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Pflegepraxis, Organisation und Innovation
08.09.2026
Studie: "Pathway to Excellence"-Programm verbessert Pflege und Bindung
Eine Studie zeigt: Das "Pathway to Excellence"-Programm stärkt Pflegequalität und Mitarbeiterbindung in zertifizierten Einrichtungen nachweislich.
Eine Studie zeigt: Das "Pathway to Excellence"-Programm stärkt Pflegequalität und Mitarbeiterbindung in zertifizierten Einrichtungen nachweislich.
Eine US-amerikanische Studie hat ergeben, dass das "Pathway to Excellence"-Zertifizierungsprogramm des American Nurses Credentialing Center positive Auswirkungen auf die Pflegequalität und Mitarbeiterbindung haben könnte. Die im Fachjournal "Nursing Management" veröffentlichte Forschung deutet darauf hin, dass Einrichtungen mit dieser Zertifizierung eine bessere Arbeitsumgebung aufweisen und geringere Burn-out-Raten haben. Obwohl kausale Zusammenhänge nicht eindeutig belegt werden können, gilt die Konsistenz der Studienergebnisse als bemerkenswert, berichtet BibliomedPflege.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
08.09.2026
Sachsen vereinheitlicht Pflegefachassistenz-Ausbildung ab 2027
Sachsen vereinheitlicht ab 2027 die Pflegefachassistenz-Ausbildung, um den Beruf attraktiver zu machen und neue Fachkräfte zu gewinnen.
Sachsen vereinheitlicht ab 2027 die Pflegefachassistenz-Ausbildung, um den Beruf attraktiver zu machen und neue Fachkräfte zu gewinnen.
In Sachsen wird die Ausbildung zur Pflegefachassistenz einheitlich geregelt, wie das sächsische Kabinett beschlossen hat. Gesundheitsministerin Petra Köpping erklärte, dass die Ausbildung, deren Start für den 1. März 2027 geplant ist, attraktiver gestaltet und der Einstieg in den Beruf erleichtert wird. Dies soll durch eine bundesweit anerkannte Ausbildung erreicht werden, die mit einer attraktiven Vergütung lockt. Angesichts steigender Zahlen von Pflegebedürftigen sollen neue Zielgruppen angesprochen und in die Pflege eingebunden werden. (Quelle: medienservice.sachsen.de)
Pflegebranche kritisiert geplante Lohnkürzungen und Kosteneinsparungen
Pflegebranche alarmiert: Geplante Reform könnte Lohnkürzungen und Personalabbau bringen, die Unzufriedenheit bei Fachkräften schürt. (Quelle: tagesschau.de)
Einordnung: Neu sind geplante jährliche Grundgehaltskürzungen um ein Prozent und die laufende parlamentarische Beratung des Reformvorschlags.
Vorher: „Caritas und Diakonie warnen: Gefährdung der Pflegereform durch Lohnpläne“ (05.06.2026)
Pflegebranche alarmiert: Geplante Reform könnte Lohnkürzungen und Personalabbau bringen, die Unzufriedenheit bei Fachkräften schürt. (Quelle: tagesschau.de)
Laut einem Entwurf zur Pflegereform plant die Bundesregierung, die Kosten in der Pflege zu bremsen, indem Lohnerhöhungen für Pflegekräfte nicht mehr automatisch zu 100 Prozent erstattet werden. Zudem sollen Grundgehälter jährlich um ein Prozent gesenkt werden. Dies führt zu Unzufriedenheit in der Pflegebranche, da befürchtet wird, dass die Maßnahme langfristig zu Personalabbau führen könnte. Die Vizepräsidentin des Pflegerats kritisiert die geplanten Änderungen als inakzeptabel. Derzeit befindet sich der Reformvorschlag im parlamentarischen Verfahren. (Quelle: tagesschau.de)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
08.09.2026
Asylbewerber in Pflege: Ungewisse Zukunft trotz dringendem Bedarf
Asylbewerber Sertac Akcay droht trotz Pflegebedarfs in Ansbach Abschiebung, was die Personalsituation in Pflegeheimen weiter verschärft.
Asylbewerber Sertac Akcay droht trotz Pflegebedarfs in Ansbach Abschiebung, was die Personalsituation in Pflegeheimen weiter verschärft.
Sertac Akcay, ein türkischer Asylbewerber in Ansbach, arbeitet in einem Seniorenheim, doch nach der Ablehnung seines Asylantrags droht ihm die Abschiebung, obwohl er in der Pflege dringend benötigt wird. Laut tagesschau.de kann einem abgelehnten Asylbewerber keine Erwerbstätigkeit oder Ausbildung gewährt werden, was die Planbarkeit in Pflegeeinrichtungen erheblich erschwert. Die bayerische Regierung sieht dennoch die Möglichkeit, dass Akcay durch ein Visumverfahren in der Türkei Arbeitsmigration erreichen kann. Korian, sein Arbeitgeber, unterstützt ihn, doch die Zukunft bleibt ungewiss.
