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Pflegepraxis, Organisation und Innovation
20.01.2026
Pflegerin aus Main-Taunus-Kreis wegen versuchten Mordes festgenommen
Eine Pflegerin im Main-Taunus-Kreis wurde wegen versuchten Mordes verhaftet: Sie entfernte lebensrettende Geräte bei Wachkoma-Patienten.
Eine Pflegerin im Main-Taunus-Kreis wurde wegen versuchten Mordes verhaftet: Sie entfernte lebensrettende Geräte bei Wachkoma-Patienten.
Eine Pflegerin aus dem Main-Taunus-Kreis wurde am Dienstag wegen des Vorwurfs des dreifachen versuchten Mordes festgenommen. Sie soll bei drei Wachkoma-Patienten lebensrettende Geräte entfernt haben, um während ihrer Nachtschicht nicht durch Alarmsignale gestört zu werden. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main wirft der Frau vor, den Tod der Patienten zumindest billigend in Kauf genommen zu haben, da die Patienten ohne die Überwachung der Vitalfunktionen einem lebensbedrohlichen Risiko ausgesetzt waren. Besonders brisant: In einer Nacht im Februar 2025 soll das Entfernen eines Pulsoximeters bei einem Patienten zu einem gesundheitlichen Notfall geführt haben. Neben der Verhaftung der 53-Jährigen wurde auch ein vorläufiges Berufsverbot verhängt und ihre Wohnung durchsucht. Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.).
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
20.01.2026
Krankheitsausfälle 2025: DAK sieht Bedarf für Ursachenforschung und Reform
Krankheitsausfälle bleiben hoch: DAK fordert Ursachenforschung und Reformen, um Ausfälle zu reduzieren. Teilkrankschreibung und Tele-Krankschreibung im Fokus.
Krankheitsausfälle bleiben hoch: DAK fordert Ursachenforschung und Reformen, um Ausfälle zu reduzieren. Teilkrankschreibung und Tele-Krankschreibung im Fokus.
Krankheitsausfälle bei der Arbeit blieben 2025 laut DAK-Gesundheit auf hohem Niveau. Beschäftigte waren im Schnitt 19,5 Tage krankgeschrieben, nahe dem Vorjahreswert von 19,7 Tagen. Atemwegserkrankungen, psychische Leiden und Rückenschmerzen führten die Liste der Krankheitsgründe an. DAK-Chef Andreas Storm forderte eine Ursachenforschung und lobte die von Kanzler Friedrich Merz (CDU) angeregte Diskussion. Als mögliche Lösung schlug Storm eine „Teilkrankschreibung“ vor, die nur einen Teil der täglichen Arbeitszeit umfasst. Gesundheitsministerin Nina Warken plant, die telefonische Krankschreibung zu prüfen, um Missbrauch auszuschließen, wie sie dem „Tagesspiegel“ mitteilte. Bundeskanzler Merz kritisierte die hohen Krankenstände und hinterfragte die Tele-Krankschreibung ohne Praxisbesuch. Die DAK-Analyse besagt, dass 5,4 Prozent der Beschäftigten pro Tag krankgeschrieben waren, basierend auf Daten von 2,4 Millionen Versicherten, berichtete die dpa.
"Neue DiGA Oviva Direkt: Bluthochdruck- und Gewichtsmanagement zugleich"
Die neue DiGA Oviva Direkt senkt Bluthochdruck und Körpergewicht, bietet somit duale Gesundheitsförderung für Pflegeeinrichtungen und Angehörige.
Die neue DiGA Oviva Direkt senkt Bluthochdruck und Körpergewicht, bietet somit duale Gesundheitsförderung für Pflegeeinrichtungen und Angehörige.
