen auf die Grundlohnsummensteigerung vor, was erhebliche Einsparungen erbringen soll und als notwendig zur Stabilisierung der GKV-Finanzen betrachtet wird.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
29.04.2026
NRW: Zahl der Pflege-Auszubildenden steigt, Fachkräftemangel bleibt
In NRW steigt die Zahl der Pflege-Auszubildenden, doch der Fachkräftemangel bleibt bestehen, da die ältere Bevölkerung bis 2040 weiter wächst.
In NRW steigt die Zahl der Pflege-Auszubildenden, doch der Fachkräftemangel bleibt bestehen, da die ältere Bevölkerung bis 2040 weiter wächst.
In Nordrhein-Westfalen steigt die Zahl der Auszubildenden im Pflegebereich, doch der Bedarf an Fachkräften bleibt weiterhin hoch. Wie die Westdeutsche Zeitung berichtet, ist angesichts des erwarteten Anstiegs der älteren Bevölkerung bis 2040 keine Entlastung in Sicht. Trotz der Bemühungen, den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten, bleibt der Fachkräftemangel eine Herausforderung. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann betont, dass ein vielfältigeres Angebot an Pflegeformen erforderlich sei, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
29.04.2026
Innovationsfonds: Trotz Förderung weiter Hürden für Regelversorgung
Trotz Milliardenförderung des Innovationsfonds bleiben viele Projekte in der gesetzlichen Krankenversicherung schwer in die Regelversorgung integrierbar.
Trotz Milliardenförderung des Innovationsfonds bleiben viele Projekte in der gesetzlichen Krankenversicherung schwer in die Regelversorgung integrierbar.
Seit 2016 fördert der Innovationsausschuss mit Milliardenmitteln neue Versorgungsmodelle in der gesetzlichen Krankenversicherung. Zehn Jahre nach dem Start fällt die Bilanz ambivalent aus: Zwar wurden mehr als 800 Projekte unterstützt, doch der Weg in die Regelversorgung bleibt häufig lang und komplex. Ein ausführlicher Beitrag in „Gesundheit + Gesellschaft“ (G+G) 04/2026 analysiert die Entwicklung des Innovationsfonds und beleuchtet, welche Hürden eine erfolgreiche Überführung der Projekte in die Versorgung erschweren. Besondere Aufmerksamkeit gilt den strukturellen Problemen, die den Übergang behindern. Der Artikel diskutiert künftige Reformvorschläge und zeigt auf, wie der Fonds stärker auf die praktische Umsetzung fokussiert werden könnte. (Quelle: aok.de)
COVID-19-Impfstoffe in Rheinland-Pfalz: Haltbarkeitsdatum beachten
KV Rheinland-Pfalz warnt: COVID-19-Impfstoffe kurz vor Ablauf! Gesundheitsberufe sollten zügig handeln, um Verluste zu vermeiden und Impfschutz sicherzustellen.
KV Rheinland-Pfalz warnt: COVID-19-Impfstoffe kurz vor Ablauf! Gesundheitsberufe sollten zügig handeln, um Verluste zu vermeiden und Impfschutz sicherzustellen.
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz hat darauf hingewiesen, dass bestimmte COVID-19-Impfstoffe bald das Haltbarkeitsdatum erreichen werden. Gesundheitsberufe und Mitarbeiter der Gesundheitsbranche sollten sich zeitnah informieren, um unnötigen Verlust an Impfstoffen zu vermeiden. Dies ist besonders kritisch, da die Aufrechterhaltung eines ausreichenden Impfschutzes in der Bevölkerung weiterhin hohe Priorität hat. Solche Informationen sind nicht nur für medizinisches Fachpersonal, sondern auch für Verantwortliche in der Lagerung und Verteilung von Vakzinen von Bedeutung. Details hierzu könne man auf den Seiten der aerztezeitung.de nachlesen.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
29.04.2026
Berliner Arztpraxen vor Schließung: Existenzangst durch Sparmaßnahmen
Existenzängste in Berliner Arztpraxen: Sparmaßnahmen gefährden fast jede zweite Praxis, führend zu Leistungseinschränkungen und längeren Wartezeiten.
