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Pflegepolitik und Recht
29.12.2025
Finanzielle Hilfen für pflegende Angehörige in Deutschland erweitert
Pflegende Angehörige in Deutschland profitieren von erweiterten finanziellen Hilfen wie Pflegeunterstützungsgeld und der Übernahme von Sozialversicherungsbeiträgen.
Pflegende Angehörige in Deutschland profitieren von erweiterten finanziellen Hilfen wie Pflegeunterstützungsgeld und der Übernahme von Sozialversicherungsbeiträgen.
Laut einer aktuellen Meldung der Allgäuer Zeitung (www.allgaeuer-zeitung.de) können pflegende Angehörige in Deutschland diverse finanzielle Unterstützungen erhalten. Diese Leistungen umfassen beispielsweise das Pflegeunterstützungsgeld, die Pflegezeit und die Familienpflegezeit, die Arbeitnehmern ermöglichen, sich zeitweise oder ganz von der Arbeit freistellen zu lassen, um Angehörige zu pflegen. Des Weiteren werden Renten-, Unfall- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge unter bestimmten Bedingungen von der Pflegeversicherung übernommen. Auch der Pflegepauschbetrag kann das zu versteuernde Einkommen verringern.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
29.12.2025
Bayern vergibt 158 Landarztprämien: Anreiz gegen Ärztemangel im Land
Bayern fördert mit 158 Landarztprämien die Ansiedlung von Ärzten im ländlichen Raum, um dem zunehmenden Ärztemangel effektiv entgegenzuwirken.
Bayern fördert mit 158 Landarztprämien die Ansiedlung von Ärzten im ländlichen Raum, um dem zunehmenden Ärztemangel effektiv entgegenzuwirken.
Im Jahr 2025 hat Bayern insgesamt 158 Landarztprämien für Niederlassungen im ländlichen Raum vergeben, wie das Bayerische Gesundheitsministerium mitteilt. Unter den Adressaten befanden sich 89 Hausärzte, weitere Prämien gingen unter anderem an Fachärzte wie Frauenärzte, Kinderärzte sowie an Psychotherapeuten. Das Förderprogramm bietet Ärzten finanzielle Unterstützung von bis zu 60.000 Euro, um die ambulante Versorgung insbesondere im ländlichen Raum zu fördern, wo der Ärztemangel besonders ausgeprägt ist. Laut Gesundheitsministerin Judith Gerlach seien 350 Hausarztsitze unbesetzt, und der Altersdurchschnitt der Hausärzte liege bei 55 Jahren, was die Problematik weiter verschärft. Die Prämie und weitere Anreize sollen dafür sorgen, auch zukünftig genügend medizinische Versorgung im ländlichen Bayern sicherzustellen. Die Programme wurden über den 31. Dezember hinaus verlängert, um eine kontinuierliche Unterstützung zu gewährleisten, berichtet die "Ärzte Zeitung".
Forderung: Ärzte und Kliniken wollen höhere Eigenbeteiligung der Patienten
Ärzte und Kliniken fordern höhere Eigenbeteiligungen von Patienten, um Krankenkassen zu entlasten: Kontaktgebühr und verdoppelte Zuzahlung im Gespräch.
Ärzte und Kliniken fordern höhere Eigenbeteiligungen von Patienten, um Krankenkassen zu entlasten: Kontaktgebühr und verdoppelte Zuzahlung im Gespräch.
Dr. Andreas Gassen, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, und Dr. Gerald Gaß, Vorstandschef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, plädieren für die Einführung finanzieller Eigenbeteiligungen, um die klammen Kassen zu entlasten. Laut "Ärzte Zeitung" und "Bild" fordert Gassen eine "Kontaktgebühr" von drei bis vier Euro pro Arztbesuch, die sozialverträglich gestaltet sein soll. Gaß schlägt vor, die Zuzahlungen bei Krankenhausaufenthalten von zehn auf 20 Euro pro Tag zu verdoppeln, was zusätzliche 800 Millionen Euro jährlich bringen könnte. Beide Maßnahmen sollen zur Stabilisierung der finanziellen Situation der gesetzlichen Krankenkassen beitragen und die Inanspruchnahme medizinischer Angebote steuerbarer gestalten.