Hohe Energiekosten belasten Mittelstand: Ecoplanet empfiehlt KI-Lösungen
Hohe Energiekosten belasten den Mittelstand stark. Ecoplanet empfiehlt KI-Lösungen zum Energiemanagement, um signifikante Kosteneinsparungen zu erzielen.
Hohe Energiekosten belasten den Mittelstand stark. Ecoplanet empfiehlt KI-Lösungen zum Energiemanagement, um signifikante Kosteneinsparungen zu erzielen.
Deutschlands Unternehmen stehen angesichts der hohen Energiekosten unter Druck. Besonders im Mittelstand sind die Belastungen spürbar. Laut einem exklusiven Industriebericht des auf Energiemanagement spezialisierten Start-ups Ecoplanet für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) gibt es innerhalb von Unternehmen mit identischem Stromverbrauch signifikante Kostenunterschiede von über zehn Prozent, die auf die variierenden Strompreise im Tagesverlauf zurückzuführen sind. Henry Keppler, Geschäftsführer von Ecoplanet, betont, dass Firmen in den teuren Tageszeiten bis zu 9,8 Prozent mehr zahlen. Diese strukturellen Unterschiede erfordern ein integriertes Energiemanagement, wobei Künstliche Intelligenz eine Optimierung ermöglicht. Auch bei langjährigen Energielieferverträgen sei die präzise Abschätzung des Strombedarfs essenziell. Die F.A.Z. berichtet weiter, dass sich für Energiemanager Investitionen in Batteriespeicher besonders rentieren können. Ecoplanet verzeichnet unter anderem Kunden wie den Pflegeanbieter Alloheim Senioren-Residenzen. Quellen: Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Pflegereform: Linnemann plant Stabilität ohne Kürzungen und Kapitaldeckung
Pflegereform ohne Kürzungen: Minister Linnemann plant finanzielle Stabilität der Pflegeversicherung trotz drohendem Defizit, ohne Rentenbeiträge für Angehörige zu erhöhen.
Einordnung: Neu sind die drohende Finanzierungslücke von zehn Milliarden Euro 2027 und Linnemanns Pläne für strengere Pflegegrade ohne Kapitaldeckung.
Vorher: „Linnemann stoppt Kürzungspläne: Rentenbeiträge aus Pflegekasse bleiben stabil“ (24.08.2026)
Pflegereform ohne Kürzungen: Minister Linnemann plant finanzielle Stabilität der Pflegeversicherung trotz drohendem Defizit, ohne Rentenbeiträge für Angehörige zu erhöhen.
Der neue Gesundheitsminister Carsten Linnemann sieht sich mit der Herausforderung einer Pflegereform konfrontiert, die das Ziel hat, die finanzielle Stabilität der Pflegeversicherung ohne Kürzung und Kapitaldeckung zu sichern. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) warnt, dass der Pflegeversicherung 2027 ein Defizit von rund zehn Milliarden Euro drohen könnte, was potenziell eine Liquiditätskrise verursachen könnte. Diskussionen über das Pflegeneuordnungsgesetz sind im Gange, jedoch hat die Regierung bislang keinen Konsens erzielt. Linnemann plant Reformen, die Rentenbeiträge für pflegende Angehörige unangetastet zu lassen, während er gleichzeitig für eine schwieriger zu erreichende Einstufung in Pflegegrade plädiert. Ein umstrittener Punkt bleibt die Anpassung der Pflegebeiträge, an deren Erhöhung laut GKV-Verbands kritische Stimmen laut werden, da dies den Faktor Arbeit belastet und wirtschaftliche Auswirkungen auf Investitionen und Konsum hätte (Quelle: F.A.Z.).
Bundesrechnungshof kritisiert Finanzstrategie der Pflegeversicherung
Der Bundesrechnungshof kritisiert die Finanzstrategie der Pflegeversicherung und warnt vor langfristigen Problemen durch kurzfristige Darlehen.
Der Bundesrechnungshof kritisiert die Finanzstrategie der Pflegeversicherung und warnt vor langfristigen Problemen durch kurzfristige Darlehen.
Der Bundesrechnungshof warnt vor anhaltenden Finanzproblemen in der sozialen Pflegeversicherung (SPV) und kritisiert die Finanzierungsstrategie der Bundesregierung, berichtet www.bibliomed-pflege.de. Besonders umstritten sind die Bundesdarlehen, die momentan nicht als nachhaltige Lösung angesehen werden. Das Erhalten eines Darlehens von 3,2 Milliarden Euro im Jahr 2026 wird als kurzfristige Überbrückung von Liquiditätsengpässen betrachtet. Die Prüfer mahnen Reformen anstelle von kurzfristigen Finanzhilfen, um die Lage dauerhaft zu stabilisieren. Die Bundesregierung plant, Rückzahlungen von bereits gewährten Darlehen in die Jahre 2035 bis 2039 zu verschieben.