Existenzängste in Berliner Arztpraxen: Sparmaßnahmen gefährden fast jede zweite Praxis, führend zu Leistungseinschränkungen und längeren Wartezeiten.
Eine Umfrage der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin hat ergeben, dass nahezu jede zweite Arztpraxis in Berlin von einer Schließung bedroht ist. Dies wurde durch die Befragung von über 2.400 niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten festgestellt. Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, das negative Konsequenzen auf die ambulante Versorgung haben könnte, steht dabei im Zentrum der Sorgen. Mehr als 90 Prozent der Befragten sehen gravierende Auswirkungen voraus. So rechnen etwa 80 Prozent mit Leistungseinschränkungen für gesetzlich Versicherte und längeren Wartezeiten für Patienten. Über die Hälfte der Ärzte spricht von Existenzängsten, ein Drittel erwägt sogar Personalabbau oder Praxisschließung. „Das ist ein Armutszeugnis für unser Gesundheitssystem“, urteilt der Vorstand der KV Berlin. Diese erdrückenden Ergebnisse verdeutlichen die potenziellen Folgen der Sparmaßnahmen auf Initiative der Bundesgesundheitsministerin. Mehr als 1.000 Ärzte erwägen, ihre Praxen aufzugeben oder frühzeitig in den Ruhestand zu gehen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Studie: Frailty-Score hilft Komplikationsrisiko bei Herz-OPs einzuschätzen
Der Frailty-Score könnte helfen, das Risiko von Komplikationen bei Herz-OPs besser einzuschätzen und damit die Patientenberatung zu verbessern.
Der Frailty-Score könnte helfen, das Risiko von Komplikationen bei Herz-OPs besser einzuschätzen und damit die Patientenberatung zu verbessern.
Eine Forschungsgruppe der Universität Michigan hat herausgefunden, dass der Gebrechlichkeits-Score der Clinical Frailty Scale (CFS) bei der Risikoabschätzung für Komplikationen nach Herzoperationen nützlich sein könnte. In ihrer Studie war ein CFS-Wert von 5 oder mehr signifikant mit einer erhöhten Mortalität und Morbidität assoziiert. Die Forschungsergebnisse unterstützen die Durchführung eines Frailty-Screenings vor herzchirurgischen Eingriffen, um eine entsprechende Risikoberatung zu ermöglichen. Eine solch präventive Maßnahme könnte dazu beitragen, postoperative Komplikationen besser vorherzusehen und möglicherweise zu verhindern. Diese Informationen stammen aus einer Veröffentlichung, die auf der Website der „Ärzte Zeitung“ zu finden ist.
Pflegereform: Mehr Belastung für Pflegeheimbewohner durch spätere Zuschüsse
Die geplante Pflegereform könnte Pflegeheimbewohner durch spätere Zuschüsse stärker belasten, so berichtet Stiftung Warentest.
Die geplante Pflegereform könnte Pflegeheimbewohner durch spätere Zuschüsse stärker belasten, so berichtet Stiftung Warentest.
Stiftung Warentest berichtet, dass die geplante Pflegereform der Bundesregierung Pflegebedürftige stärker belasten könnte. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken plant, die Pflegeversicherung finanziell zu entlasten, was jedoch zur Folge hätte, dass Bewohner von Pflegeheimen erst nach längeren Aufenthalten von Zuschüssen profitieren. Der Zuschuss von 15 Prozent der Pflegekosten soll künftig erst nach 1,5 Jahren, anstatt nach einem Jahr, gewährt werden. Zudem sollen die Kriterien zur Anerkennung der Pflegebedürftigkeit verschärft werden, was dazu führen könnte, dass weniger Menschen in den Genuss von Leistungen kommen. Dies würde die finanzielle Belastung der Pflegeversicherung verringern, indem sie Ausgaben reduziert. Die Reformpläne sind noch nicht in einen Gesetzesentwurf überführt worden. (Quelle: Stiftung Warentest)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
29.04.2026
Pflegeeinrichtungen nutzen Förderung kaum: Studie kritisiert Bürokratie
Pflegeeinrichtungen lassen Fördermittel zur internationalen Fachkräftegewinnung liegen: Bürokratie bremst vor allem kleinere Häuser aus, zeigt eine neue Studie.