Eine neue Digitale Gesundheitsanwendung, die Oviva Direkt Bluthochdruck, wurde ins DiGA-Verzeichnis aufgenommen, berichtet die Ärzte Zeitung. Diese Applikation soll nicht nur den systolischen Blutdruck im Durchschnitt um 11 mmHg senken, sondern auch das Körpergewicht innerhalb von drei Monaten um 4,14 Prozent reduzieren. Die Anwendung erhielt als erste DiGA eine Zulassung für eine duale Wirkweise, die sowohl Blutdruck- als auch Gewichtsmanagement adressiert. Fachkräfte aus der Pflege, Angehörige von Pflegebedürftigen und Führungskräfte von Pflegeeinrichtungen könnten von dieser neuartigen therapeutischen Option profitieren, um die Gesundheitsversorgung älterer Menschen zu optimieren. Die Einführung dieser digitalen Lösung könnte zudem für Lieferanten und Dienstleister, die Gesundheitslösungen anbieten, von Interesse sein, da es neue Behandlungsmöglichkeiten eröffnet und das Potential digitaler Gesundheitsstrategien unterstreicht.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
19.01.2026
Neuer Themenband beleuchtet ethische Dilemmata in der Gesundheitsversorgung
Neuer Themenband über ethische Dilemmata in der Gesundheitsversorgung bietet wertvolle Einsichten für Fachkräfte und Entscheidungsträger. Ab 19. Januar erhältlich.
Neuer Themenband über ethische Dilemmata in der Gesundheitsversorgung bietet wertvolle Einsichten für Fachkräfte und Entscheidungsträger. Ab 19. Januar erhältlich.
Der APOLLON Hochschulverlag veröffentlicht einen neuen Themenband „Ethische Impulse für die Gesundheitsversorgung“, der die Bedeutung ethischer Reflexion in der Gesundheitsversorgung betont. Herausgegeben von Claudia Kemper und Barbara Mayerhofer, vereint der Band Beiträge des 16. APOLLON Symposiums. Er beleuchtet etliche ethische Dilemmata im Gesundheitsbereich, darunter Themen wie Würde, Autonomie und interkulturelle Sensibilität. Der Band bietet wertvolle Einblicke für Fachkräfte und Entscheidungsträger im Gesundheitswesen und ist ab dem 19. Januar 2026 erhältlich (idw-online.de).
Diakonie Niedersachsen fordert Reform der Pflegeversicherung
Die Diakonie Niedersachsen mahnt Reformen an: Pflegeversicherung soll Eigenanteile senken und Menschen besser vor Armut schützen, so Sprecher Lenke.
Die Diakonie Niedersachsen mahnt Reformen an: Pflegeversicherung soll Eigenanteile senken und Menschen besser vor Armut schützen, so Sprecher Lenke.
Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher der Diakonie Niedersachsen, kritisiert die Pflegeversicherung, da sie das Prinzip, Menschen vor Armut durch Pflegebedürftigkeit zu schützen, nicht mehr erfülle, berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung laut www.altenheim.net. Er fordert eine dringende Begrenzung der Eigenanteile, die gestiegenen Tariflöhne machten die Pflege immer teurer. Lenke schlägt einen Sockel-Spitze-Tausch vor, bei dem Pflegebedürftige einen festen Betrag zahlen und die Pflegeversicherung den Rest übernimmt. Eine breitere Beitragsbemessung sei notwendig, so Lenke.
Bundesgesundheitsministerium plant tiefgreifende Reformen ab 2026
Das Bundesgesundheitsministerium plant 2026 umfassende Reformen im Gesundheitswesen mit Fokus auf Kostendämpfung und Änderungen in Pflege- und Primärversorgung.
Das Bundesgesundheitsministerium plant 2026 umfassende Reformen im Gesundheitswesen mit Fokus auf Kostendämpfung und Änderungen in Pflege- und Primärversorgung.
Das Bundesgesundheitsministerium kündigt umfassende Reformen im Gesundheitswesen für 2026 an, wie auf esanum.de berichtet wird. Im Fokus steht die Stabilisierung der Ausgabenentwicklung, mit möglichen höheren Zuzahlungen und Leistungskürzungen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken erläutert, dass die Maßnahmen kontrovers sein könnten. Eine Finanzkommission soll bis März Vorschläge für die GKV vorlegen. Zudem ist eine Reform im Bereich der Pflegestrukturen sowie ein Primärversorgungsgesetz geplant. Ein weiteres Ziel ist die Überprüfung des Pflegebudgets der Krankenhäuser, da Missbrauchsberichte vorliegen.