Pflegekräfte bescheinigen ab 2026 offiziell Pflegezeiten selbst
Pflegefachkräfte dürfen ab 2026 offiziell Pflegezeiten bescheinigen, was den bürokratischen Aufwand reduziert und Abläufe in der Pflege beschleunigt.
Pflegefachkräfte dürfen ab 2026 offiziell Pflegezeiten bescheinigen, was den bürokratischen Aufwand reduziert und Abläufe in der Pflege beschleunigt.
Ab dem 1. Januar 2026 können Pflegefachkräfte offiziell Pflegezeiten bescheinigen. Das neue BEEP-Gesetz, das für Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege steht, zielt darauf ab, den bürokratischen Aufwand für Pflegegrade 4 und 5 zu reduzieren. Pflegekräfte in der ambulanten Versorgung oder im Entlassmanagement können nun anstelle eines ärztlichen Attests die medizinische Notwendigkeit von Pflegezeiten bescheinigen. Dadurch können Prozesse in Personalabteilungen beschleunigt und Wartezeiten verkürzt werden (Quelle: www.ad-hoc-news.de).
Pflegeversicherung in Not: Ohne Reformen droht 2024 Zahlungsunfähigkeit, warnt GKV-Chef Oliver Blatt. Bis 2027 droht eine massive Finanzierungslücke.
Pflegeversicherung in Not: Ohne Reformen droht 2024 Zahlungsunfähigkeit, warnt GKV-Chef Oliver Blatt. Bis 2027 droht eine massive Finanzierungslücke.
Laut einem Bericht auf "www.merkur.de" zeigt sich der Vorstandschef des Spitzenverbandes der Krankenkassen, Oliver Blatt, alarmiert über die finanzielle Lage der Pflegekassen. Dem Bericht zufolge warnt Blatt, dass ohne dringende Reformen eine drohende Zahlungsunfähigkeit bereits im nächsten Jahr unausweichlich sei. Die Pflegeversicherung laufe mit 4,2 Milliarden Euro an Bundesdarlehen auf Pump. Besondere Besorgnis bereitet die drohende Finanzierungslücke für das Jahr 2027, die zusätzliche Reformen dringend erforderlich macht. Laut Blatt besteht seit der Reform von 2017 ein erhöhter Anreiz, Pflegebedürftigkeit zu beantragen, was zur Verdoppelung der Pflegefälle geführt hat. Künftige Reformen sollen unter anderem die Anerkennung und Einstufung der Pflegebedürftigkeit erschweren. Bereits in diesem Jahr musste erstmals eine Pflegekasse Liquiditätshilfen aus dem Ausgleichsfonds beantragen, um Zahlungsunfähigkeit zu verhindern. Die aktuelle Bund-Länder-Gruppe zur Pflegereform liefert nach Ansicht Blatts unzureichende Ergebnisse, wodurch der Reformdruck weiter steigt.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
28.12.2025
Modellprojekt "Ausbildungslotsen" gegen Pflege-Fachkräftemangel gestartet
Das Modellprojekt "Ausbildungslotsen" bietet individuelle Unterstützung für Pflegende, um den Fachkräftemangel in der Pflege zu bekämpfen.
Das Modellprojekt "Ausbildungslotsen" bietet individuelle Unterstützung für Pflegende, um den Fachkräftemangel in der Pflege zu bekämpfen.
