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Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
17.01.2026
Saarland fördert Anwerbung ausländischer Pflegekräfte mit Zuschüssen
Saarland unterstützt Pflegeeinrichtungen mit Zuschüssen für Anwerbung ausländischer Fachkräfte, um den Personalmangel zu lindern und kleine Dienste zu entlasten.
Saarland unterstützt Pflegeeinrichtungen mit Zuschüssen für Anwerbung ausländischer Fachkräfte, um den Personalmangel zu lindern und kleine Dienste zu entlasten.
Das saarländische Gesundheitsministerium will dem Personalmangel in der Pflege entgegenwirken, indem es Maßnahmen zur Anwerbung ausländischer Pflegekräfte fördert. Laut "stern.de" wird erstmals eine Bezuschussung von bis zu 50 Prozent der Anwerbungskosten, maximal 6.000 Euro, bereitgestellt. Dies soll insbesondere kleineren, oft inhabergeführten ambulanten Diensten und Pflegeeinrichtungen helfen, denen die hohen Kosten von 10.000 bis 15.000 Euro für die Rekrutierung im Ausland oft schwerfallen. Die Initiative zielt darauf ab, die schwierige Personalsituation in der Pflege zu verbessern.
"Bürokratie erschwert Pflegearbeit in Sachsen: bpa kritisiert Kontrolldichte"
Die hohe Kontrolldichte in sächsischen Pflegeheimen bremst laut bpa die Pflegearbeit. Verbandschef Ratzenberger fordert weniger Bürokratieaufwand.
Die hohe Kontrolldichte in sächsischen Pflegeheimen bremst laut bpa die Pflegearbeit. Verbandschef Ratzenberger fordert weniger Bürokratieaufwand.
In sächsischen Pflegeheimen gibt es jährlich bis zu 17 Kontrollinstanzen, eine Situation, die der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) auf seiner Fachtagung kritisierte. Der bpa-Landesvorsitzende Igor Ratzenberger betonte, dass diese Kontrolldichte die eigentliche Pflegearbeit behindere. Trotz wachsender Personalnot und hoher Anzahl an Pflegebedürftigen fehle es an Bürokratieabbau. Ratzenberger warnte vor den neuen Vorschriften der Landesregierung, die aus seiner Sicht weitere Verschärfungen ohne gesetzlichen Rückhalt einführen wollen.
Ethikrat diskutiert Lösungsansätze für Langzeitpflege-Herausforderungen
Der Deutsche Ethikrat erörtert öffentlich ethische Herausforderungen in der Langzeitpflege, insbesondere Fachkräftemangel und Kostensteigerungen.
Der Deutsche Ethikrat erörtert öffentlich ethische Herausforderungen in der Langzeitpflege, insbesondere Fachkräftemangel und Kostensteigerungen.
Der Deutsche Ethikrat setzt sich in einer öffentlichen Anhörung mit den ethischen Herausforderungen der Langzeitpflege auseinander, wie auf häusliche-pflege.net zu lesen ist. Angesichts des demografischen Wandels werden die Pflege von Menschen mit chronischen Erkrankungen und die Rolle der Angehörigen in der Pflege diskutiert. Zentrale Themen sind der Fachkräftemangel und wachsende Kosten. Die Ergebnisse der Anhörung, die online übertragen wird, sollen mögliche Lösungsansätze und die Perspektiven der Betroffenen beleuchten.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
16.01.2026
MÜNCHENSTIFT testet erfolgreich 4-Tage-Woche für Pflegekräfte
MÜNCHENSTIFT testet erfolgreich die 4-Tage-Woche für Pflegekräfte: 90 Prozent der Beschäftigten begrüßen das Modell, das auf Freiwilligkeit basiert.
MÜNCHENSTIFT testet erfolgreich die 4-Tage-Woche für Pflegekräfte: 90 Prozent der Beschäftigten begrüßen das Modell, das auf Freiwilligkeit basiert.
Seit Oktober 2025 testet MÜNCHENSTIFT ein neues Arbeitszeitmodell: Die wöchentliche Arbeitszeit bleibt bei 39 Stunden, wird aber auf vier statt fünf Tage verteilt. Dieser Ansatz zieht bisher positive Rückmeldungen von 90 Prozent der Beschäftigten an, wie Geschäftsführer Andreas Lackner gegenüber "altenheim.net" mitteilte. Besonders jüngere, kinderlose Mitarbeitende profitieren vom zusätzlichen freien Tag, während Eltern aufgrund fester Betreuungszeiten der Kinder vor Herausforderungen stehen. MÜNCHENSTIFT bietet das Modell als freiwillige Option an.
Herne beruft erste Ombudsperson für Pflegeeinrichtungen in NRW
Herne ernennt Carola Fenger als erste Ombudsperson für Pflege in NRW, um Konflikte in Pflegeeinrichtungen zu schlichten.
Herne ernennt Carola Fenger als erste Ombudsperson für Pflege in NRW, um Konflikte in Pflegeeinrichtungen zu schlichten.
In Herne wurde Anfang des Jahres erstmals eine Ombudsperson für Pflege und Betreuung ernannt, berichtet "www.radioherne.de". Diese neue Position ist im Wohn- und Teilhabegesetz NRW verankert und zielt darauf ab, Konflikte zwischen Bewohnern, Angehörigen und Pflegeeinrichtungen zu schlichten. Carola Fenger, eine erfahrene Pflegedienstleiterin aus Herne, übernimmt diese Rolle. Sie bietet eine neutrale Vermittlung und ihre Sprechstunden finden wöchentlich im Wanner Einkaufszentrum statt.