Ministerin Warken ordnet Überprüfung des Pflegebudgets in Kliniken an
Ministerin Warken leitet Prüfung des Pflegebudgets in Krankenhäusern ein; es geht um Vorwürfe der ineffizienten Nutzung von Pflegepersonal.
Ministerin Warken leitet Prüfung des Pflegebudgets in Krankenhäusern ein; es geht um Vorwürfe der ineffizienten Nutzung von Pflegepersonal.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat eine Untersuchung des Pflegebudgets in Krankenhäusern veranlasst. Anlass sind Vorwürfe der Krankenkassen, dass Pflegepersonal nicht kontinuierlich in der direkten Patientenversorgung arbeite. Warken hinterfragt zudem die langfristige Finanzierbarkeit des Pflegebudgets und fordert eine präzisere Definition der Pflege am Bett. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft sieht keine systemischen Probleme, begrüßt jedoch eine Anpassung der Regulierungen. Auch der PKV-Verband unterstützt die Überprüfung, da die Pflege als zentraler Kostentreiber gilt (Quelle: medinfoweb.de).
Oldenburger Forscher untersuchen Roboter-Einsatz in der Pflegebranche
Oldenburger Forscher untersuchen den potenziellen Einsatz von Robotern in der Pflege, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Oldenburger Forscher untersuchen den potenziellen Einsatz von Robotern in der Pflege, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Wissenschaftler der Universität Oldenburg beschäftigen sich intensiv mit der Akzeptanz und dem möglichen Einsatz von Robotern in der Pflege. Angesichts der alternden Gesellschaft und des Mangels an Pflegepersonal könnte die Nutzung von Robotern künftig immense Unterstützung bieten. Geplant ist, dass Roboter in Pflegeeinrichtungen unter anderem bei Gymnastikübungen helfen. Wie auf der Webseite der Grafschafter Nachrichten (www.gn-online.de) berichtet wird, ist diese Forschung entscheidend, um innovative Lösungen in der Pflege voranzutreiben.
Steigende Pflegekosten: Senioren geraten finanziell unter Druck
Steigende Pflegekosten belasten Senioren finanziell enorm, sodass selbst mit Zuschüssen oft nur ein geringes Taschengeld bleibt. Experten fordern neue Ansätze.
Steigende Pflegekosten belasten Senioren finanziell enorm, sodass selbst mit Zuschüssen oft nur ein geringes Taschengeld bleibt. Experten fordern neue Ansätze.
In einem Bericht der "Gießener Allgemeine" wird die dramatische finanzielle Belastung durch steigende Pflegekosten hervorgehoben. Diese belaufen sich laut Christa Hofmann-Bremer vom Johannesstift auf monatlich 4000 Euro. Trotz staatlicher Unterstützung und Zuschüssen ist die Situation für viele Senioren und deren Angehörige erschütternd. Während die Rente oft nicht ausreicht, bleibt lediglich ein geringes Taschengeld. Hofmann-Bremer betont, dass die stationäre Pflege in ihrer jetzigen Form auf Dauer nicht finanzierbar ist und innovative Ansätze sowie palliative Pflege benötigt werden.
NRW-Minister Laumann drängt im Podcast auf Sozialstaatsreformen, um Pflege und Grundsicherung effizienter zu gestalten und gerechtere Bedingungen zu schaffen.
NRW-Minister Laumann drängt im Podcast auf Sozialstaatsreformen, um Pflege und Grundsicherung effizienter zu gestalten und gerechtere Bedingungen zu schaffen.
Der nordrhein-westfälische Sozialminister Karl-Josef Laumann, auch Vizechef der CDU, betont in einem aktuellen Podcastgespräch mit "t-online" die Notwendigkeit einer umfassenden Neuorganisation des Sozialstaats, darunter die Pflege und Grundsicherung. Laumann, der auf langjährige Erfahrung in sozialen Fragen verweisen kann, mahnt an, dass der aktuelle staatliche Rahmen reformiert werden müsse, um effizientere und gerechtere Bedingungen zu schaffen. Angesichts steigender wirtschaftlicher Belastungen fordert er zudem lange Arbeitszeiten für alle Bürger, wie die Quelle berichtet.
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