Pflegeeinrichtungen lassen Fördermittel zur internationalen Fachkräftegewinnung liegen: Bürokratie bremst vor allem kleinere Häuser aus, zeigt eine neue Studie.
Eine aktuelle Studie zeigt eine massive Lücke bei der Nutzung des Förderinstruments nach § 81 SGB III zur Gewinnung internationaler Fachkräfte in der Pflege. Trotz der Wichtigkeit dieser Förderung geben 58 Prozent der Pflegeeinrichtungen an, ihre Rekrutierungen davon abhängig zu machen, doch 82 Prozent nutzen sie nicht. Besonders kleinere Einrichtungen kämpfen mit den komplexen Anträgen. Die Studie bemängelt diesen Missstand und schlägt vereinfachte Verfahren und regionale Mentoring-Programme vor, um die Hindernisse zu reduzieren, berichtet die Quelle 'www.haeusliche-pflege.net'.
Pflegekosten in Deutschland bis 2024 mehr als verdoppelt
Pflegeausgaben verdoppelt: Bis 2024 steigen die Kosten für Pflegeleistungen in Deutschland von 65 auf 135,9 Milliarden Euro, meldet das Statistische Bundesamt.
Pflegeausgaben verdoppelt: Bis 2024 steigen die Kosten für Pflegeleistungen in Deutschland von 65 auf 135,9 Milliarden Euro, meldet das Statistische Bundesamt.
Die Ausgaben für Pflegeleistungen in Deutschland haben sich zwischen 2014 und 2024 mehr als verdoppelt, meldet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Während die Kosten im Jahr 2014 noch bei 65 Milliarden Euro lagen und damit ein Fünftel der gesamten Gesundheitsausgaben ausmachten, beliefen sie sich 2024 auf 135,9 Milliarden Euro, was etwa einem Viertel der Gesundheitsausgaben entspricht. Diese Entwicklung unterstreicht den wachsenden finanziellen Druck im Pflegebereich, der weit über den Anstieg anderer Gesundheitskosten hinausgeht (Quelle: www.stern.de).
Experten fordern digitales Diabetes-Management zur Schließung von Versorgungslücken
Experten fordern ein digitales DMP für Diabetes, um Versorgungslücken zu schließen und die Betreuung für 9,4 Millionen Betroffene zu verbessern.
Experten fordern ein digitales DMP für Diabetes, um Versorgungslücken zu schließen und die Betreuung für 9,4 Millionen Betroffene zu verbessern.
In Deutschland sind 9,4 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt, wobei viele Patienten von Versorgungsbrüchen berichten, wie die Deutsche Diabetes Gesellschaft kritisiert. Um dem entgegenzuwirken, wird ein eigenständiges digitales Disease-Management-Programm (DMP) gefordert. Solch ein digitales DMP könnte eine kontinuierlichere Betreuung und Versorgung sicherstellen, vorausgesetzt, bestimmte Bedingungen werden erfüllt. Die Initiative wird insbesondere im Lichte der steigenden Zahl von Diabetikern und der aktuellen Herausforderungen im Gesundheitssystem als notwendig erachtet. Experten sehen darin eine Chance, die Versorgungslücken zu schließen und gleichzeitig das System effizienter zu gestalten. Quelle: Ärzte Zeitung.
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