"Kostenfreie Erstkopie von Behandlungsunterlagen jetzt gesetzlich garantiert"
Patienten in Deutschland haben nun einen gesetzlichen Anspruch auf eine kostenfreie Erstkopie ihrer Behandlungsunterlagen.
Patienten in Deutschland haben nun einen gesetzlichen Anspruch auf eine kostenfreie Erstkopie ihrer Behandlungsunterlagen.
Seit Inkrafttreten der europäischen Datenschutzgrundverordnung haben Patienten in Deutschland nun einen verankerten Anspruch im bürgerlichen Gesetzbuch auf eine kostenfreie Erstkopie ihrer Behandlungsunterlagen. Dies gilt, auch wenn das bestehende Berufsrecht teilweise widersprüchlich ist, berichtet die "Ärzte Zeitung".
Bundestag beschließt kostenfreie Erstkopie der Behandlungsakte im BGB
Der Bundestag hat beschlossen, dass die kostenfreie Erstkopie der Behandlungsakte nun im Bürgerlichen Gesetzbuch verankert wird.
Der Bundestag hat beschlossen, dass die kostenfreie Erstkopie der Behandlungsakte nun im Bürgerlichen Gesetzbuch verankert wird.
Mehr als zwei Jahre nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) hat der Bundestag das Gesetz zur kostenfreien Erstkopie der Behandlungsakte im Bürgerlichen Gesetzbuch verankert. Seit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) besteht Anspruch auf eine unentgeltliche Abschrift der Patientenunterlagen, den Praxen bisher häufig ignorierten. Trotz wiederholter Hinweise der Landesdatenschutzbeauftragten hatten nur wenige Landesärztekammern ihre Berufsordnungen angepasst. Mit der Neufassung des Paragrafen 630g BGB, die nicht zustimmungspflichtig ist und im Frühling in Kraft treten könnte, wird insbesondere die erste Abschrift der "Behandlungsakte" kostenfrei. Weitere Kopien dürfen analog der Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz-Kostensätze berechnet werden – 0,50 Euro für die ersten 50 Seiten. Insbesondere bei Verdacht auf Behandlungsfehler fordern Patienten Abschriften, was eine Entlastung von etwa 344.000 Euro jährlich für Bürger bringt. (Quelle: aerztezeitung.de)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
16.01.2026
Pflege-Ausbildungsplätze unzureichend besetzt: Große Lücken in Heimen
Pflegeheime suchen Nachwuchs: Fast die Hälfte der Ausbildungsplätze bleibt unbesetzt, während Krankenhäuser besser abschneiden. Bürokratie bremst internationale Bewerbungen.
Pflegeheime suchen Nachwuchs: Fast die Hälfte der Ausbildungsplätze bleibt unbesetzt, während Krankenhäuser besser abschneiden. Bürokratie bremst internationale Bewerbungen.
Ausbildungsplätze in der Pflege sind nach wie vor unzureichend besetzt, so eine aktuelle Auswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Bonn. 2023 waren landesweit fast 100.000 Ausbildungsplätze verfügbar, jedoch wurden nur knapp 54 Prozent besetzt. In Pflegeheimen und Pflegediensten lag die Belegung bei nur 46 und 38 Prozent, während Krankenhäuser 68 Prozent der Plätze besetzen konnten. Ein Grund ist der Mangel an Bewerbern in Pflegeheimen und ambulanten Diensten, während Pflegeschulen oft ungeeignete Bewerbungen erhalten. Bürokratische Hürden bei internationalen Bewerbungen tragen ebenfalls zu den Besetzungsproblemen bei. Jedoch klappt der Übergang von der Ausbildung in den Beruf in Krankenhäusern mit einer Übernahmequote von 80 Prozent gut (evangelische-zeitung.de).
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
16.01.2026
Deutschland schließt Abkommen mit Indien zur Anwerbung von Pflegekräften
Deutschland und Indien kooperieren zur Anwerbung von Pflegekräften, mit Fokus auf Integration und Wissenstransfer, trotz Bedenken der Patientenschützer.
Deutschland und Indien kooperieren zur Anwerbung von Pflegekräften, mit Fokus auf Integration und Wissenstransfer, trotz Bedenken der Patientenschützer.
Deutschland und Indien haben ein wegweisendes Abkommen zur Anwerbung von Pflegekräften ins Leben gerufen. Die Vereinbarung, die während eines Treffens von Bundeskanzler Friedrich Merz mit dem indischen Premierminister Narendra Modi unterzeichnet wurde, etabliert laut Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gemeinsame Standards für die Ausbildung. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken betonte, dass der Fokus auf schnellerer Integration und Förderung des lokalen Wissenstransfers liege. Kritik äußerte allerdings die Deutsche Stiftung Patientenschutz, die vor überzogenen Erwartungen warnte (Quelle: www.bibliomed-pflege.de).
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
16.01.2026
AOK fordert im Pharmadialog Maßnahmen gegen hohe Medikamentenpreise
AOK fordert im Pharmadialog neue Maßnahmen zur Kostendämpfung bei teuren Medikamenten und Impfstoffen, um steigende Gesundheitsausgaben zu bremsen.
AOK fordert im Pharmadialog neue Maßnahmen zur Kostendämpfung bei teuren Medikamenten und Impfstoffen, um steigende Gesundheitsausgaben zu bremsen.
Der AOK-Bundesverband hat zum Pharmadialog eine umfassende Forderungsliste zur Kostendämpfung bei Medikamenten und Impfstoffen vorgestellt. Angesichts "extrem hoher Preise" fordert der Verband neue Sparwerkzeuge, um die Ausgaben zu senken. Dies berichtet die Ärzte Zeitung.(pkt).
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