Das Modellprojekt "Ausbildungslotsen" zielt darauf ab, den Fachkräftemangel in der deutschen Pflege zu lindern, berichtet www.wndn.de. Angesichts des demografischen Wandels und des Bedarfs an qualifiziertem Personal bieten Ausbildungslotsen individuelle Unterstützung für Auszubildende. Jährlich stehen rund 980.000 Euro für das Projekt bereit, das zunächst bis 2026 befristet ist. Die Ausbildungslotsen helfen bei persönlichen und organisatorischen Herausforderungen und fördern den Wissenstransfer zwischen Theorie und Praxis. Erste Rückmeldungen deuten auf eine positive Resonanz hin.
Pflege: Halbjährliche Beratungen und schnellere Entscheidungen ab 2026
Ab 2026: Halbjährliche Pflichtberatung bei hohen Pflegegraden und schnellere Bescheidzeiten der Pflegekassen verbessern die Pflegeprozesse erheblich.
Ab 2026: Halbjährliche Pflichtberatung bei hohen Pflegegraden und schnellere Bescheidzeiten der Pflegekassen verbessern die Pflegeprozesse erheblich.
Ab 2026 sehen wichtige Änderungen im Bereich der Pflege vor: Die Pflichtberatungsbesuche bei Pflegegraden 4 und 5 sollen nun halbjährlich erfolgen, wie für Grade 2 und 3. Es wird weiterhin möglich sein, diese vierteljährlich durchzuführen. Außerdem müssen Pflegekassen künftig innerhalb von 25 Arbeitstagen über Pflegegrad-Anträge entscheiden; Verzögerungen verlängern die Frist um bis zu 15 Tage. Zudem wird die Abrechnungsfrist der Verhinderungspflege verkürzt, und die Anerkennung digitaler Pflegeanwendungen vereinfacht. (Quelle: pfalzdigital.de, Verbraucherschutzzentrale Rheinland-Pfalz)
GKV-Spitzenverband warnt vor drohender Zahlungsunfähigkeit der Pflegekassen
Der GKV-Spitzenverband warnt: Ohne Reformen droht Pflegekassen im nächsten Jahr die Zahlungsunfähigkeit.
Der GKV-Spitzenverband warnt: Ohne Reformen droht Pflegekassen im nächsten Jahr die Zahlungsunfähigkeit.
Der Spitzenverband der Krankenkassen fordert dringend Reformen im Pflegesystem und warnt vor einer möglichen Zahlungsunfähigkeit mehrerer Pflegekassen im nächsten Jahr, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf Oliver Blatt, den Vorstandschef des Verbandes. "Die Pflegeversicherung existiert quasi auf Darlehen des Bundes, die bereits 4,2 Milliarden Euro betragen", so Blatt. Ohne Reformen sei es dem System unmöglich, zukünftige Finanzierungsengpässe zu überbrücken, besonders angesichts der Verdopplung der Zahl der Pflegebedürftigen seit der Reform 2017. (Quelle: stern.de)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
27.12.2025
Neue Demenz-Leitlinien: Fingerfood gegen unbemerkten Gewichtsverlust
Neue Demenz-Leitlinien empfehlen Fingerfood und farbiges Geschirr, um unbemerkten Gewichtsverlust bei Demenzpatienten zu verhindern.
Neue Demenz-Leitlinien empfehlen Fingerfood und farbiges Geschirr, um unbemerkten Gewichtsverlust bei Demenzpatienten zu verhindern.
Wie www.ad-hoc-news.de berichtet, hat die europäische Leitlinien-Revision für die Demenzpflege neue Erkenntnisse hervorgebracht, die aufzeigen, dass starker Gewichtsverlust bei Demenzpatienten oft durch erhöhten Energiebedarf entsteht. Um dem entgegenzuwirken, setzen die Leitlinien auf praktische Alltagshilfen wie Fingerfood und farbiges Geschirr. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, das unbemerkte "Hungern" zu reduzieren, indem der Appetit stimuliert und die autonome Nahrungsaufnahme gefördert werden. Pflegeeinrichtungen stehen vor der Aufgabe, diese individuellen Konzepte umzusetzen.
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