Der Verein „wir pflegen“ kritisiert das Pflegeneuordnungsgesetz scharf: Belastung der Pflegekosten darf nicht auf Familien übertragen werden.
Einordnung: Neu ist die Kritik des Vereins „wir pflegen“ an der Finanzierungsverteilung sowie der Hinweis auf 3,2 Milliarden Euro Notdarlehen.
Vorher: „Kritik am Pflegeneuordnungsgesetz: Häusliche Pflege unter Druck“ (23.08.2026)
Der Verein „wir pflegen“ kritisiert das Pflegeneuordnungsgesetz scharf: Belastung der Pflegekosten darf nicht auf Familien übertragen werden.
Am „Tag der pflegenden Angehörigen“ hebt der Verein „wir pflegen“ die alarmierenden Probleme im geplanten Pflegeneuordnungsgesetz hervor. Der Verein kritisiert, dass die finanzielle Belastung der sozialen Pflegeversicherung nicht auf Familien abgewälzt werden dürfe. Ursula Helms von „wir pflegen“ fordert zumindest eine faire Umverteilung der Finanzierungslast, da das bestehende System die Eigenanteile von pflegebedürftigen Menschen stetig steigere. Laut einem Bericht könnte die geplante Reform dazu führen, dass verschiedene Pflegeleistungen gegeneinander aufgerechnet werden, was Familien zusätzlich belaste. Das Entlastungsbudget, als Ersatz für das Pflegegeld, sei zwar erhöht worden, decke jedoch nicht alle anfallenden Kosten. Ein unumgänglicher struktureller Umbau der Pflegeversicherung sei notwendig, um die Spitze der Pflegekosten von der Versicherung abdecken zu lassen, während die Pflegebedürftigen einen festen Sockelbeitrag beisteuern. Die sozialen Pflegeversicherung musste bereits staatliche Notdarlehen in Höhe von 3,2 Milliarden Euro in Anspruch nehmen, um ein Defizit abzudecken. (Quelle: aerztezeitung.de)
Deutscher Pflegetag diskutiert Zukunftsthemen: Digitale Pflege im Fokus
Beim Deutschen Pflegetag in Berlin dreht sich alles um "Digitale Pflege" mit Fokus auf Innovationen in Robotik und KI. Eröffnung durch Katrin Staffler.
Einordnung: Neu sind der Schwerpunkt „Digitale Pflege“ mit Robotik, KI und Telematik sowie die Eröffnung des Zukunftsgipfels durch Katrin Staffler.
Vorher: „Deutscher Pflegetag 2026: Zukunfts-Gipfel und Dialog in Berlin“ (24.07.2026)
Beim Deutschen Pflegetag in Berlin dreht sich alles um "Digitale Pflege" mit Fokus auf Innovationen in Robotik und KI. Eröffnung durch Katrin Staffler.
Beim Deutschen Pflegetag in Berlin, der vom 12. bis 13. November stattfindet, liegt ein Schwerpunkt auf dem Thema "Digitale Pflege". In Symposien und Workshops werden Innovationen in Robotik, Künstlicher Intelligenz und Telematik diskutiert. Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Katrin Staffler, eröffnet den Zukunftsgipfel "Digitale Pflege". Themen sind u.a. vollelektronische Abrechnung und digitalisierte Prozesse. Eine weitere Session beschäftigt sich mit Kühlkleidung als Schutz gegen Hitzestress. Veranstaltet wird die Tagung vom Deutschen Pflegerat und CPO Hanser (Quelle: www.carevor9.de).
BGH stärkt Patientenrechte bei medikamentöser Zwangsbehandlung
BGH stärkt Patientenrechte: Zwangsmedikation in der Psychiatrie nur bei Alternativlosigkeit zulässig, um Autonomie und bewusste Entscheidungen zu wahren.
BGH stärkt Patientenrechte: Zwangsmedikation in der Psychiatrie nur bei Alternativlosigkeit zulässig, um Autonomie und bewusste Entscheidungen zu wahren.
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass eine medikamentöse Zwangsbehandlung von Patienten in der Psychiatrie rechtlich nur dann zulässig ist, wenn sie alternativlos ist. Eine Empfehlung von Ärzten für eine „optimale“ Arzneimittelgabe reicht nicht aus, um eine Zwangsmedikation zu rechtfertigen – insbesondere dann nicht, wenn die betroffenen Patienten sich bewusst für eine andere Darreichungsform entschieden haben. Das Urteil zielt darauf ab, die Rechte von Patienten zu schützen und sicherzustellen, dass deren Autonomie respektiert wird. Dies berichtete die Ärzte Zeitung.
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